1) Einleitung   6) Frühjahr 1700, 3. Tag
  2) Sommer 1699, 1. Tag   7) Frühjahr 1700, 4. Tag
  3) Sommer 1699, 2. Tag   8) Sommer 1700, 1. Tag
  4) Frühjahr 1700, 1. Tag   9) Sommer 1700, 2. Tag
  5) Frühjahr 1700, 2. Tag 10) Ende des Jahres 1700

 

 

Früh am folgenden Morgen klopft es an der Tür. Faverolles geht öffnen und ist überrascht, M. Bandol zu sehen, der einen neuen Auftrag für ihn hat. Er überreicht Faverolles den Schlüssel zu seiner Wohnung und fordert ihn auf, die nötigen Geräte zu holen. Des weiteren benötigt man einen speziellen Schlüssel, um Zugang zu den Tunneln mit dem Röhrensystem zu erhalten.

Bandol: Ich bin’s. Ich komme mit meiner Arbeit gut voran. Doch jetzt muss ich das Röhrensystem in den unterirdischen Tunneln untersuchen um weiterzukommen.

Faverolles: Was brauchen wir?

Bandol: Ich brauche Messgeräte, um den Durchmesser der Röhren und den Winkel der Gefälle zu messen. Ja! Geht und holt sie aus meinem Zimmer im Wirtshaus. Hier ist der Schlüssel. Auch brauchen wir den Schlüssel zum Tunneleingang. Wenn Ihr das alles geschafft habt, treffen wir uns auf der Lichtung hinter dem Marais-Hain.

Faverolles: Ich kümmere mich um alles.

Faverolles verlässt seine Wohnung (zurück ins Zimmer, dann zurück zur Tür und hinaus) und sucht La Perdrix, der wie immer vor dem Ausgang steht. Jetzt kann der Küchengehilfe seine Findigkeit unter Beweis stellen. Vielleicht ist er ja in der Lage über seinen "Bruder" den erforderlichen Schlüssel zu "besorgen".

Faverolles: Habt Ihr mir nicht erzählt, Euer Bruder sei Hydraulikingenieur.

La Perdrix: Ja.

Faverolles: Gut ! Ich brauche heute morgen noch die Schlüssel zu den Tunneln, die unter den Gärten verlaufen.

La Perdrix: Ich gehe sofort zu dem einen, äh zu meinem Bruder. Er wird Euch helfen.

Nachdem sich La Perdrix auf den Weg gemacht hat, begibt sich Faverolles "Zum Pelikan", um das Werkzeug aus M. Bandols Zimmer im Gasthof zu holen. Als Faverolles die Herberge betritt, versucht ihn der Wirt aufzuhalten: Äh da, Monsieur, wo wollt Ihr hin?

Faverolles zeigt ihm Bandols Schlüssel und darf daraufhin hinauf in dessen Zimmer gehen: Erkennt Ihr mich nicht? Ich komme, um die Gerätschaften für Monsieur de Bandol zu holen. Er hat mir seinen Schlüssel gegeben.

 (Treppe hinauf, dann rechts, Tür öffen, geradeaus, links die Tür mit Bandols Schlüssel öffnen). Für die Messungen im Röhrensystem werden zwei Geräte benötigt, eine „Wasserwaage (befindet sich in der Truhe vor dem Fenster) und ein „Federmechanik-Zirkel(liegt auf dem Boden links von der Tür). Faverolles kehrt zurück in den Schankraum und wechselt noch ein paar Worte mit dem Wirt (Wichtig, da das Spiel sonst abstürzt!). Dieser ermahnt ihn, den Schlüssel seinem Besitzer zurückzugeben: Vergesst nicht Monsieur de Bandol seinen Schlüssel zurückzugeben.

Anschließend kehrt Faverolles in seine Wohnung zurück in der Hoffnung, La Perdrix dort anzutreffen und zu erfahren, was er bei seinem Bruder, dem Hydraulikingenieur ausgerichtet hat. Da er La Perdrix nicht am gewohnten Platz vorfindet, begibt sich Faverolles in die Küche und fragt die Köchin, die dort wie gewohnt am Tisch sitzt: Ist La Perdrix zurückgekehrt?

Köchin: Ja, aber ein Schweizer aus Bontemps hat sich nach Euch erkundigt. Während ich dem Schweizer Auskunft gab, ist La Perdrix verschwunden. Er hat hier irgendwo etwas für Euch versteckt, aber ich konnte nicht sehen wo.

Also sucht Faverolles sämtliche Behältnisse in der Küche ab, bis er schließlich einen Zettel in einem Topf findet, der sich im mittleren Fach des unteren Regals links neben der Tür befindet. Faverolles liest die Nachricht: Schlüssel – Prosperine entfernen (Clef enlevement de Prosperine). Die deutsche Übersetzung hilft an dieser Stelle leider nicht weiter, während der französische Originaltext dem Spieler auf die Sprünge hilft. Natürlich kann sich Faverolles nun auf die Suche nach Prosperine machen, er wird vermutlich auch einen Blick von ihr auf der Treppe der Königin erhaschen, ohne sie jedoch sprechen zu können. La Perdrix hat – wie wir bereits wissen, große Schwierigkeiten, Wörter richtig zu buchstabieren bzw. auszusprechen (siehe „Wrinz oder Winister), also meint er nicht Prosperine sondern Proserpina und damit die Statue im Kolonnadenhain (Raub der Proserpina = Enlèvement de Proserpine).

Faverolles eilt also zur Kolonnade und fühlt sich nach einem Gespräch mit dem Gärtner in seiner Vermutung bestätigt:

Faverolles: Ich suche eine junge Dame aus dem Gefolge der Marquise de Maintenon, Mademoiselle Prosperine. Kennt Ihr sie?

Gärtner: Nein. Aber vor 11 Uhr morgens kommt keine edle Dame hierher. Entweder pflegen sie ihre Schönheit oder sie sind mit dem König zur Messe.

Also begibt er sich zum Statuensockel und sucht den Boden ab. Tatsächlich findet er den Schlüssel, von dem La Perdrix schrieb.

Nachdem nun alle Gegenstände beisammen sind, die Bandol benötigt, eilt Faverolles zum vereinbarten Treffpunkt, dem Marais-Hain.

Dort erkundigt er sich bei dem Gärtner nach Bandol und folgt dann dem Weg durch das kleine Tor auf der rechten Seite: Habt Ihr vielleicht M. de Bandol gesehen?

Gärtner: Ja, ich habe gesehen, wie er auf die kleine Lichtung rechts nach dem Eisentor ging.

Der Wissenschaftler wartet schon voller Ungeduld auf unseren jungen Helden, der ihm als erstes seinen Schlüssel zurückgibt.

Bandol: Wo zum Teufel habt ihr gesteckt. Beinahe wäre mir der Geduldsfaden gerissen. Kommt, wir haben schon genug Zeit verloren.

Faverolles: Sprecht nicht so laut! Vergesst nicht, dass ich meine Karriere aufs Spiel setze, um Euch zu helfen.

Bandol: Richtig! Gelangt Ihr in die Passagen, müsst Ihr den Durchmesser der Röhren mit dem Tastzirkel und die Winkel der Gefälle mit der Wasserwaage messen. Gehen wir jetzt.

Faverolles eilt zum Tunneleingang, wird jedoch von Bandol darauf hingewiesen, dass im die Laterne rechts vor dem Tunneleingang sicherlich gute Dienste leisten wird.

Bandol: Habt Ihr nicht die Laterne vergessen, um Euch in den Tunneln zu leuchten?

Faverolles geht zurück und holt sich die Lampe, um dann endlich in das Röhrensystem zu steigen. (Wichtig: Jedes Mal, wenn Sie auf ein Rohr treffen, sollten Sie versuchen, die beiden Werkzeuge darauf anzuwenden. Nur so werden Sie unversehrt wieder hinausgelangen!)  Faverolles hält die Lampe in der Hand und geht auf den Eingang zu. Im Inneren geht er folgendermaßen:

 

1x geradeaus
nach links in den Gang
2 x geradeaus: Dort bemerkt er zwei Rohre. (nach rechts drehen) Er berührt das linke Rohr mit der Wasserwaage und folgt dann dem Gang, in dem das Rohr liegt.
  Im nächsten Raum liegen 2 Rohre
 Er berührt die Mitte des linken Rohres mit dem Zirkel , wendet sich nach rechts und geht dann durch die kleine Öffnung in der Wand vor sich (sieht wie ein Türeingang aus).

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In diesem Augenblick betritt eine Wache das unterirdische Röhrensystem. Faverolles berührt die Rohre mit der Wasserwaage in dem Raum, in den er gerade gelangt ist. In der folgenden Filmseqeunz sieht man Faverolles eine Steigleiter hinaufklettern in dem Versuch, sich vor der passierenden Wache zu verstecken. Sobald die Filmsequenz beendet ist, tickt die Zeituhr. Innerhalb kürzester Zeit muss unser junger Held aus dem Röhrensystem hinaus, da er sonst im auflaufenden Wasser ertrinkt. Das ganze System explodiert und setzt tosende Wassermassen frei.

Er eilt also auf dem schnellsten Wege:

 

1x geradeaus, dort wendet er sich nach links zur Wand (nicht zum Gang!) und
geht schräg rechts (Durchschlupf in der Wand) weiter;
im nächsten Raum wendet er sich ein wenig nach rechts. Dort befindet sich eine Steigleiter an der Wand.
Diese steigt er im letzten Augenblick hinauf, während unter ihm bereits die entfesselten Fluten toben.

 

Am Ausgang wird Faverolles bereits von einer Schweizer Wache erwartet, die unseren jungen Helden auffordert, den Brief auszuliefern, den er von Prosperine erhalten hat. Faverolles dankt dem Himmel, dass er den zweiten verräterischen Brief verbrannt hat und gibt der Wache Prosperines ersten Brief, worauf sich der Gardist zurückzieht.

Schweizer: Auf Befehl des Königs leert gütigst Eure Taschen! Ich muss den Brief beschlagnahmen, den Euch Mademoiselle Prosperine gab.

.... Genau danach habe ich gesucht.

Faverolles denkt: Uff! Zum Glück habe ich den anderen verbrannt. Dieser wird Madame de Maintenon gewiss amüsieren.

Ein paar Schritte weiter steht der Duc d’Arcueil, an den sich Faverolles nun sofort wendet. Er befürchtet das Schlimmste, muss aber zu seiner Überraschung feststellen, dass sich alles zum Besten gewendet hat: Edler Herzog, Monsieur de Bandol wurde von einem Schweizer aus Bontemps beobachtet, während ich in den Tunneln Messungen vornahm. Monsieur Monsard wird davon erfahren.

Duc d’Arceuil: Das ist unwichtig, weil die Arbeit dank Euren Bemühungen gut vonstatten ging, habe ich dem König heute morgen davon berichtet. Seine Majestät hat meinen Eifer gelobt, seine Leidenschaft für Wasserspiele zu befriedigen. Er wird Bandol allein das Privileg erteilen, die Maschinen zu bauen, die das Wasser anheben. Dank Euch ist mir der König wieder gewogen. Lasst uns De Torcy aufsuchen, er müsste jetzt aus der Ratssitzung kommen.

Faverolles hat es also geschafft, dem bei Hofe in Ungnade gefallenen Herzog dazu zu verhelfen, wieder in den Vorzug der Gunst Seiner Majestät zu gelangen. Als Dank wird in der Herzog als sein Fürsprecher bei Hofe dem Minister der Auswärtigen Angelegenheiten De Torcy vorstellen.

 

Faverolles eilt nun auf dem schnellsten Wege zum Schloss, zur Treppe der Königin, denn einer seiner größten Wünsche soll in Erfüllung gehen. Er steigt die prachtvolle Treppe empor, an deren oberen Ende er von De Torcy erwartet wird.

Auf dem ersten Treppenabsatz trifft er auf den Duc d’Arcueuil (kann nicht angesprochen werden). Ganz oben am Ende der Treppe steht De Torcy mit einem Dokument in der Hand. Faverolles versucht den Minister anzusprechen. In diesem Augenblick wendet sich der Herzog an De Torcy, um ihm Faverolles vorzustellen und ihn als einen wertvollen Diener des Hofes anzupreisen: Mein lieber Marquis, dies ist Monsieur Faverolles, von dem ich gesprochen habe. Der Junge könnte Euch von großem Nutzen sein.

De Torcy: Wir werden sehen.

Nachdem er sein Versprechen eingelöst hat und Faverolles bei Hofe eingeführt hat, verabschiedet sich der Duc d’Arcueil: Ich verlasse Euch nun. Da ich nun wieder in der Gunst Seiner Majestät stehe, gehe ich zum Petit Couvert. Jetzt wäre kein günstiger Zeitpunkt, durch Abwesenheit aufzufallen.

Eine der Lieblingsbeschäftigungen des Ministers ist das Entschlüsseln von Geheimcodes. Da er sich lieber selbst ein Bild von Faverolles Fähigkeiten machen will, beschließt er, dessen Befähigung mit Hilfe eines von ihm bereits entschlüsselten Dokuments zu testen. Er überreicht ihm das Schriftstück, das er gerade in der Hand hält und bittet ihn, dieses zu entschlüsseln: Der Brief wurde behandelt, aber er ist verschlüsselt. Die Chiffrierexperten haben ihn mir ohne Dechiffrierung zurück gegeben. Wollt Ihr es vielleicht versuchen?

 

In die Kästchen in der Mitte müssen die Schlüsselzahlen eingetragen werden. Sobald die richtige Schlüsselzahl hinter der jeweiligen Reihe eingetragen worden ist, erscheint auf der rechten Seite der decodierte Text.

(Die Zahlen sind in dem nebenstehenden Bild bereits eingetragen!)

Die 5 Reihen unterliegen unterschiedlichen logischen Gesetzen

1) Für die erste Reihe dient die Differenz zwischen den einzelnen Zahlen als Schlüssel:

    d.h. +3+2+3+2+3+2   (also 14 + 2 = 16)

2) In der zweiten Reihe werden die Zahlen untereinander addiert: : 1+2=3; 2+3=5; etc.

    (also 8+13=21)

3) In der dritten Reihe nimmt der Abstand zwischen den einzelnen Zahlen zu:

    +1+2+3+4+5 (also 18 + 6=24)

4) in der vierten Reihe gilt die gleiche Regel, nur beginnt der Abstand dieses Mal bei +2

    (+2+3+4+5+6, also 21+7=28)

5) In der fünften Reihe ist der Abstand zunächst +5, -4; dann wird er verdoppelt (+10,-8) und

    zum Schluss verdreifacht (+15, -12), also 19-12=07

 

Der Minister ist sehr angetan von Faverolles Fähigkeiten, zumal dieser ihm bei der Lösung des eigentlichen Problems behilflich ist, nämlich von wem die Nachricht stammt, die bereits dechiffriert wurde.

 

Aus Madrid, am 15. Mai 1700

Mein Herr, ich habe soeben erfahren, dass das Teilungsabkommen unterzeichnet worden ist. Ich benötige den Text, bevor der König es dem Kaiser anbietet. Ich werde am 26. dieses Monats nach Versailles kommen, um ihn bei Euch abzuholen.

Ergebenst P.

 

De Torcy: Ihr seid begabt. Ich hatte ihn bereits selber entschlüsselt - eines meiner Lieblingshobbies übrigens. Doch wer ist P.? Die Botschaft fiel uns ohne Empfängernamen in die Hände. Bis jetzt konnten wir nicht ausfindig machen, wem sie bestimmt ist.

Faverolles: Monsieur, vielleicht dürfte ich zu raten wagen. Könnte es die Gräfin von Perlitz sein?

De Torcy: Diese niederträchtige Frau! Warum bin ich nicht auf sie gekommen? Im Moment reist sie durch Frankreich. Ich weiß, dass sie sich gerade in Bondy aufhält. Ihr Auftritt bei Hof muss unbedingt verhindert werden. Ich werde einen Haftbefehl des Königs vorbereiten, um sie aufzuhalten. Ein Kurier wird ihn abliefern.

Da die Gräfin von Perlitz für ihre Reise durch Frankreich eine Sondergenehmigung des Königs besitzt, bedarf es der Tatsache einer direkten Bedrohung des Königreiches, um die Dame verhaften zu lassen. Für den Minister ist dieser Fakt durch den vorliegenden Brief geschaffen. Um seine Ergebenheit gegenüber der Krone unter Beweis zu stellen, bittet Faverolles darum, den Haftbefehl persönlich zustellen zu dürfen. Der Minister gibt ihm sämtliche Vollmacht und verspricht, unseren Helden dem König vorzustellen, sollte er den Auftrag erfolgreich erledigen.

Faverolles: Gebt mir den Auftrag, den Befehl persönlich abzuliefern, Herr Minister, um meine Ergebenheit zu beweisen.

De Torcy: Nun gut. Ich lasse Euch den Befehl in die Ecurie bringen, sobald er fertig ist. Sagt Boisseuilh, er soll Euch das beste Pferd im Stall geben und Euch die Lage der Zwischenstationen erklären. Wenn Ihr erfolgreich seid, stelle ich Euch Seiner Majestät noch heute Abend vor.

 

Faverolles eilt also zu den Grandes Ecuries (Ställen), um sich dort nach dem besten Pferd zu erkundigen. Im Hof wird er von Boisseuilh (rechts vom Eingang) empfangen, der wissen will, was Faverolles in die Ställe führt: Was habt Ihr hier zu suchen, Faverolles?

Faverolles erklärt Boisseuilh sein Anliegen, und da er im Auftrage des Königs handelt, stehen im nun alle Bediensteten hier in den Ställen zu seiner alleinigen Verfügung.

Faverolles: Ich bin in einer dringenden Angelegenheit des Königs unterwegs. Ich muss so schnell wie möglich nach Bondy.

Boisseuilh: Alle Männer der Ecurie stehen im Dienste des Königs und damit in Eurem.

Zunächst gilt es herauszufinden, welches das schnellste Pferd in den Ställen ist, da die Angelegenheit keinen Aufschub duldet. Faverolles dreht sich um und wendet sich an Golipeau, der links vom Eingang ein Pferd striegelt.

Golipeau: Ihr scheint es eilig zu haben, kann ich Euch helfen?

Faverolles: Auf Befehl des Königs, Golipeau, ich brauche Euer bestes Pferd!

Golipeau: Das da drüben neben dem Wagen.

Um ganz sicher zu gehen, dass Golipeau mit seiner Aussage Recht hat, vergewissert sich Faverolles noch einmal an Ort und Stelle.

Er begibt sich also zum Eingang zu den Ställen, wo ein Reiter steht, der mit dem Lesen eines Dokuments beschäftigt ist. Diesen befragt er erneut: Welches ist das beste Pferd in diesem Stall?

Reiter: Die englischen Rennpferde mit dem kurzen Schweif sind gewiss die schnellsten.

Als Faverolles ihm von seinem Auftrag im Dienste des Königs berichtet, ist der Reiter sofort bereit, ihm die Lage der Zwischenstationen zu erklären.

Faverolles: Ich muss so schnell wie möglich nach Bondy – auf Befehl des Königs.

Reiter: Ich bereite sogleich Eure Etappen vor.

Da Faverolles leider immer noch nicht weiß, welches Pferd genau er nehmen muss, sieht er sich weiter um. In der Mitte des Hofes erblickt er einen Mann und einen kleinen Jungen. Er geht auf den Jungen zu und erhält nun eine Antwort, die ihm weiterhilft: Zweifellos das Rennpferd mit der weißen Schnauze.

Ehe sich Faverolles nun daran macht, das Pferd, von dem der Junge sprach, zu satteln, begibt er sich zurück zum Hofeingang zu Boisseuilh und holt sich von ihm das von De Torcy vorbereitete Dokument.

Boisseuilh:  Hier ist der Befehl! 

Faverolles erhält einen versiegelten Brief und begibt sich zu den Pferden. Er klickt die Pferde an und steht nun vor der schwierigen Aufgabe das Pferd in der richtigen Reihenfolge zu satteln. (Zur Not kann man auf die Dokumentation zum Spiel zurückgreifen, in der die Abbildung eines fertig aufgezäumten Pferdes zu finden ist.)

 

1. Bürste: damit über den ganzen Körper fahren

2. Kamm: damit die Mähne und den Schwanz des Pferdes berühren ( klicken)

3. die Satteldecke auflegen

4. den Sattel auflegen

5. den Jagdkragen anlegen

6. den Halskettenverschluss an der herunterhängenden Schlaufe des Jagdkragens befestigen

7. die Sattelschnalle unten am Sattel anlegen (in Höhe des Steigbügels)

8. das Zaumzeug anlegen und   9. die Leine des Pferdes lösen

 

In der nachfolgenden Filmsequenz sieht man Faverolles in der Nacht nach Versailles zurückkehren und M. de Torcy die Nachricht überbringen, dass sein Auftrag erledigt worden ist:

Faverolles: Monsieur le Marquis, ich habe den Befehl persönlich abgeliefert. Hier bin ich wieder.

De Torcy: Gut, bleibt jetzt bei mir!

Jetzt erlebt Faverolles den Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. Die großen Doppeltüren öffnen sich und der König erscheint in Begleitung von Pagen und Leibwächtern und anderen Höflingen. Faverolles wird die immense Ehre zuteil, dem König vorgestellt zu werden.

De Torcy: Eure Majestät, würdet Ihr mir die Ehre gewähren, Euch Monsieur de Faverolles vorzustellen?

Ludwig XIV.: Monsieur, wir haben von Euren Verdiensten erfahren und wünschen, Euch unsere Gunst zu erweisen.

 

Nachdem er nun dem König vorgestellt worden war, hielt sich Faverolles nicht mehr einfach am Hof auf: er war „bei“ Hof. Zu seinen Pflichten als Kammerherr gehörte es beim täglichen

könglichen Lever und Coucher anwesend zu sein und stets in der Nähe des Königs zu bleiben, wohin sich dieser auch wenden mochte, um Befehle zu empfangen. Der König gab ihm oft Aufträge, die mit Spanien zu tun hatten. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wurde die Existenz des geheimen Teilungsabkommens bald allgemein bekannt In Spanien erfuhr man davon und brachte seine Entrüstung deutlich zum Ausdruck. Doch zum Glück für Spanien konnte sich der Kaiser nicht dazu durchringen, das Abkommen zu unterschreiben; in der Hoffnung, dass sein Sohn, der Erzherzog, als Erbe Carlos’ II genannt werden würde.

 

 

Faverolles gehörte nun zum Hof. Er war Kammerherr und erhielt seine Aufträge vom König persönlich. Faverolles ganzes Leben drehte sich nun um den König.

 

© Copyright Renate Pieper

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