1) Einleitung   6) Frühjahr 1700, 3. Tag
  2) Sommer 1699, 1. Tag   7) Frühjahr 1700, 4. Tag
  3) Sommer 1699, 2. Tag   8) Sommer 1700, 1. Tag
  4) Frühjahr 1700, 1. Tag   9) Sommer 1700, 2. Tag
  5) Frühjahr 1700, 2. Tag 10) Ende des Jahres 1700

 

 

Seit zehn Monaten ist Faverolles bereits im Dienste des Hofes und ist unter dem Gebäudeaufseher Mansart zum erfolgreichen Assistenten aufgestiegen. Dennoch ist es sein Herzenswunsch, diese Arbeit in den Gärten aufzugeben, da sie ihn von seiner Liebsten Elvira und seiner Heimat Spanien trennt.

Faverolles befindet sich im Kriegs-Saal, in dem er De Torcy, den Minister der Auswärtigen Angelegenheiten in ein Gespräch mit dem Marquis de Dangeau vertieft sieht. Der Herzog d’Arcueil gibt ihm ein Zeichen; also begibt sich Faverolles zu den Fenstern, wo er auf den Duc d’Arcueuil trifft, dem sein Vater bereits diente. Dieser verspricht ihm behilflich zu sein, falls Faverolles ihm einen Dienst erweist: Monsieur, Ihr seid noch nicht lange genug am Hof, um zu wissen, dass ich ein enger Freund M. de Torcys bin, dem Oberhaupt der Auswärtigen Angelegenheiten. Vor ein paar Monaten hörte ich Euch auf der Grande Ecurie der Hoffnung Ausdruck verleihen, Diplomat zu werden. Ich könnte Euch nützlich sein. Dafür verlange ich nur, dass Ihr den großen Wissenschaftler – M. de Bandol – in das Geheimnis unserer Springbrunnen einweiht.

Faverolles sträubt sich ein wenig, da er sich seinem Dienstherren Mansart verpflichtet fühlt: Edler Herzog, Ihr wisst, dass nun M. Monsard mein Dienstherr ist. Er ist derjenige, den M. de Bandol aufsuchen sollte.

Der Herzog vermag ihn jedoch schnell eines besseren zu überzeugen: Oh nein, M. Mansarts Zeit ist viel zu kostbar! Und ich bitte Euch, in dieser Angelegenheit äußerste Diskretion walten zu lassen. Ihr sollt es nicht bereuen.

Faverolles wendet sich also an M. Bandol, um von ihm in Erfahrung zu bringen, wie er dem Wissenschaftler behilflich sein kann. Dieser benötigt genaue Pläne der Wassersysteme:  Zunächst brauche ich die Pläne der hydraulischen Röhrensysteme und zwar sowohl jene, die das Wasser nach Versailles pumpen als auch jene, die es in den Gärten verteilen.

Also macht sich unser junger Held auf den Weg, die Wünsche von M. Bandol zu erfüllen. (umdrehen und zur Tür gehen, die zur Spiegelgalerie führt. Dort über die Karte in die Gärten). Die Kolonnade ist der einzige Ort in den Gärten, der Faverolles zu diesem Zeitpunkt offen steht. Dort trifft er auf den Wasserbauingenieur Tiquet, der ihm allerdings nicht sehr weiterhelfen kann, da er sehr beschäftigt ist:  Ihr braucht offenbar einen Hydraulikingenieur. Aber wir haben alle zu viel zu tun. Uns fehlt es an Personal. Also begibt sich Faverolles zum Ballsaal. Dort öffnet er zunächst die Pforte mit Hilfe des Schlüssels in seinem Gepäck und folgt dann dem Geräusch der Heckenschere. Er steigt die Treppe hinaus und spricht einen Gärtner an: Ich brauche ein Auskunft über die Wasserspiele! Könnt Ihr mir helfen?

Gärtner: Mein Meister könnte Euch helfen. Er ist zwar kein Hydraulikingenieur sondern Gärtner, doch seit er hier arbeitet, weiß er alles über die Brunnen.

Faverolles: Und wo finde ich ihn?

Gärtner: Um diese Zeit, das weiß ich nicht! Faverolles setzt seinen Weg fort und begibt sich nach Enkelados. Dort trifft er erneut auf einen Gärtner, der ihm mitteilt, an wen er sich wenden soll: Ich brauche eine Auskunft über die Wasserspiele! Könnt Ihr mir helfen?

Gärtner: Ich kenne nur den Meister M. Dupuis. Er ist im Marais, aber er ist kein Hydraulikingenieur. Auf dem schnellsten Wege begibt sich Faverolles nun zum Marais-Hain, wo er tatsächlich auf Monsieur Dupuis trifft. Dieser ist mit einer heiklen Angelegenheit – dem Setzen der Orangenbäume beschäftigt:

Dupuis: Ach! Jeden Mai müssen die Orangenbäume ins Freie gebracht werden. Das ist immer eine gewaltige Anstrengung, und ich habe nur Saisonarbeiter als Gehilfen. Sie verstehen nichts von kostbaren Bäumen. Ja, das ist richtig: ein Zitronenbaum, ein Orangenbaum, ein Granatapfelbaum.

Faverolles: Ich habe Euch gesucht, weil man sagt, dass Ihr über die Wasserspiele Bescheid wisst.

Dupuis scheint geschmeichelt, ist aber schon schnell wieder bei seinem gegenwärtigen Problem, dem  Pflanzen der Orangenbäume: All’ meine besten Gärtner sind in der Orangerie, und die anderen tragen Bäume zu den Grands Appartements. Der König wünscht sie überall sehen, doch sie gedeihen nicht in geschlossenen Räumen. Was habt Ihr gesagt?

Faverolles: Ich brauche die Pläne des hydraulischen Röhrensystems.

In diesem Augenblick wird Dupuis von einem Schweizer Gardeoffizier fortgerufen, da sich einer seiner Arbeiter verletzt hat: Kommt schnell, Monsieur, ein Gärtner hat sich beim Beschneiden der Bäume mit einer Hippe verletzt und ist von der Turmspitze der Kapelle gestürzt.

Dupuis bittet Faverolles, sich seines Problems anzunehmen und die Gärtner beim Aufstellen der Orangenbäume anzuleiten und zu beaufsichtigen: Übernehmt für mich! Dann gebe ich Euch die Dokumente, die Ihr braucht. Vergesst die richtige Reihenfolge nicht : ein Zitronenbaum, ein Orangenbaum, ein Granatapfelbaum. 

 

Faverolles sieht den Marais-Hain nun in Vogelperspektive und muss die Bäume laut der Anweisung von Monsieur Dupuis: ein Zitronenbaum – ein Orangenbaum – ein Granatapfelbaum – in einer dem Uhrzeigersinn entgegen laufenden Richtung richtig anordnen. (unten in der Mitte stehen die 3 Bäume, jeweils einen anklicken und an die richtige Stelle setzen)

Nachdem die Aufgabe erfolgreich erledigt worden ist, kehrt Monsieur Dupuis zurück, beglückwünscht ihn zu seinem Werk und verspricht ihm die gewünschten Papiere in den Gasthof zu bringen. 

 

 

Faverolles gibt ihm seine Adresse und kehrt in die Herberge zurück.

Dupuis: Na also, Ihr macht das gar nicht schlecht. Soll’ ich die Dokumente zu Eurer Herberge bringen?

Faverolles:  Zur Grand Commun. Lebt wohl, Monsieur und vielen Dank!

Dort angekommen, wendet er sich sofort den Unterlagen auf dem Tisch zu. Zunächst einmal liest er die Botschaft, die ihm Monsieur Dupuis hinterlassen hat: Lieber Faverolles. Hier ist die Mappe, die ich Euch versprochen habe. Ordnet die Dokumente in die richtige Reihenfolge, bevor Ihr sie studiert.

 

Dann öffnet er die Mappe und nimmt ein Dokument nach dem anderen an sich (siehe Inventar). Anschließend beginnt er die Unterlagen nach bestimmten Gesichtspunkten zu ordnen: Wasserversorgung – Verteilung – Röhrensystem. (Um die Kategorien besser zu verstehen, sollte man die dem Spiel beigefügte Dokumentation zu Rate ziehen.)

 

Sobald die Aufgabe erledigt worden ist, beschließt Faverolles noch etwas frische Luft zu schnappen. Als der die Zimmertür öffnet, trifft er auf Monsieur de Bandol, der auf dem Weg zu ihm ist. Dieser kann es kaum erwarten, die Ergebnisse auszuprobieren und vereinbart einen Termin mit Faverolles für den nächsten Morgen.

Bandol: Wo habt Ihr denn gesteckt, mein junger Freund.

Faverolles: Ich habe den ganzen Nachmittag gearbeitet.

Bandol: Gut Ihr werdet mir alles zeigen. Doch zunächst hört mir gut zu. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass ich persönlich das Wasser in einen Hain leite.

Faverolles: Das wird nicht einfach sein. Am besten wäre wohl die Kolonnade, aber...

Bandol: Ich werde morgen früh um 10 Uhr in der Kolonnade sein. Gehen wir jetzt an die Arbeit!

 

© Copyright Renate Pieper

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