Einleitung
1) 1. Tag (20. August 79) 3) 3. Tag (22. August 79)
2) 2. Tag (21. August 79) 4) 4. Tag (23. August 79)

Der Tag beginnt im Haus des Cithara-Spielers vor dem Hausaltar, wo Popidius wieder einmal um Adrians Hilfe bittet (Popidius ansprechen). Für die Feierlichkeiten der Vulcanalia benötigt er dringend ein seltenes Gewürz mit dem Namen Sylphium. Des weiteren sucht er für die Unterhaltung seiner Gäste einige Komödianten, die bei dem Fest auftreten sollen:  

 

Mein lieber Adrian, ich werde dich und deine schlauen Ideen wieder einmal brauchen. Wir feiern heute Vulcanus, aber um das Bankett im Anschluss an die Opfergabe ist es sehr schlecht bestellt. Du kennst wohl dieses Fest gar nicht. In Gallien wird es sicher nicht gefeiert. Hier wie in Rom übergeben wir an der Opferstätte einige kleine Fische dem Feuer, die von den Flammen völlig verschlungen werden. 

Auf Adrians Fragen hin, erläutert Popidius die Bedeutung des religiösen Rituals: Einige sagen, dass jeder Fisch für das Leben eines der Bewohner des Hauses stehe, und wir somit vor den Flammen sicher seien. Für mich sind diese symbolischen Spekulationen unnütze Rederei. Wichtig ist, dass wir gemeinsam unsere Freundschaft und unser Vertrauen in die Gerechtigkeit der Götter feiern. Mein Koch, ein wahrer Künstler, ist nicht bereit, ein Rezept zuzubereiten, wenn er nicht über alle dafür notwendigen Zutaten verfügt. Er schmollt in seiner Küche und hat noch nicht einmal den Kocher abgestellt. All' das läuft auf eine kulinarische Katastrophe hinaus.

 

Adrian: Was hast du für das Fest geplant? 

Popidius: Das ist es ja eben. Nichts läuft so, wie ich es wollte. Ich möchte ein ganz bestimmtes Gericht, und mein Koch weigert sich, es zuzubereiten, unter dem scheinheiligen Vorwand, dass man kein Sylphium mehr finde. Ich weiß auch noch gar nicht, wie ich meine Gäste unterhalten soll. 

Adrian versucht noch etwas mehr über das erforderliche Gewürz in Erfahrung zu bringen: Sylphium, was ist denn daran so Besonderes? 

und erfährt von Popidius, dass es nahezu unmöglich ist, heutzutage noch Sylphium in Pompeji zu finden: Oh, dabei handelt es sich um einen exotischen Strauch. Aus dessen Saft wird ein sehr seltenes und wohlduftendes Gewürz gewonnen, der Lasa. Noch vor wenigen Jahren wurde es in kleinsten Mengen aus Libyen importiert, aber inzwischen ist es völlig verschwunden - einfach in Luft aufgelöst. Niemand weiß warum. Oh, Adrian, versuche mir welches zu finden! 

Bevor er sich auf die Suche nach den gewünschten Dingen macht, versucht Adrian, noch einige Einzelheiten den zweiten Auftrag betreffend in Erfahrung zu bringen: Was für eine Art von Unterhaltung wolltest du deinen Gästen bieten? 

Popidius schwärmt von einer Aufführung der "Medea", die er vor kurzem gesehen hat. Er bittet Adrian, die Schauspieler zu finden und für ihn zu engagieren: Ich habe die Tragödie während der unlängst vom Stadtrat organisierten Spiele gesehen. Die Schauspieler waren echt gut. Ich war gerade von der Rolle der Amme sehr begeistert. Die Truppe ist wohl noch immer in der Stadt und gibt Vorstellungen bei reichen Bürgern. Wenn sie noch immer hier sind, könntest du sie vielleicht fragen?

 

Adrian macht sich also auf den Weg, um Popidius' Wünsche zu erfüllen. Zunächst muss er jedoch einmal in Erfahrung bringen, wo er die gewünschten Dinge finden kann. Vielleicht kann ihm ja Locusta, die Zauberin mit dem Sylphium weiterhelfen. Dazu müsste er jedoch wissen, wo sich die Magierin zur Zeit aufhält. Adrian wendet sich nach rechts, geht einen Schritt geradeaus, dreht sich nochmals nach rechts, macht einen weiteren Schritt geradeaus und wendet sich zu dem dreifarbigen Vorhang , der sich linkerhand befindet. Er geht hindurch und gelangt in den Raum mit der Truhe. Diesen durchquert er und verlässt das Haus des Cithara-Spielers durch die Tür. Auf der Straße wendet er sich nach rechts und geht einmal geradeaus.

 

Dort wird er plötzlich von dem Arbeiter angesprochen: He du, du geborener Händler! Warte doch! 

Adrian dreht sich um und sieht sich dem Mann gegenüber, der ein dringendes Anliegen zu haben scheint: Sei gegrüßt! 

Adrian versucht es mit einem Scherz: Was ist denn? Ist deine Frau dir böse, weil du ihr Parfüm geschenkt hast? Ich fühle mit dir, muss dann jedoch erfahren, dass der Mann ernsthafte Probleme mit seinem Esel hat, der sich auf die faule Haut gelegt hat. Der Arbeiter möchte das Tier unbedingt loswerden:

Wenn es nur das wäre. Nein, es handelt sich um meinen Esel. Der weigert sich zu arbeiten, seitdem du ihn in ein Ladenschild umgewandelt hast. Außerdem ist der Stadtrat wegen dieser ganzen Geschichte schlecht auf mich zu sprechen. Ich lasse dich nicht eher los, bis du jemanden gefunden hast, der meinen Esel kauft. 

 

Adrian überlegt ein wenig und kommt zu dem Entschluss, dass er vielleicht den Esel kaufen sollte, um für die Flucht ein passendes Lastentier zur Verfügung zu haben. Er erklärt sich also bereit, dem Arbeiter den Esel abzukaufen: Dein Esel ist ein Genie, und du willst ihn verkaufen. Du würdest viel mehr verdienen, wenn du ihn in der Öffentlichkeit ausstellst. Aber da du darauf bestehst - hier hast du das Geld für dein Tier. 

Adrian ist nun also stolzer Besitzer eines Esels und der Arbeiter zieht zufrieden von dannen: Mmhm, dann ist es ja gut. Wir haben uns nichts mehr zu sagen, und außerdem habe ich viel zu tun!

 

Nach diesem Handel wendet sich Adrian nach links, geht dreimal geradeaus und begibt sich in die Taverne von Dionysos (nach rechts zur Tür drehen). Vielleicht kann er ja hier etwas mehr über die Dinge erfahren, nach denen er sucht. Wie immer begrüßt ihn der Wirt sehr freundlich: Ah, was für eine Freude! Ich habe mich schon gewundert, dich solange nicht zu sehen. Welche neuen Abenteuer gibt es denn zu erzählen?

 

Adrian wendet sich vertrauensvoll an Dionysos und bittet um Rat: Heute bin ich auf der Suche nach etwas ganz Seltenem. Ich suche Sylphium, so wie Diogenes einen Mann suchte, habe jedoch noch nicht einmal eine Lampe.  

Der Wirt reagiert verwundert auf dieses Ansinnen: Sylphium?  Bei Bacchus! Es wäre leichter, du würdest einen Greifen mit drei Köpfen suchen! Viel Glück und gib' die Hoffnung nicht auf! 

Mit dem Sylphium kann ihm der Wirt also nicht weiterhelfen, vielleicht steht es ein wenig besser mit den Komödianten, die Popidius für sein Fest sucht. Adrian fragt also erneut: Sag' mal, du weißt doch zu leben und kannst mir bestimmt raten. Wen könnte ich heute Abend zur Cena von Popidius bitten, um dessen Gäste zu unterhalten?

 

Der Wirt hat zwar einen Vorschlag, glaubt jedoch nicht, dass dieser dem Ehrenmann Popidius gefallen wird: Was für eine Frage! Mir mangelt es natürlich nicht an Ideen, aber ich glaube nicht, dass die dem lieben Popidius gefallen. Er ist ein so anständiger Mensch. Dort ganz hinten im Saal sitzt ein lustiges Mädchen, dem es eine wahre Freude wäre. Sie singt nach dem Essen und tanzt mehr oder weniger nackt zwischen den Betten des Banketts. 

Ehe Adrian seine Suche fortsetzt, warnt er den freundlichen Wirt noch von der drohenden Gefahr durch den Vesuv und bittet ihn, die Stadt rechtzeitig zu verlassen: Weißt du, Dionysos, du solltest ein bisschen die Stadt verlassen morgen. Eine schlimme Katastrophe... 

Der Wirt jedoch schenkt seinen Worten keinen Glauben, da Fructus bereits mit demselben Anliegen vor kurzem in der Taverne aufgetaucht ist: ... die uns bedroht, ich weiß, und das Ende ist nahe. Ach, Fructus hat dich überzeugt. Ich verstehe. Er ist vorhin vorbeigekommen, damit ich mit meinen Kunden darüber spreche, und dann ist er davongelaufen. Der Arme! Helvius ist ihm auf den Fersen! Er sollte sich heute lieber ganz klein machen. 

Adrian versucht von Dionysos nun ebenfalls in Erfahrung zu bringen, wo sich Fructus befindet: Wo ist er denn hin?  

Der Wirt weiß es jedoch nicht: Ich habe keine Ahnung. Aber mach' Dir keine Sorgen. Unser Fructus zieht sich schon aus der Affäre!

 

Adrian muss feststellen, dass er hier nichts ausrichten kann. Er begibt sich also in den hinteren Saal auf der Suche nach weiteren Informationen. Dort findet unser junger Held den Gladiator Pyramus vor, der einige Probleme mit dem Stadtrat wegen der Sache mit Fructus hatte, sich jedoch deswegen nicht weiter beunruhigt: He, sei gegrüßt Pyramus. Hast du dich von unseren Abenteuern inzwischen erholt? 

Pyramus: Ja, es ist alles in Ordnung. Der Stadtrat wollte mich zum Reden bringen., aber ich habe alles abgestritten. Ich muss mich aber eine Zeitlang bedeckt halten, zumindest bis zu den nächsten Kämpfen im Amphitheater. Ein oder zwei Siege, und alles ist vergessen. Schließlich sucht niemand Streit mit einem vom Volk umjubelten Helden der Arena! 

Adrian nutzt die Gelegenheit und bittet auch Pyramus um Hilfe bei seiner Suche nach dem Sylphium: Kannst du mir nicht helfen, etwas Sylphium zu finden?  Pyramus scheint jedoch keinerlei Ahnung zu haben: Sehe ich aus wie ein Sylphiumhändler mit gelbem Teint und krummen Beinen? Adrian gibt noch nicht auf und bittet ihn, sich für die Unterhaltung der Gäste des Popidius zur Verfügung zu stellen: Popidius gibt heute Abend ein Fest! Könntest du uns nicht ausnahmsweise eine Kampfparodie vorführen?  Pyramus ist jedoch auch von diesem Gedanken nicht sehr angetan: Du bist ja verrückt! Ich bin doch kein Schauspieler! Ich trete im Amphitheater auf und nicht auf mondänen Festen! 

Bevor Adrian geht, warnt er den Gladiator noch vor der bevorstehenden Gefahr des Vulkanausbruchs und fordert ihn zur gemeinsamen Flucht auf: Hör zu! Ich muss die Stadt heute Nacht verlassen. Es werden keine Spiele mehr stattfinden. Morgen ist die ganze Stadt tot. Komm' zu Popidius heute Abend, und dann können wir zusammen fliehen! 

Pyramus ist einverstanden: Weg aus dieser Stadt der Kämpfe fliehen? Wo ich nie weiß, ob ich lebend aus der Arena komme oder mit den Füßen zuerst hinaus geschleift werde, nachdem ich im Staub umgekommen bin. Endlich weg von meinen Verträgen und dem schrecklichen Aufseher meiner Kaserne! Ich habe dank der Prämien recht viel Geld zusammenbekommen. Ich werde eine Herde kaufen, eine Lebensgefährtin, und in aller Ruhe in den Hügeln meiner Kindheit leben. Das ist beschlossene Sache: ich komme mit dir mit!

 

Nachdem es hier in der Taverne nichts mehr zu tun gibt, verlässt Adrian die Kneipe und begibt sich zu Ascula, die eine gute Freundin von Locusta zu sein scheint und ihm vielleicht helfen kann, diese aufzuspüren. Adrian wendet sich nach links und geht vier Schritte geradeaus, wo er sich nach rechts zu Asculas Parfümladen dreht. Er spricht die Händlerin an und erkundigt sich nach ihren Geschäften: Sei gegrüßt, liebe Ascula, wie stehen denn deine Geschäfte? 

Da der Esel inzwischen auch vor dem Parfümladen aufgetaucht ist, stellt sich Adrian der Ladeninhaberin als stolzer neuer Besitzer des Esels vor: Ich möchte mich vorstellen. Ich bin der neue Besitzer deines Geschäftspartners mit den langen Ohren! 

Ascula: Mmhm, dieser Esel hat es dir ja wirklich angetan. Meinen herzlichen Glückwunsch! Womit kann ich dir denn heute morgen dienen? 

Adrian erkundigt sich bei ihr nun ebenfalls nach dem Sylphium, welches Popidius händeringend sucht: Ich suche ein seltenes Gewürz, Sylphium! Ascula erkennt das Problem und rät unserem Helden, sich bei Locusta danach zu erkundigen: Heutzutage Sylphium zu finden - das ist wirklich Sysiphus-Arbeit! Hier gibt es schon seit Jahren keines mehr! Wende dich doch an Locusta. Vielleicht hat sie noch ein kleines Töpfchen, das sie für die Zubereitung ihrer Drogen aufbewahrt hat! 

Adrian versucht nun, etwas über Locustas Aufenthaltsort in Erfahrung zu bringen: Weißt du, wo ich Locusta heute Morgen treffen kann? 

Ascula ist sich nicht absolut sicher, weiß aber, dass Locusta am Morgen zum dreieckigen Forum gegangen ist: Nein, nicht wirklich! Ich habe sie ganz früh gesehen, als sie sich zum Dreieckigen Forum begab

Adrian erkundigt bei abschließend bei Ascula noch nach den Schauspielern: Kennst du die Schauspieler, die vor kurzem die Tragödie aufgeführt haben? Weißt du, wo sie sind? 

Ascula: Weißt du, das ist eine Wandertruppe, die kommt und geht und überall, wo man sie benötigt, ihre Zelte aufschlägt. Wenn sie nach Pompeji zurückgekommen sind, dann üben sie sicher im Theater unter der Aufsicht des Stadtrats! Sie haben keinen anderen Ort, um ihre tägliche Gymnastik und ihre Stimmübungen zu absolvieren. 

Ascula erzählt ihm, dass der Stadtrat die Schauspieler überwacht, die täglich im Theater am dreieckigen Forum proben. Adrian ist die Rolle, die der Stadtrat dabei spielt, nicht ganz klar und er bittet Ascula, ihm mehr darüber zu erzählen.  Die Parfümhändlerin hat einige interessante Dinge zu berichten: Mhm, die Stadträte sind verantwortlich für die öffentliche Ordnung, und die Schauspieler werden immer von einer ganzen Gruppe von Verehrern oder Verehrerinnen verfolgt, die am Ausgang des Theaters auf sie warten. Darunter gibt es bedeutende Damen, und das sind sogar die verrücktesten. Sie schreien und fallen in Ohnmacht, wenn ihr Lieblingsschauspieler mit seinem schrillen Solo loslegt. Der Stadtrat gebietet daher dem würdevollsten der Gruppe nach Hause zu gehen, um nicht ihrem Stand und Talar Schande zuzufügen. So lautet das Gesetz. 

Ehe sich Adrian von Ascula verabschiedet, warnt er auch sie noch vor der Gefahr des Vulkanausbruchs: Hör zu, ich kann dir zwar keine Erklärung geben, aber du solltest meinen Rat annehmen. Verschwinde heute Abend aus dieser Stadt und bleibe einige Tage weg. 

Ascula begreift den Ernst der Lage leider nicht: Durch den Umgang mit Fructus übst du dich nun ebenfalls in Prophezeiungen. Ich kann doch meinen Laden nicht einfach aufgeben, aber ich werde darüber nachdenken!

 

Adrian folgt Asculas Rat und begibt sich zum Dreieckigen Forum, wo er Locusta vielleicht antreffen kann, um mit ihr über das Sylphium zu sprechen. Er begibt sich zu der Stelle in der Straße des Tempels der Isis, wo er Locusta beim ersten Mal angetroffen hat (vor Asculas Geschäft nach rechts drehen, einen Schritt geradeaus, denn nach rechts in die Stabiastraße einbiegen, auf dieser zwei Schritte geradeaus gehen, dann wieder nach rechts abbiegen in die Straße des Tempels der Isis und erneut zwei Schritte geradeaus, dort nach links zur Säulenhalle drehen, durch die bläuliche Öffnung in der Mitte hindurch). Adrian betritt den Platz. 

Dort begibt er sich zu den Ruinen des Tempels in der Mitte des Platzes (3x geradeaus), wo er die Zauberin tatsächlich antrifft: Locusta, was machst du denn hier?

  

Locusta verlangt nach einem Ast von dem Baum, der sich hinter Adrian befindet: Ich brauche einen Ast von diesem Baum und kann ihn nicht erreichen.

Adrian blickt sich um und entdeckt schließlich auf den Stufen, die zum Tempel führen ein paar Steine. Er hebt einen der Steine auf, um ihn in den Baum hinter sich zu werfen und so einen Ast herunterzuholen. Man sollte das Spiel auf jeden Fall an dieser Stelle abspeichern, da Adrian, als er den Stein an sich nimmt, eine giftige Schlange freisetzt, die sich darunter schlafen gelegt hat. Wenn unser Held an dieser Stelle nicht schnell genug handelt, wird er von der Schlange gebissen, und das Spiel ist zuende. Es bleibt unserem Helden nur wenig Zeit, den Stein in den Baum zu werfen und den heruntergefallenen Ast vom Boden aufzuheben, um damit die Schlange einzufangen.

 

Die Schlange befindet sich immer noch auf den Treppenstufen, dort, wo Adrian den Stein aufgehoben hat. Adrian berührt diese Stelle mit dem Stab, die Schlange umschlingt daraufhin den Ast, doch die Gefahr ist noch nicht vorbei. Adrian muss die giftige Natter so schnell wie möglich loswerden. 

 

Dazu wendet er sich nach rechts zu den Kolonnaden (hinter sich) und wirft das Reptil soweit wie möglich von sich (Säulengang mit dem Stab anklicken).  

(Ich habe das Spiel gespeichert, mir den Baum genau angesehen, um die richtige Stelle ausfindig zu machen und wurde natürlich von der giftigen Schlange gebissen. Dann habe ich den Spielstand geladen,  den Stein genommen, ihn auf den Ast geworfen, den Ast aufgehoben, und die Natter in Richtung Säulengang links vom Baum geschleudert.) 

Nachdem Adrian den Kampf mit der Schlange erfolgreich bestanden hat, überreicht er der Magierin den gewünschten Ast.

 

Adrian nutzt nun die Gelegenheit, Locusta nach dem Sylphium und den Schauspielern zu fragen: Locusta, ich brauche dich und deine Beziehungen in dieser Stadt. Weißt du, wo ich Sylphium finden kann?  

Locusta: Mmhm, Sylphium ist eine wirkliche Rarität, mein lieber Adrian, und in Pompeji sehr viel schwerer aufzufinden, als ein schönes Mädchen namens Sophia. Es gibt weder Sylphium noch Lasa in der ganzen Stadt außer einem kleinen Töpfchen, das die Isis-Priester sorgfältig aufbewahren. Ich weiß, dass früher ein Priester des Tempels regelmäßig welches kaufte und sicher nicht, um damit zu kochen! Der Tempel wurde zerstört und wieder aufgebaut. Aber ich glaube, dass noch ein wenig im Ekklesiasterion versteckt ist.

 

Adrian weiß nun zumindest, dass er vielleicht im Isis-Tempel auf seiner Suche nach dem seltenen Gewürz fündig werden kann, sieht jedoch ein großes Problem darin, dass ihn der Priester dort bereits kennt: Dann bin ich ja auch nicht viel weiter gekommen. Ich bin kein Eingeweihter und gehe nicht in den Tempel. Der Priester kennt mich bereits, und ich werde große Mühe haben, seine Wachsamkeit zu umgehen.

Locusta verspricht ihm zu helfen, und ihm ein Stück Papyrus zu geben, damit er den Priester ablenken kann, wenn Adrian schwört, ihr und ihrem Sohn Fructus bei der Flucht aus der Stadt zu helfen: Das wird nicht einfach sein. Du musst in das Ekklesiasterion hinein, ohne dass dich der Priester sieht. Dann hast du nur wenige Minuten Zeit, um das Sylphium zu finden. Ja schon, er kennt dich, und er ist nicht auf den Kopf gefallen. Aber ich kenne ihn schließlich auch. Nun, um dir zu helfen, gebe ich dir ein Papyrus mit aber unter einer Bedingung. Schwöre mir, dass du eine Möglichkeit findest, damit wir, mein Sohn und ich die Stadt verlassen können, und dass du uns einige Tage lang unter die Arme greifst. Schwöre es mir, indem du Venus und sämtliche Götter als Zeugen aufrufst, dass sie dich unter schlimmsten Qualen umkommen lassen, wenn du dein Versprechen brichst. Los schon. 

Adrian leistet den Schwur: Dass Venus mich und Sophia unter schlimmsten Qualen umkommen lässt, wenn ich mein Wort nicht halte. 

Daraufhin überreicht ihm Locusta das Stück Pergament, von dem sie bereits sprach: Das hier ist ein Fragment des Buches von Hermes, wahrscheinlich des dritten. Das sollte den heiligen Sekretär doch sehr interessieren. Sag' ihm jedoch nicht, wie du dazu gekommen bist. Erwähne ja nicht meinen Namen. 

Unser Held sieht nun eine echte Chance, im Tempel der Isis an das seltene Gewürz zu gelangen, indem er den Priester mit Hilfe von Locustas Papyrusdokument vorübergehend beschäftigt und so vielleicht unbemerkt in das Ekklesiasterion gelangen kann, wo sich noch etwas Sylphium befinden soll. Adrian spricht die Magierin nun noch auf Fructus, ihren Sohn, an: Hör zu, ich mache mir große Sorgen um Fructus, wo kann ich ihn finden? Locusta berichtet, dass sie Fructus bei Sotericus, dem Bäcker versteckt hat. Adrian erfährt des weiteren von Fructus' Ambitionen als Schauspieler: Locusta wacht über ihn. Ich habe ihn schon im Morgengrauen zu Sotericus geschickt. Ohne dich wäre er noch immer an die Mauer gekettet und  vom Niesswurz völlig benommen.  Er darf sich jedoch heute nicht in der Öffentlichkeit zeigen. Daher darf er vor allen Dingen nicht erfahren, dass die Gaukler heute im Theater üben. Diese Schauspieler haben während der letzten Sühnespiele des Stadtrats Medea aufgeführt. Fructus verfällt in Trance, sobald er Schauspieler sieht. Als er klein war, habe ich ihn in eine Schauspielschule gegeben. Er hatte das Zeug zum Deklamator - eine schöne kräftige und tiefe Stimme - , aber er hat aufgeben müssen. Ich hatte für ihn auf eine Karriere als Tragöde, auf Ruhm, Geld und reiche Beschützer gehofft. Der Lehrer hat ihn jedoch nicht behalten wollen. Es mangelte ihm an Geduld und Konzentration. Fructus konnte die langen Sitzungen mit Atemgymnastik nicht aushalten. Jedes Mal gingen im die Nerven durch. Aber dieser Traum hat ihn nie verlassen.

 

Mit diesen wertvollen Informationen verlässt Adrian die Zauberin und begibt sich hinüber ins Theater, wo laut Locustas Auskunft die Schauspieler mit den Proben beschäftigt sind. Adrian dreht sich um, geht einen Schritt geradeaus in Richtung Kolonnaden, wendet sich erneut nach rechts, wodurch er in den Säulengang gelangt.

 

Hier macht er weitere fünf Schritte geradeaus, wo er schließlich auf den Stadtrat Helvius trifft, der im den Zugang zum Theater versperrt und offensichtlich seine Leute hier postiert hat, um Fructus aufzulauern: Schau an, das ist doch der Freund von Secundus, der junge Gallier, der die ganze Stadt mit seinen phantastischen Abenteuern in Atem hält. 

Adrian übergeht die Anspielung einfach und tut völlig unbekümmert: Sei gegrüßt, Stadtrat. Mir geht es wie dir. Ich schaue zu gern den Übungen dieser Tragöden zu. Sie haben ganz außerordentliche Stimmen und geben so seltsame Töne von sich, als ob sie aus dem Jenseits kämen. Man könnte glauben, die Stimme von barbarischen Göttern zu hören.

 

Stadtrat Helvius fällt zunächst darauf herein, erkennt jedoch dann in Adrian den Unruhestifter vom Vortag: Endlich ein Gallier, der auch Ästhet ist und schöne Stimmen zu schätzen weiß. Aber ich kenne dich doch, du stiftest überall Unruhe. Also wäre es besser, du kehrtest zu deinem Gastgeber Popidius zurück. 

Adrian versucht seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen: Ich suche Sylphium, und ich... 

Helvius: Und das im großen Theater. Ach wirklich? Und warum pflückst du keine Rosen im Krater des Vesuvs. Du bist ja noch verrückter als Fructus. Nimm' besser ein kaltes Bad in den Thermen! 

Adrian nimmt einen weiteren Anlauf, den Stadtrat von seinen lauteren Absichten zu überzeugen: Aber Popidius schickt mich ja gerade. Ich soll die Schauspieler treffen, da er sie möglicherweise engagieren will. Sag' deinen Männern, sie sollen mich durchlassen. 

Helvius: Diese Leute stehen unter meinem Schutz. Ich habe sie hierher kommen lassen, und ich verbiete dir, sie zu stören. Popidius kann warten. 

Adrian greift schließlich zu einer List, um endlich ins Theater zu gelangen, indem er behauptet, Fructus gesehen zu haben: Hör zu, anstatt mir den Weg zu versperren, solltest du lieber die Einwohner vor den Gefahren warnen, die sie bedrohen! 

Helvius:  Nun geht das schon wieder los, immer wieder neu! Ist Hartnäckigkeit etwa dein einziger Vorzug? Mich soll der Blitz Jupiters treffen, wenn ich dich in dieses Theater eintreten lasse! 

Adrian: Hör zu lieber Stadtrat, du irrst dich in mir. Ich wollte dir sagen, dass ich Fructus gesehen habe und...  

Bei diesen Worten wird Helvius hellhörig, ruft seine Männer zusammen und begibt sich auf die Verfolgungsjagd: Fructus, wo? 

Adrian: Dort hinten, auf dem Forum

Helvius: Ach ja, das ist ja schrecklich. 

Helvius zieht seine Leute ab und der Weg ins Theater ist frei.

 

Adrian betritt den Raum, dreht sich zurück nach links zur Tribüne, wo er auf den Stufen eine Maske und einen Mantel findet. Adrian wendet sich wieder nach rechts, geht einen Schritt geradeaus zur anderen Seite der Tribüne und nimmt eine Capsa (Textrolle) an sich. Dann dreht er sich um und geht schräg rechts zur Bühne, wo er etwas links davon die Stufen hinaufsteigt. 

Hier oben macht unser Held die Bekanntschaft von  Pylades, dem Leiter der Theatertruppe, der seiner Verzweiflung lautstark Luft macht. Pylades ist völlig am Boden zerstört, weil einer seiner Hauptdarsteller die Truppe wegen einer Frau im Stich gelassen hat: Publius, du. bist... Ach, du bist nicht Publius, Schande und Verzweiflung. 

 

Adrian erkundigt sich nach diesem Publius, von dem Pyladus spricht und erfährt, dass es sich dabei um den Schauspieler handelt, dessen Verschwinden Pylades nicht verwinden kann: Leider..., ich bin Adrian, Gast von Popidius und fremd in dieser Stadt. Wer ist Publius? 

Pylades: Ach, ach, Publius ist einer meiner Gaukler, oder war es zumindest. Er ist nach der Vorstellung verschwunden. Eine Witwe, die eine Villa in Capri besitzt, hat ihn noch am gleichen Abend entführt. Sie wollte ihn als Zierde ihrer Feste, damit er ihr mit seiner verwirrenden Sopranstimme beim betäubenden Duft der Rosen und des Jasmins vorsingt. 

Adrian versucht ihn zu trösten und meint, dass man den Tragöden doch sicher ersetzen könne: Da brauchst du doch aber nicht so niedergeschlagen sein. Dein Publius muss sich doch irgendwie ersetzen lassen. 

Pylades: Publius ersetzen - mit seiner Stimme einer Sirene. Wer könnte jemals so spielen wie er? Wer könnte so wie er das gesamte Theater mit dem zu Herzen gehenden Worten einer verzweifelten Amme ausfüllen. Was für eine Schande, welche Verzweiflung! 

Als Adrian den Leiter der Theatertruppe dann noch bittet, am heutigen Abend mit seinen Schauspielern vor Popidius' Gästen aufzutreten, 

Ich möchte dir im Namen meines Gastgebers, des ehrenwerten Popidius anbieten, heute Abend vor seinen Gästen zu spielen. Er würde... gerät Pylades angesichts dieses verlockenden Angebotes noch mehr in Verzweiflung: Heute Abend? Ach! Ich weiß doch noch nicht einmal, wie ich meine eigene Truppe wieder zusammenstelle! Wie kann ich denn meine eigene Rolle als Medea ohne eine Amme spielen? Oh nein, das ist zuviel für mich! Ich bin vom Pech verfolgt.

Adrian überlegt, wer für den abhanden gekommenen Schauspieler einspringen könnte und plötzlich fällt ihm Fructus ein, von dessen schauspielerischen Qualitäten seine Mutter, Locusta, so sehr geschwärmt hat. Vielleicht sollte er einmal der Bäckerei von Sotericus in der Straße des Überflusses einen Besuch abstatten, wo sich laut Locusta Fructus ja verstecken soll. Adrian verabschiedet sich von Pylades und bittet ihn, an Ort und Stelle zu warten, bis er zurückkommt: Hör zu, du darfst nicht verzweifeln. Ich kenne da vielleicht jemanden, bleib hier!  

Pyladus: Wo soll ich denn sonst hin, außer mich von einer hohen Mauer stürzen? 

 

Adrian verlässt das Theater (Stufen zur Bühne hinuntersteigen, nach links drehen und Theater durch die Tür verlassen) und beschließt, zunächst den Tempel der Isis aufzusuchen, dessen Eingang sich hier in der Straße befindet. Locusta hatte ihm ja gesagt, dass er dort vielleicht das gesuchte Sylphium erhalten könnte. Adrian verlässt den Platz des dreieckigen Forums (nach rechts drehen, geradeaus gehen, dann links und noch einen Schritt geradeaus) und kehrt zurück auf die Straße. Dort wendet er sich nach rechts, geht einen Schritt geradeaus und dreht sich dann rechts zu der Tür, die in den Tempel der Isis führt. Er versucht, den Tempel zu betreten, muss jedoch feststellen, dass die schlaue Locusta offensichtlich vorgesorgt hat. Der Zugang bleibt ihm verwehrt! Zunächst muss er wohl sein Versprechen einlösen, dafür zu sorgen, dass die Zauberin und ihr Sohn die Stadt sicher verlassen können.

 

Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich jetzt zur Bäckerei von Sotericus zu begeben, um Pylades den begehrten Ersatzschauspieler zu besorgen. 

Adrian wendet sich nach links und geht einen Schritt geradeaus. Am Ende der Straße wendet er sich wieder nach links und geht erneut zweimal geradeaus. Dann dreht er sich nach rechts und geht vier Schritte geradeaus, und wendet sich nach rechts zur Bäckerei, deren Eingang sich hinter einem Brunnen befindet.  

 

Adrian begüßt den Bäcker Sotericus, der jedoch sehr beschäftigt ist und dringend nach einem Laufburschen sucht, der etwas trockenes Brot an die Komödianten im Theater ausliefern kann: Sei gegrüßt! Ich... 

Sotericus: Sei gegrüßt. Tut mir leid, ich habe es wahnsinnig eilig, erst die Vulcanalia und dann das trockene Brot für die Gaukler. Ich weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Die Leute aus dem Volk werden in Massen kommen, um frisches Brot für das Fest zu kaufen. Alle meine Angestellten wurden von den reichen Haushalten angemietet, um vor Ort zu kochen.

 

Adrian: Du hast einen schönen Beruf, Sotericus, du gibst ihnen Brot, die Schauspieler führen ihnen Spiele vor. Du gibst den Schauspielern Brot, was will man mehr. Ihr in Pompeji wisst zu leben. 

Sotericus: Die Schauspieler müssen sich aber noch gedulden. Ich habe niemanden, um sie zu beliefern, und ich kann doch meinen Laden nicht alleine lassen. Adrian möchte etwas mehr über das trockene Brot erfahren (warum wollen die Schauspieler unbedingt trockenes Brot?) und erhält die folgende Auskunft: Wegen ihrer seltsamen Diät für ihre Stimme, kein Fleisch, kein Porree, kein Knoblauch, nur etwas in Wein getunktes trockenes Brot! Kannst du das glauben? 

Adrian befragt auch Sotericus nach einem Ersatzschauspieler für die Theatertruppe und sieht sich darin bestätigt, dass er mit seiner Idee, Fructus zu engagieren, gar nicht so falsch liegt. 

Adrian: Ich suche nach Ideen, um die Gäste von Popidius zu unterhalten. 

Sotericus: Du solltest ihnen Fructus vorführen. Man hat ihm häufig übel mitgespielt, aber das Wasser kann ihm keiner so schnell reichen. 

Adrian: Sag' mal, Locusta hat gemeint, ich könnte Fructus bei dir finden. 

Sotericus: Ja, in gewissem Sinne. Aber ich warne dich: es geht ihm nicht besonders. Er hält sich hier versteckt und weigert sich, sich sehen zu lassen oder auch nur ein Wort zu sprechen. 

Nachdem Sotericus bestätigt hat, dass sich Fructus hier in der Bäckerei versteckt, begibt sich Adrian weiter durch die Türöffnung in diesem Raum in das nächste Zimmer, wo er zuvor den Eselszahn gefunden hat. Unmittelbar gegenüber den Mehlsäcken auf der anderen Seite entdeckt er Fructus, der sich dort hinter einer Säule versteckt: Psst, siehst du nicht, dass ich schweige! 

Als Adrian die Schauspieler erwähnt, lockt er den verrückten Philosophen schnell aus der Reserve: Sag' mal Fructus, ich habe gerade mit den Gauklern gesprochen. Es ist nämlich so, dass sie jemanden brauchen, um... 

Fructus ist plötzlich Feuer und Flamme:  Die Gaukler, die Tragöden! Glaubst du, die würden mich wollen? Das ist mein größter Wunsch: Medea spielen! Hör' mal, wie gut ich deklamieren kann! 

Adrian verspricht ihm, dass er am heutigen Abend vor Popidius' Gästen auftreten darf und fordert ihn auf, sich auf dem schnellsten Wege zum Theater zu begeben: Und wenn alles gut geht, kannst du sogar heute Abend bei Popidius dein Debüt geben. Geh' Locusta suchen! Ich habe alles vorbereitet. Wartet unauffällig auf mich auf dem dreieckigen Forum, in der Nähe des Theaters. Um nicht aufzufallen, gibst du dich für einen Lieferjungen von Sotericus aus. Fructus befürchtet jedoch, dass er auf dem Weg von jemand erkannt werden könnte: Aber, ja, ich kann doch nicht so hier heraus, oh, nein! Helvius ist hinter mir her. Er sucht mich überall, oh nein, ich kann nicht ohne Verkleidung weg!

 

Adrian muss also schnell für eine passende Verkleidung sorgen. Er blickt sich an Ort und Stelle um, wendet sich nach rechts und geht schließlich weiter bis zur Mühle mit dem Esel. Dort entdeckt er auf dem Boden ein Stückchen Stoff, auf dem sich etwas Mehl befindet. Er nimmt das Tuch mit dem Mehl und kehrt zurück zu Fructus, dem er den Gegenstand reicht. 

In kürzester Zeit ist Fructus perfekt verkleidet: Das war's. Das ist ja beeindruckend. Wirklich rührend und so authentisch! 

 

Adrian wendet sich nun an Sotericus, den Bäcker, und teilt diesem zu dessen Erleichterung mit, dass Fructus die Rolle des Laufburschen für ihn übernehmen wird: Sotericus, Fructus übernimmt deine Lieferung! 

Sotericus: Oh, Fructus, du bist mein Retter. Ich werde dir ewig dankbar sein! 

Adrian gibt Fructus noch einige wohlgemeinte Ratschläge mit auf den Weg: Verhalte dich vor allem diskret. Sprich' mit niemandem! Wir treffen uns dann später wieder.

 

Nachdem hier nun alles getan ist, verlässt Adrian die Bäckerei. Er wendet sich nach links, geht viermal geradeaus bis zur Kreuzung. Dort wendet er sich wieder nach links und geht in die Straße hinein, wo er zweimal geradeaus geht. Dann wendet er sich nach rechts, geht zwei Schritte geradeaus, wendet sich nach links und betritt den Platz des Dreieckigen Forums

Dort geht er zweimal geradeaus, wendet sich dann nach links zu den Kolonnaden, geht erneut einen Schritt geradeaus und trifft auf Locusta und Fructus, die dort bereits vor der Tür zum Theater warten: Folgt mir!

 

 

Adrian und seine zwei Begleiter betreten das Theater, wo unser Held Pylades Fructus als Ersatzschauspieler präsentiert und anpreist (hinauf auf die Bühne): Nur Mut, Pylades, schau mich an und freu' dich! Ich habe ein doppeltes Heilmittel für deine Probleme gefunden! 

Pylades: Ach ja, was denn? 

Adrian: Fructus hier ist ein großartiger Deklamator, der sein Talent bisher verborgen hielt. Seine Mutter Locusta ist sein persönlicher Betreuer. Sie bereitet ihm Tränke zu, die seine Stimme bewahren und verbessern. Sie behebt die durch zu schwere Masken hervorgerufenen Krämpfe und Verzerrungen sowie die Koliken nach durchfeierten Nächten. Wenn du möchtest, kann sie sich gerne auch um die ganze Truppe kümmern. In ihrer Rolle als Kupplerin kann sie euch außerdem den Alltag mit einigen Extras versüßen. Du hast ja da einige besonders junge und gutaussehende Gaukler! 

Pylades ist bereit, sich Fructus' deklamatorische Künste anzuhören: Komm' her und zeige,  was du kannst! 

Fructus wirft sich in die Brust und zeigt alles, was er kann, worauf er von Pylades engagiert wird. Nun ist Pylades auch bereit, am heutigen Abend mit seinen Komödianten bei Popidius' Fest für die Unterhaltung zu sorgen: Ich wollte die Stadt heute Nachmittag verlassen, aber du hast mich vor dem Schlimmsten bewahrt. Deshalb komme ich also mit Vergnügen! Außerdem bin ich froh, mit einem Popidius näher bekannt zu werden. Wenn einer von ihnen bei den nächsten Wahlen gewinnt, möchte ich eine gute Ausgangsposition für die öffentlichen Spiele gewinnen! Wir fahren morgen! 

Adrian bremst seinen Optimismus ein wenig, indem er Pylades daraufhin weist, dass er beabsichtigt, die Stadt in der heutigen Nacht zu verlassen: Höre zu, ich werde die Stadt noch heute Abend verlassen. Wir können ja dann sofort nach der Cena los.  Morgen um diese Zeit sollten wir soweit wie möglich von hier weg sein. 

Pylades ist von diesem Gedanken nicht gerade begeistert und weißt Adrian darauf hin, dass er ja auch ein Transportmittel benötigt: Mitten in der Nacht los, das ist doch nicht dein Ernst. Nein, das ist mir gar nicht recht, überhaupt nicht recht. Lass' uns morgen früh abwarten! Außerdem ist mein Wagen fast voll. Du brauchst doch ein Transportmittel! 

Wie wir wissen, hat Adrian aber mit dem Kauf des Esels ja bereits vorgesorgt. 

Adrian: Mach' dir keine Sorgen, ich habe ein Reittier, dem es sicher etwas an Ausstrahlung fehlt, in dem jedoch einiges steckt! Wie auch immer, wir müssen unbedingt vor dem Morgengrauen weg. Locusta wird dir alles erklären. 

Pylades erklärt sich schließlich einverstanden und schlägt vor, dass man sich am Stabianertor treffen sollte: Nun gut, ich überlasse dir die Entscheidung. Dann sollten wir uns doch einfach am Stabianertor treffen. 

Adrian stimmt dem Vorschlag zu und verabschiedet sich: In Ordnung!. Ich muss euch jetzt verlassen, wir sprechen dann die Details bei Popidius ab.

 

Adrian verläßt das Theater (Stufen der Bühne hinuntersteigen, nach links drehen und das Theater durch die Tür verlassen). Draußen wendet er sich nach rechts, geht einen Schritt geradeaus, dreht sich dann nach links, macht einen Schritt auf den linken Durchgang zu und kehrt zurück auf die Straße. Dort wendet er sich nach rechts, geht einen Schritt geradeaus und dreht sich dann nach rechts zu der Tür, die in den Tempel der Isis führt. Er betritt den Tempel und geht auf den Priester zu, dessen Bekanntschaft er ja bereits gemacht hat. Er spricht den heiligen Mann an. 

Dieser fragt ihn nach seinem Begehr: Kommst du 'mal wieder in unserem Heiligtum vorbei, Adrian? Was kann ich für dich tun? 

Adrian versucht von dem Priester in Erfahrung zu bringen, wo sich das Sylphium befindet, muss jedoch enttäuscht feststellen, dass der Priester ihm nicht weiterhelfen kann: Ich brauche etwas Sylphium. 

Priester: Ich glaube nicht, dass du hier welches findest. Es sei denn, du kannst die Zeit zurückdrehen. 

Adrian bleibt also nichts anderes übrig, als sich selbst auf die Suche danach zu begeben. Um freie Bahn zu haben, überreicht er dem heiligen Mann das Pergament (Papyrus), das er von Locusta erhalten hat: Ich möchte dies hier dem großen geheiligten Sekretär überreichen. Es ist nur eine Vermutung, aber ich glaube, es handelt sich um ein Fragment des Buches von Hermes. 

Der Priester horcht auf und fragt Adrian nach weiteren Einzelheiten das Dokument betreffend: Das Buch von Hermes, aber welches? 

Adrian beantwortet diese Frage wahrheitsgemäß, so wie Locusta ihm geraten hat: Ich denke, das dritte.

Der Priester nimmt die Gabe an sich und eilt davon, um das Kleinod im Allerheiligsten in Sicherheit zu bringen: Das dritte, sagst du? Du entschuldigst mich bitte einen Moment! Ich werde diesen Papyros dem großen geheiligten Sekretär vorlegen.

 

Dort befindet sich vielleicht etwas Sylphium!

 

Nachdem der Priester verschwunden ist, wendet sich Adrian nach rechts und eilt geradeaus weiter ins Ekklesiasterion, wo er auch die Feder des Ibis gefunden hat. Hier wendet er sich nach links zum Tisch, nimmt die rechte der drei Palmen und findet darunter tatsächlich ein kleines Töpfchen mit Sylphium. Adrian eilt auf dem schnellsten Weg zurück zum Eingang und verlässt den Tempel, ehe ihn der Priester bei seinen Diebereien überrascht.

 

Unser Held begibt sich nun zurück in das Haus des Cithara-Spielers, um Popidius davon zu berichten, dass für Unterhaltung beim Fest gesorgt ist, und um natürlich das Sylphium abzuliefern, damit der Koch nun endlich mit der Zubereitung der Speisen beginnen kann. Auf der Straße wendet er sich nach rechts, geht einen Schritt geradeaus und wendet sich dann nach links, geht einen Schritt in die Straße hinein und dreht sich dann zu der rotweißen Tür, durch die er das Haus des Popidius von der Stabiastraße aus betritt. Er durchquert den Raum mit der Truhe, indem er einen Schritt geradeaus, dann nach links und wieder nach rechts geht hin zu der Tür, die zum Atrium mit dem Wasserbecken führt. Er öffnet die Tür, wendet sich draußen nach rechts und geht den Säulengang entlang auf Popidius zu, der dort am Larenaltar wartet.

 

Adrian dreht sich nach rechts und überreicht seinen Gastgeber das Sylphium: Hier mein lieber Popidius das von dir Gewünschte. Jupiter hilft den Wagemutigen! 

Popidius kann es kaum fassen, dass es unserem Helden gelungen ist, das augenscheinlich Unmögliche zu bewerkstelligen: Mein lieber Adrian, meine Dankbarkeit ist dir bis auf alle Ewigkeit sicher. Du weißt meine Freunde zu verwöhnen, du hilfst ihnen, wo du nur kannst. Mein Sylphium! Nun ist sie mir sicher, die Ente mit Rüben, wie in meiner Kindheit! 

Adrian berichtet ihm nun, dass auch für die Unterhaltung beim Fest nun gesorgt ist: Die Gaukler sind einverstanden, dein Fest mit ihren Deklamationen abzurunden! 

Popidius ist begeistert: Wunderbar, ganz außerordentlich! Dank dir wird mein Fest in aller Gedächtnis bleiben! Ich werde zum neuen Lucullus, dem Prinzen der Eleganz dieser Stadt! 

 

 

Adrian hält es jetzt für angebracht, auch seinen wohlwollenden Gastgeber auf die Gefahr hinzuweisen, die in Kürze die Stadt in Schutt und Asche legen wird. Popidius jedoch, als Ehrenmann, will sich nicht in Sicherheit bringen, wenn alle anderen, Freunde, Bekannte und Mitbürger,  einen grauenvollen Tod erleiden sollen. Wie ein Stoiker stellt er sich dem Gedanken an den Untergang. 

Adrian: Nun aber hör mir zu Popidius. Du hast Vertrauen in mich. Ich bin dein Freund und der Freund von Secundus und damit musst du mir glauben! Du musst hier weg. Die Sonne wird über Pompeji nicht mehr aufgehen. Eine dunkle und tödliche Wolke wird über der Stadt aufziehen, eine Wolke aus flammender Asche, ein alles vernichtendes Unheil. Frag' mich nicht, woher ich das weiß. Ich weiß es einfach! 

Popidius: Vielleicht ist es so, vielleicht auch nicht! Selbst wenn du ein keltischer Wahrsager bist und somit die Wahrheit sagst, könnte ich mich nicht allein in Sicherheit bringen. Ich bin ein angesehener Bürger dieser Stadt und kann nicht einfach meine vom Unglück bedrohten Mitbürger im Stich lassen, ohne das Ansehen unserer Familie zu untergraben. Kampanien ist unser Land, aus dem wir alle stammen, und wenn unsere Heimat bedroht ist und untergehen muss, dann gehen wir eben mit ihr unter! Da müsste mir schon ein Gott erscheinen, so wie Venus während der Feuersbrunst in Troja Aeneas erschienen ist, und mir die Flucht gebieten. Bist du etwa ein Gott?  

Adrian muss dies verneinen, und Popidius fährt fort: Wenn ich dir glauben darf, bleiben uns noch einige Stunden bis zum Ende der Welt. Lass' uns lustig sein, genießen wir den Tag, bevor es zu spät ist. Komm' mit mir in die Küche. Ich werde die Ausführungen meines Rezepts überwachen.

 

Popidius nimmt Adrian mit in die Küche, wo unser junger Held auf den Koch trifft, der ihm voller Stolz seine Speisen präsentiert:  

 

Ah, ich habe schon geglaubt, Popidius macht mich zu Hackfleisch, wenn du sein verwünschtes Sylphium nicht findest. Aber nun, es ist alles fertig, und ich kann endlich aufatmen. Willst du nicht versuchen, das Menü zu erraten?

 

In einem aus drei Teilen bestehenden Rätsel soll Adrian die genaue Abfolge des Menüs erraten. Die verschlüsselten Worte des Kochs geben unserem Helden die entsprechenden Hinweise. Adrian muss die Speisen, die der Koch vor ihn hinstellt, alle an sich nehmen, sie im Inventar identifizieren und dann in der richtigen Reihenfolge (von links nach rechts) wieder auf den Tisch stellen:

 

1) Vorspeisen  

Mein erster hat noch seine Schale, mein zweiter hat sie nicht mehr, dafür jedoch einen Partner gefunden, mein dritter hat nie einen gehabt, es sei denn das unendliche Meer. Adrian nimmt die Gerichte an sich und stellt fest, dass es sich dabei Eier, Thunfisch und Muscheln handelt. Er stellt also die Gerichte in der folgenden Reihenfolge zurück auf den Tisch:

     a) Muscheln   b)  Eier mit Spargel  c) gefüllter Thunfisch
2) Hauptgänge  

Man sollte lieber nicht verwechseln, was mein vierter tut. Mein fünfter krönt deine Anstrengungen. 

Die Lösung lautet:

 

 

a)  Zitze mit Seeigel   b) Ente

3) Nachspeisen   Hinter seinem feindlichen Äußeren verbirgt mein Sechster einen wahren Schatz. Mein siebter täuscht einen nicht, und der Vorteil meines achten liegt im Inneren wie im Äußeren. Auch hier weiß Adrian Rat:  

          a)  Austern         b) Süßspeise       c) Datteln

 

Nachdem Adrian die Speisenabfolge erfolgreich erraten hat, kehrt er (automatisch) zurück in das Atrium mit dem Wasserbecken. Dort unterhält er sich nochmals mit Popidius, der eine letzte Aufgabe für Adrian hat. Dieser soll ihm einige Goldfische besorgen, die er in einem religiösen Ritual dem Gott Vulcanus opfern will: Adrian, der Zeitpunkt ist gekommen, Vulcanus die von ihm geforderten Opfer zu bringen. Wenn du bitte fünf Fische einfangen könntest, so rot wie das Feuer und so lebendig wie das Wasser!

 

Adrian sieht sich an Ort und Stelle um, wendet sich nach rechts, geht einen Schritt den Säulengang entlang, dreht sich erneut nach rechts, ein weiterer Schritt geradeaus, und unser Held befindet sich in der Nähe des Wasserbeckens hier im Atrium. Adrian dreht sich nach rechts, blickt hinunter in das Becken und entdeckt einige rötliche Fische. Er greift ins Becken und kehrt mit seinem Fang zurück zu Popidius, dem er die Fische überreicht. 

In der nachfolgenden Animation bietet Popidius dem Gott Vulkan seine Opfergabe an: Vater Vulcanus, indem wir dir diese Fische darbringen, bitte ich dich in meinen Gebeten, mir, meinen Kindern, meinem Haus und meinen Sklaven gewogen zu sein und über uns zu wachen.

 

Diese Szene schließt den Abend ab. Von dem eigentlichen Bankett sehen wir nichts. 

 

Als Adrian wieder aktiv werden kann, ist es bereits tiefe Nacht. Adrian befindet sich vor dem Eingang des Hauses von Octavius Quartio. Unser Held wendet sich nach rechts, dreht sich erneut nach rechts und begibt sich zur Gartentür, bereit, Sophia das verabredete Zeichen zu geben. Es empfiehlt sich, das Spiel an dieser Stelle abzuspeichern, da jemand erneut einen Anschlag auf Adrians Lebens verübt. (Am besten dreht man sich vor der Tür nach links,  tastet den Boden ab, bis der Cursor eine Stelle anzeigt, auf die man klicken kann, merkt sich diese und fährt dann mit dem folgenden fort). 

 

Adrian holt die tönerne Nachtigall aus seinem Gepäck und stimmt den Gesang des Vogels an, indem er mit dem Gegenstand die Gartentür berührt. 

 

Ein Dachziegel stürzt herunter und droht, Adrian tödlich zu treffen. Adrian wendet sich sofort nach links zu der zuvor bezeichneten Stelle, klickt diese an und kann dem tödlichen Geschoss so in letzter Minute entgehen. Adrian muss nun in der Dunkelheit dem Schatten des Mannes folgen, der seinen Tod plante und diesen zur Rede stellen.

 

Dazu wendet er sich nach links, geht einen Schritt geradeaus und dreht sich dann nach rechts zur Straße hin, wo er mit einiger Mühe noch einen Schatten erkennen kann. Diesem folgt er (einen Schritt geradeaus, dann nach links drehen, 5x geradeaus, wieder nach links drehen) bis zur Stabiastraße, in die unser Held einen Schritt hineingeht. Dort hört er plötzlich das Geräusch einer Tür, die ins Schloss fällt. Adrian dreht sich zweimal um 360° und kann dann etwas schräg links eine Stelle ausmachen, auf die er zugehen kann. 

In einer kleinen Animation sieht man dann, wie Adrian den Mann überwältigt, bei dem es sich um Statius, den Diener von Octavius Quartio handelt, wie sich im folgenden herausstellt.

 

 

Adrian stellt den Sklaven zur Rede und erfährt einige interessante Neuigkeiten: Wie konntest du es wagen, was hast du mit Sophia getan? 

Statius: Sophia ist an einem sicheren Ort, ich habe ihr nichts angetan. Ich habe nur dafür gesorgt, dass sie nicht zu dir kam. 

Adrian versucht vergeblich, von dem Mann zu erfahren, wo er Sophia versteckt hält: Dummer Sklave, du bist gerade gut genug, um wie ein Hund die Tür zu bewachen. Ich befehle mir zu sagen, wo Sophia ist. Wenn du das nicht tust, wird sie wegen dir sterben, und du wirst bestraft! Man wird dich an den Mühlstein stellen. 

Statius: Ha,ha, ha! Du kannst mich töten, ich sage trotzdem nichts! Und dich wird man verfolgen, weil du dich am Eigentum Fremder vergriffen hast. Ich bin nur ein Sklave, aber mein Geheimnis macht mich dir überlegen. 

Adrian: Mit welchem Recht hältst du uns zurück? 

Statius: Das ist der Wille meines Herrn Octavius. Er hat die Hochzeit von Sophia mit unserem Intendanten Habinnas beschlossen. Ich habe dafür zu sorgen, dass sein Wille ausgeführt wird. Habinnas selbst hat mir aufgetragen, über Sophia zu wachen. Seit du dich hier herumtreibst, hat er völlig recht mit seinem Misstrauen. 

Da Adrian nichts aus dem niederträchtigen Sklaven herausbekommen kann, sorgt er wenigstens  dafür, dass dieser ihm und Sophia nicht noch mehr schaden kann. Er verabreicht dem Mann den zweiten Zaubertrank, den er von Locusta erhalten hat und setzt ihn damit eine Zeitlang außer Gefecht. Jetzt gilt es jedoch schnellstens den Ort ausfindig zu machen, wo diese Ausgeburt an Gemeinheit Sophia gefangen hält, ohne dass diese von jemand entdeckt wird. Adrian fallen in dieser Stadt nicht viele Orte ein, wo dies möglich ist. 

 

Also begibt er sich direkt zum Dreieckigen Forum. Er wendet sich an der Straßenecke, an der Statius betäubt auf dem Bürgersteig liegt, ein wenig nach rechts und folgt der Straße zwei Schritte geradeaus. Dort dreht er sich nach rechts, geht erneut zweimal geradeaus, bis er vor dem Tempel der Isis steht. Er wendet sich nach links und betritt den offenen Platz und begibt sich geradewegs zu den Tempelruinen (3x geradeaus), dorthin, wo sein Treffen mit Locusta und der Schlange stattfand. Er steigt über die Ruinen und wendet sich dann nach rechts, von wo er einige Hilferufe vernimmt. 

 

 

Dort erblickt er schließlich Sophia, die von Statius an eine Säule gebunden worden ist. Das Mädchen ist sehr erleichtert, Adrian zu sehen: Adrian, die Götter seien gepriesen

Adrian befreit seine Liebste, indem er das Messer aus seinem Gepäck zur Hand nimmt und ihre Fesseln zerschneidet. Es wird nun höchste Zeit aus der Stadt zu fliehen, denn der Tag bricht bereits an. 

 

In der nächsten Szene befinden sich Adrian und Sophia vor dem Haus des Cithara-Spielers, und der Esel sowie ein Wagen stehen bereit.

 

Adrian holt schnell die Schauspielermaske und den Mantel aus dem Gepäck und verhüllt damit Sophias Gesicht und Gestalt, damit sie nicht in letzter Minute von jemandem erkannt wird:  

Du solltest lieber das hier aufsetzen. So wird dich niemand erkennen. Sophia, mein Augenlicht, hier ist dein Reittier.

 

Dann begeben sich beide auf dem schnellsten Wege zum Stabiator, um die Stadt zu verlassen (nach links wenden und geradeaus zum Stadttor eilen). Als sie dort ankommen, wird den beiden Liebenden der Weg hinaus aus der Stadt  jedoch von einem Sklaven versperrt, der Adrian erkennt.

 

Sklave: He du da, ich erkenne dich.  Wir haben uns gestern gesehen. Du bist der Gast von Popidius, der Beschützer von Fructus und hast all' diese Wirren hier zu verantworten. Helvius untersagt dir das Verlassen dieser Stadt. 

Adrian versucht vergeblich, den Mann eines Besseren zu belehren: Du phantasierst. Nimm' zwei Körner Nießwurz. 

Schließlich versucht  Adrian den Mann davon zu überzeugen, dass sie Schauspieler sind, die die Stadt verlassen möchten: Wo gibt es denn einen solchen Flegel? Erkennst du den Paris nicht, die Diva sämtlicher Szenen Kampaniens? Mein Ruf ist bis nach Rom gedrungen, und der Kaiser selbst hat mich zu den nächsten Spielen im Theater von Pompeji eingeladen. Und du willst mich daran hindern, unserem Prinzen zu gehorchen? Das ist ja Majestätsbeleidigung!

 

Der Sklave läßt sich jedoch nicht mit Worten überzeugen und verlangt nach einem Beweis: Du ein Gaukler? Wie willst du das beweisen? Deine Truppe hat gerade die Stadt verlassen. 

 

Adrian gibt nicht auf: Noch so ein des Lesens unkundiger Sammiter, der aus seinen Bergen herabgestiegen ist?  

 

Schließlich greift unserer Held zur Capsa (Textrolle) in seinem Gepäck und beginnt den Text zu deklamieren:  

Wären nur die Kiefern im Paeliongebirge nicht gefällt worden. Wäre das Schiff, das man heute Argo nennt...

 

Jetzt ist der Wächter endlich davon überzeugt, dass hier zwei Schauspieler wünschen, die Stadt zu verlassen, und lässt Adrian und Sophia das Stadttor ungehindert passieren:  

Ist ja gut, geh' schon! (Alternativ kann man den Wächter auch mit Locustas zweitem Trank einschläfern. Adrian reicht dem Mann den Trank: Ich bin großherzig und trage dir nichts nach. Hier, auf dein Wohl! Der Sklave nimmt den Trank und fällt betäubt zu Boden: Danke Gaukler, so einen kleinen Schluck darf man doch nicht abschlagen). 

 

Vor den Toren der Stadt treffen Adrian und Sophia auf all' die Freunde, die Adrians weisem Rat gefolgt sind: Locusta, Fructus, Pylades und Pyramus, den Gladiator. 

 

 

Ängstlich sieht sich Sophia um und fragt, ob dies der letzte Tag von Pompeji sei, worauf Adrian erwidert: Die Stadt wird verschwinden, ihr Schicksal vollendet sich. Aber die Erinnerung an sie wird überleben. Und in fünfzig Generationen wird es Männer geben, die erneut von uns sprechen werden.

 

 

Gemeinsam sehen sie voller Entsetzen dem Ausbruch des Vesuvs zu, der hinter ihnen die Stadt und ihre Bewohner unter sich begräbt. 

 

Der Abspann zeigt einige dramatische Szenen. Die Menschen dieser Stadt, unter denen sich viele vertraute Gesichter befinden, rennen um ihr Leben und versuchen, aus dieser Stadt des Todes zu fliehen, werden jedoch von umstürzenden Säulen und Häusern erschlagen. Voll Wehmut gilt der letzte Blick unserer Helden dem Vesuv, der den Tod über Pompeji brachte.

 

© Copyright Renate Pieper

 

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