Einleitung
1) 1. Tag (20. August 79) 3) 3. Tag (22. August 79)
2) 2. Tag (21. August 79) 4) 4. Tag (23. August 79)

Popidius, Mänianus und Licinus befinden sich im Türeingang zum Bad des Hauses des Cithara-Spielers, welcher auf die Straße des Überflusses führt, und blicken auf die Straße, wo sich ein seltsames Schauspiel  ereignet, das die drei Männer in schallendes Gelächter ausbrechen lässt. Adrian wird von den dreien herbeigerufen:  

Popidius: Adrian, ha, schau dir das an, ha, ha, nein wirklich! 

Mänianus: Ich habe noch so etwas Komisches gesehen. 

Licinius: Nein wirklich, dieser Fructus ist unbezahlbar! Ha,ha,ha! Wie kommt er nur immer auf solche Ideen?

Adrian macht drei Schritte auf die Tür zu und sieht den Esel, der mit einem von Fructus angefertigten Plakat durch die Straßen der Stadt trabt. "Delenda Pompeji" (Pompeji soll zerstört werden) lautet die Inschrift. Fructus versucht offenbar auf diese Weise, die Öffentlichkeit nochmals vor der drohenden Gefahr zu warnen.  Popidius befürchtet, dass das Ganze zu einem Menschenauflauf  in der Stadt führt und bittet Adrian, der Sache einmal auf den Grund zu gehen: Adrian, ich habe das Gefühl, dass du bei dem Ganzen deine Finger im Spiel hast. Schau' einmal nach, was da vor sich geht, bevor dieses Tier nicht einen Auflauf bewirkt.

 

 

Adrian verlässt das Haus des Cithara-Spielers, um sich zu Asculas Geschäft zu begeben, wo er den Esel sicher wähnte (nach links wenden, dann geradeaus). Nach wenigen Schritten, hört er plötzlich eine Stimme, die ihn vor einer drohenden Gefahr warnt: Vorsicht! Eine andere Stimme fragt: Du da, was machst du denn hier? He, warte! Die Situation ist brenzlig. Wenn Adrian nicht sofort vor sich auf den Boden klickt, um der Gefahr auszuweichen, wird er von einem herabfallenden Dachziegel erschlagen. (Man sollte das Spiel sofort abspeichern, sobald die warnende Stimme ertönt). War dies wirklich ein Zufall, oder gibt es in dieser Stadt tatsächlich jemanden, der unserem Helden nach dem Leben trachtet? Nachdem die Gefahr vorüber ist, setzt Adrian seinen Weg zum Parfümladen fort. Dort wird er bereits von Helvius, dem Stadtrat erwartet, der mit einem Sklaven hier erschienen ist, um die Angelegenheit aufzuklären, und bereits damit beschäftigt ist, alle Anwesenden zu verhören. Adrian kann gerade noch einige Worte des Gespräches zwischen dem Stadtrat und Ascula erhaschen, aus denen hervorgeht, dass man ihn der Beteiligung an dem Geschehen bezichtigt und wegen Unruhestiftung zur Rechenschaft ziehen will. 

Ascula ruft unseren jungen Helden  herbei und bedankt sich nochmals bei ihm mit einer Rose für seine Hilfe am Tag zuvor: Ich sage dir doch, dass er nichts dafür kann. Hier, frag' ihn doch selbst. Adrian, du kommst wie gerufen. Deine Idee war ganz toll. Ich habe noch nie so gut verkauft wie gestern. Hier hast du ein kleines Zeichen meiner Dankbarkeit! 

Kurz darauf jedoch wird Adrian von Helvius ins Verhör genommen: Bist du Adrian aus Marseille, der Gast von Popidius und Freund seines Sohnes Secundus? Ich habe dich gesucht. Ich habe eine Denunziation erhalten, die dich im Zusammenhang mit diesem mit Farbe übertünchten Esel, der überall für Unordnung sorgt, beschuldigt. Du wirst dich vor einem Gericht für all die Wirren verantworten müssen, die du überall in der Stadt gestiftet hast. 

Adrian setzt sich zur Wehr: Moment, Stadtrat Helvius, hier liegt bestimmt ein Irrtum vor. Ich habe ganz sicher nicht dieses Schild gemalt. 

Helvius verlangt Beweise: Ich brauche Beweise. Also wendet sich Adrian der Reihe nach an alle Anwesenden: den Farbenhändler, Ascula  und schließlich auch den Arbeiter, um sie zum Geschehen zu befragen. Der erste Zeuge, der Farbenhändler bestätigt, dass Fructus der Übeltäter ist, begreift jedoch auch nicht, warum der Stadtrat die Angelegenheit als derartig gravierend ansieht: Fructus ist bei mir vorbeigekommen. Er hat mir gesagt, dass er dich heute vertritt und etwas Farbe braucht, um die Inschrift zu erneuern. Ich habe mir nichts Schlechtes dabei gedacht. Wir alle sind doch an die Hirngespinste von Fructus mittlerweile gewöhnt. Was ist denn daran so schlimm?

Ascula bestätigt die Worte des Farbenhändlers: Fructus ist vorhin vorbeigekommen und hat mich ganz freundlich gefragt, ob er heute den Esel haben könnte. Ich habe mit Freuden angenommen. Helvius, ich kann zu Adrians Gunsten aussagen.  

Der Arbeiter ist wie immer leicht erregt und reagiert verärgert: Was soll' denn das Ganze? Erst spaziert ein Verrückter auf der Baustelle herum, dass die Ziegel vom Dach fallen, und jetzt wird mein Esel in einen wandelnden Propheten verkleidet.

Adrian horcht auf und will etwas mehr über diesen Fremden von ihm wissen, der sich dort auf der Baustelle herumgetrieben und Ziegel vom Dach gestoßen hat, erfährt jedoch nicht viel Neues:  Dieser Verrückte wer ist das? 

Arbeiter: Keine Ahnung, er hat sich in Nichts aufgelöst. Ich hatte nicht 'mal Zeit, sein Gesicht zu sehen. Aber eins ist sicher: der arbeitet nicht auf der Baustelle!

Adrian befragt den Arbeiter nun nach seinem Esel: Weißt Du, was mit deinem Esel los ist? 

Arbeiter: Wie soll ich das wissen. Nur weil ich den ganzen Tag auf den Dächern dieser Stadt verbringe, weiß ich noch lange nicht alles. 

Der Esel bleibt bei Ascula. Wir haben eine Absprache miteinander. 

Ascula ist nun auch ein wenig aufgebrachtUnd was für eine Absprache! Wenn ich gewusst hätte, wie viel Ärger ein Esel mit sich bringt, hätte ich ihn auch weiter vor meinem Laden grasen lassen!

Alle Zeugenaussagen weisen eindeutig daraufhin, dass Fructus der Täter ist. Jedoch hält man Adrian für den Verbündeten, in dessen Auftrag der arme Irre handelt. Helvius will Adrian in Gewahrsam nehmen.

Helvius: Bisher hast du mir lediglich bewiesen, dass Fructus als dein Komplize handelt. Da er wieder einmal verschwunden ist, musst du mir folgen, bis er wieder auftaucht.

 

Plötzlich erscheint Marcus, Secundus Freund und verwendet sich für Adrian: Entschuldigt, dass ich mich einmische. Seid ihr wegen dieses Tiers so aufgebracht? So gefährlich sieht es doch gar nicht aus! Stadtrat Helvius, der Esel spaziert mit einem großen Schild um den Hals durch die Stadt, aber, was ist schon dabei? Du wirst doch diese Angelegenheit nicht bis nach Rom tragen. Titus würden vor Lachen die Tränen kommen. Ich bürge für Adrian und bin sicher, dass Popidius das Gleiche tun wird, sobald er davon erfährt. Aber jetzt werden wir in der Palestra erwartet, wenn du gestattest.  

Helvius fordert seinen Sklaven auf, das Schild zu entfernen, droht jedoch, dem armen Fructus eine Lektion erteilen zu wollen: Du sorgst dafür, dass dieses beleidigende Schild verschwindet. Und du, Marcus, wirst mich nicht daran hindern, Fructus ein für alle Mal eine Lektion zu erteilen.

 

Marcus entführt Adrian in die Palestra. Dort erfährt Adrian von ihm etwas mehr darüber, warum Helvius dieser lächerlichen Angelegenheit so viel Bedeutung beimisst. Letztendlich ist es nur eine Art Rachefeldzug, in den Adrian auf Grund seiner Freundschaft mit Secundus hineingezogen wird. Secundus und Helvius haben sich beide als Kandidaten für die Wahlen aufstellen lassen. Helvius sieht in Secundus immer noch seinen ärgsten Rivalen. Marcus verdächtigt den Stadtrat sogar, in die Angelegenheit mit den Graffiti verwickelt zu sein.

Marcus: Und so kam es, dass Helvius zum wichtigsten Rivalen von Secundus bei den Wahlen wurde und ihn seitdem mit seiner Gehässigkeit verfolgt. Ich habe ihn sogar in Verdacht, hinter dieser Geschichte mit den Prostituierten zu stecken. Aber kein Wort darüber zu Popidius. Versuchen wir nun einfach, diesen Vorfall zu vergessen, indem wir einige Speere werfen oder eine Partie Trikon spielen.  Adrian wendet sich nach rechts, geht einen Schritt geradeaus in Richtung Wasserbecken. Dann begibt er sich an dessen rechter Längsseite entlang und zieht den Speer aus dem Boden, der dort im Gras steckt. Unser Held kann nun einige Probewürfe machen (sie sind nicht erforderlich!), sollte aber immer auf die dunkle Säulenhalle vor sich zielen, auf keinen Fall den Speer in eine andere Richtung werfen oder versuchen, diesen Marcus zu reichen, da er dann garantiert jemanden tötet. Wenn er den Speer sehr hoch in die Luft streckt in Richtung Vesuv, gibt ihm Marcus einen Hinweis, der Adrian auf eine Idee bringt: Achte darauf, deinen Speer nicht zu kräftig zu werfen. Wenn du die Entfernungen falsch einschätzt, landet dieser  womöglich im Garten von Octavius. Und das macht den Alten ganz verrückt... Meine Weinspaliere, meine Weinspaliere! Schurken, Barbaren! Oh, meine Weinstöcke!

 

Vielleicht kann er von hier aus seiner angebeteten Sophia eine Liebesbotschaft zukommen lassen. Sobald der Speer wieder sicher im Boden gelandet ist, geht Adrian dorthin, holt die Rose, die ihm Ascula geschenkt hat, aus seinem Gepäck und steckt sie auf das Geschoss. Dann wendet er sich nach rechts. Von dort aus kann er den Vesuv sehr gut sehen. Adrian visiert die Kratervertiefung des Berges (etwas oberhalb der Vertiefung zielen) an und schießt den Pfeil ab, der, wenn Adrian richtig gezielt hat, direkt neben Sophia im Boden des Gartens von Octavius Quartio stecken bleibt, wo das Mädchen gerade lustwandelt.  (Sollte Adrian nicht richtig zielen, kommt der Speer zurück, und unser Held muss sein Glück erneut versuchen). 

 

Adrian verlässt nun den Platz durch den mittleren Eingang und begibt sich zum Amphitheater, das sich auf der anderen Seite befindet. Dazu wendet er sich nach links und geht zweimal geradeaus in Richtung Treppenaufgang am Amphitheater, den er von hier aus sieht. Er folgt dem Weg am Theater entlang, als er plötzlich Locustas Stimme vernimmt: Adrian, hier lang! 

Adrian dreht sich um und entdeckt Locusta auf der linken Seite unter der Treppe die nach oben führt, in einem Eingang.

 

Adrian geht geradewegs auf Locusta zu (die Frau anklicken). Die Magierin ist gekommen, um ihm die versprochenen Tränke zu bringen und Adrian um Hilfe für ihren Sohn Fructus zu bitten: Ich bin gekommen, um dir deine Zaubertränke zu geben und ...dich um Hilfe zu bitten. Ich möchte nicht, dass der Sklave mich sieht. Der erste Zaubertrank der Offenbarung hilft dir, Sophia zur gemeinsamen Flucht zu überreden. Du musst ihn in klares Wasser geben in ihrer Anwesenheit und vor niemandem sonst. Der Zaubertrank wird nur ein einziges Mal wirken, das Wasser nur einmal sprechen. Der zweite Zaubertrank enthält ein Schlafmittel. Aber Vorsicht: du kannst es nur ganz gezielt einsetzen. Nur derjenige, der sich zwischen Sophia und dich stellt, wird durch den Trank eingeschläfert.

 

Nachdem Adrian nun etwas über die Zaubertränke und deren Wirkung erfahren hat, erkundigt er sich nach dem Sklaven, von dem Locusta sprach und erfährt, dass Fructus hier im Amphitheater gefangen gehalten und von einem Sklaven bewacht wird. 

Adrian: Der Sklave, welcher Sklave? 

Locusta: Ah, der dort, die Kackalake, die meinen Fructus festgenommen hat. Ach, hast du das gesehen? Ach, das mit dem Esel war doch witzig, oder? Aber anderen hat es weniger gefallen. Nun ist er gefesselt, die Kackalake wartet auf das Eintreffen des Stadtrats, um ihn zu verprügeln. Ich bitte dich, du musst ihn da herausholen, bevor diese Ratte Helvius eintrifft! 

Adrian begibt sich also auf die Suche nach Fructus' Gefängnis. Er geht in derselben Richtung viermal geradeaus am Amphittheater entlang, wo er schließlich am Eingang der Gladiatoren den Sklaven entdeckt, von dem Locusta sprach.  Er wechselt ein paar Worte mit dem Mann: Sag' mal, warum ist dieser Mann in Fesseln? 

Sklave: Er hat Wahnvorstellungen, das ist ein stadtbekannter Irrer! Ich habe ihn angekettet, um ihn zu beruhigen und ihn davon abzuhalten, alle in Angst und Schrecken zu versetzen. Wenn es ihm besser geht, werde ich ihn freilassen, d.h. wenn der Stadtrat seine Einwilligung gibt. 

Helvius hat also Wort gehalten mit seiner Drohung, Fructus eine Lektion erteilen zu wollen. Adrian sucht nach einer Möglichkeit, den Sklaven zum Weggehen zu bewegen und spricht zu ihm von der Pompeji drohenden Gefahr: Aber wenn nun wirklich ein schlimmes Ereignis bevorsteht?  Die Vorzeichen sehen beunruhigend aus, wer weiß! Sie sagen möglicherweise das Ende einer Herrschaft voraus. 

Der Sklave mißdeutet Adrians Worte und warnt ihn: Sei' still! Laß' dich nur nicht mit solchen Bemerkungen hören. Weißt Du nicht, was darauf steht, den Tod des Kaisers zu verkünden? Du bist doch nicht zufällig ein gallischer Weiser? 

Adrian verneint dies und weist den Mann zurecht: Wir haben in Gallien keine Weisen, lediglich einige im Aussterben begriffene und hinfällige Druiden. Wir sind schließlich keine Barbaren mehr. 

Sklave: Gut, das beruhigt mich. Ja, was nun Fructus betrifft. Alle Jahre vor den Vulcanalia verfällt er in Trance und verkündet Erdbeben, Zerstörung und andere Katastrophen an, also... 

Adrian redet weiter auf den Mann ein, um die Erlaubnis zu erhalten, mit Fructus reden zu dürfen: Aber was für ein Zusammenhang besteht zwischen dem Wahn von Fructus und den Vulcanalia? Du meinst doch die Feiern von Vulcanus!  

Sklave: Genau, der Gott des unterirdischen Feuers, von dem man erzählt, dass er die Waffen der Götter auf dem Grunde der Vulkane schmiedet. Das macht ihn völlig verrückt. Nach der Feier beruhigt er sich dann wieder. Vergangenen Monat hatte er für das Neptunfest sintflutartige Regenfälle vorausgesagt und überall Feuer gelegt - angeblich als Gegenmittel. Dieses Mal ist es nun der Vulkan - der Esel! Letzten Endes ist das vielleicht weniger störend. 

Adrian: Und was will der Stadtrat (aedile) dabei tun?  

Sklave: Oh, nichts Schlimmes! Er wird ihn in Fesseln lassen, bis er mit seinem Delirium aufhört und ihn etwas Nießwurz einnehmen lassen. So schreibt es das Gesetz vor. Anschließend kann er dann nach Hause gehen. Letzten Endes haben ihn schließlich alle gern. 

Adrian: Hör zu. Ich kenne ihn gut. Kann' ich mit ihm sprechen? Vielleicht kann ich ihn zur Vernunft bringen. 

Sklave: Sollte mich wundern, wenn du das schaffst! Verrückte wollen einfach keine Vernunft annehmen! Aber geh' nur! Er ist verrückt, aber nicht verantwortlich für das, was er während seiner Anfälle tut! Locusta muss lediglich für die Schäden aufkommen. Es darf jedoch nicht dazu kommen, dass jemand in Rom erzählt, dass wir einen Verrückten mit Horoskopen herumirren lassen. Dann wäre er wirklich in Gefahr!

 

Adrian begibt sich nun in den Eingang, durch den die Gladiatoren die Arena betreten (neben dem Sklaven), und findet dort Fructus, der hinter einem Holzgitter an die Wand gekettet ist. Dieser begrüßt ihn gleich mit seherischen Worten: Da ist er der Botschafter des Todes. Siehst du, ich wusste, dass wir Verbündete sind. Auch das habe ich vorausgesehen! Hast du versucht, es ihm zu sagen? Du siehst, wie stur er ist, oder? Tausendmal sturer als der Esel! Aber man muss schon sagen, dass der Esel ausgesprochen pfiffig ist! 

 

Fructus  ist völlig verzweifelt, weil er hier gefangen ist und seine Mitmenschen nicht warnen kann.  Er hört nicht auf zu lamentieren:  

Ach, was machen wir nun, damit er uns glaubt? Ich habe nämlich keine Zeit, um hier bei ihm zu bleiben. Ich muss zu den anderen, um... 

Adrian versucht den armen Mann zu beruhigen, da er befürchtet, dass dieser durch seinen Lärm den Sklaven herbeiruft und alle Befreiungsaktionen vergeblich sind: Fructus, bei Gott, beruhige dich und hör' auf zu schwatzen! Ich werde versuchen, dich hier rauszuholen! Aber du musst deinen Mund halten, bis ich dich holen komme! 

Fructus: Meinen Mund halten! Aber das kann ich nicht. Wie soll ich ruhig bleiben? Es kommt näher, es ist schon ganz nah! Du weißt es doch, also musst du den Stadtrat davon überzeugen, dass die drei Tage... Wirst du es versuchen? 

Adrian verneint die Frage von Fructus und versucht diesen zu beschwichtigen, was ihm schließlich auch gelingt: Hör zu, ich weiß, dass du Recht hast. Aber es bringt nichts, deinen Wärter zu überzeugen. Warte hier auf mich und sag' vor allem kein Wort! 

Fructus: Schon gut, ich habe verstanden. Nicht ein Wort! 

Adrian verlässt den Durchgang und sucht nach einer Möglichkeit, den armen Fructus aus seinem Gefängnis zu befreien. Er verläßt die Passage, wendet sich am Ausgang nach rechts und geht den Weg am Theater entlang zurück (4x geradeaus) bis zu der Stelle, an der er zuvor Locusta angetroffen hat. Hier trifft er nun auf die Prostituierte Palmyra und den Gladiator Pyramus, von dem Dionysos sprach. Adrian wechselt ein paar Worte mit Palmyra, die sehr überrascht ist, unseren Helden hier anzutreffen: Na, Adrian, du wagst dich in dieses zweifelhafte Viertel? Mhm, du willst dich wohl amüsieren, mein Süßer! 

Adrian erklärt dem Mädchen den Grund seines Hierseins und bittet um ihre Hilfe (Stichwörter: Fructus - Sklave). Vielleicht kann sie den Sklaven ein wenig ablenken, damit Fructus befreit werden kann.

 

Als Palmyra hört, dass sie Fructus, dem Sohn von Locusta, der Zauberin, der sie zahlreiche Kunden verdankt, helfen soll, ist sie gerne bereit, Adrians Wunsch zu folgen: Du täuscht dich schon wieder über meine Absichten. Ich bin wegen einer gerechten Sache hier und brauche deine Hilfe. 

Palmyra: Und warum sollte ich dir helfen. Adrian? 

Adrian: Weil du meinem Marseiller Charme nicht widerstehen kannst und du dem Sohn von Locusta helfen musst. Schließlich treibt ihr Beide ein ähnliches Spiel. Der Stadtrat hat Fructus verhaftet und ihn dort hinten in einer Passage in Fesseln legen lassen. 

Palmyra: Ach, diese gute alte Kupplerin! Der verdanke ich schon einige Kunden! Was kann ich also tun, um Fructus zu helfen? 

Adrian: Könntest du, wie soll ich sagen, die Aufmerksamkeit des Sklaven, der ihn bewacht, auf dich lenken, während wir... 

Palmyra: Mehr brauchst du gar nicht zu sagen. Ich könnte die Aufmerksamkeit jedes beliebigen Mannes auf mich ziehen - und das eintausend und eine Nacht lang, wenn es sein muss.

 

Mit aufreizenden Bewegungen begibt sich Palmyra also zu dem Sklaven und versucht, dessen ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Als nächstes wendet sich Adrian nun dem Gladiator zu, dessen Körperkräfte vielleicht vonnöten sein werden, um das Gitter, hinter dem Fructus eingesperrt ist, zu sprengen. 

 

Der Gladiator, ein freier Mann, ist sehr selbstbewusst, vermutet jedoch, dass zwischen Palmyra und Adrian eine bestimmte Beziehung besteht:  Sei gegrüßt, Adrian. Ich bin Pyramus, der Raetiriarius, der Stolz der berühmtesten Schule von Capua. Ich kann Palmyra nichts abschlagen, und wenn Palmyra dir nichts abschlagen kann... 

Adrian erklärt dem Mann, dass er keinerlei Absichten hegt, was Palmyra betrifft: Es ist nicht so, wie du glaubst. 

Pyramus zweifelt jedoch ein wenig an Adrians Worten: Ich, ich glaube gar nichts

Adrian erklärt dem Gladiator die Situation: Fructus wurde festgenommen, und ich möchte ihn befreien. Sie haben ihn in einer Passage des Amphitheaters gefesselt, verstehst du? 

Pyramus: In der Passage der Gladiatoren? Ha, die kenne ich gut! 

 

Adrian überlegt sich, ob man Fructus' Gefängnis vielleicht von der anderen Seite, d. h. vom Inneren der Arena her erreichen kann. Also steigen er und der Gladiator nun die Treppe zum Theater hinauf (umdrehen und die Stufen hinauf). Oben angekommen wendet sich Adrian nach links und dreht sich dann nach rechts, von wo aus er in die Arena gelangt. 

 

Er durchquert diese bis zur anderen Seite und begibt sich dort zur Passage der Gladiatoren, die auch auf dieser Seite von einem hölzernen Gitter verschlossen ist. Adrian berührt das Gitter und erhält ein Symbol, das ein Gitter darstellt. Mit diesem Icon wendet er sich an den Gladiator, der ihm den ganzen Weg gefolgt ist. Für diesen ist es nun ein Leichtes, das Tor zu sprengen. Das Gitter fällt zu Boden, und der Weg zu Fructus ist frei.

 

Adrian geht in den Durchgang hinein und wendet sich dann nach rechts zu einem Gang, an dessen Ende sich Fructus befindet. Adrian folgt dem Gang, wendet sich links zur Wand, an die Fructus gekettet ist, nimmt sein Messer aus dem Gepäck und schneidet damit die Fesseln des armen Mannes durch. (Er darf Fructus dabei auf keinen Fall berühren, da dieser ansonsten Lärm macht, und alle verhaftet werden!) 

 

Sobald Locustas Sohn befreit worden ist, eilen alle drei auf dem schnellsten Wege die Passage entlang zum Ausgang  zurück. Sie durchqueren erneut die Arena und wenden sich dann nach schräg links. Sie verlassen dann die Arena durch den Durchgang und steigen hinauf in die obere Etage des Amphitheaters. Dort drehen sie sich um 90° zurück und gelangen zu einer Treppe etwas rechts, von der aus man den Vesuv deutlich sehen kann. Diese steigen sie hinab und können so das Amphitheater unbehelligt verlassen.  

 

Nachdem die Befreiungsaktion erfolgreich abgeschlossen wurde, begibt sich Adrian erneut zur Kneipe des Dionysos. Er dreht sich um, geht auf die rechte Tür der Palestra vor sich zu, wendet sich dann nach rechts, geht einen Schritt geradeaus, dreht sich hier nach links und geht in die Straße mit den Bäumen hinein. Dieser folgt er zwei Schritte geradeaus, dann biegt er nach rechts ab, geht nochmals einen Schritt geradeaus, biegt dann nach links in die Straße des Überflusses, auf der er zwei Schritte geradeaus geht. Dann wendet er sich nach links zum Eingang der Taverne.  Adrian geht hinein und wechselt ein paar Worte mit Dionysos, dem Wirt, der sich freut Adrian wiederzusehen:  Adrian, deine Verbundenheit mit meinem bescheidenen Etablissement rührt mich sehr. Wirklich! Einen Krug Wein für alle! Auf Kosten des Hauses natürlich! und begibt sich dann in den hinteren Saal, wo er Pyramus vorfindet, der eine Partie Tali mit unserem Helden spielen möchte: Wie wär's mit einer kleinen Partie zur Feier des Tages?  

 

Adrian nimmt die Taliwürfel links vom Tisch (oder die Würfel aus seinem Rucksack), legt eine Münze auf den Tisch und läßt sich auf ein Spiel ein. Er gewinnt in der gewohnten Weise, indem er seine Zauberfeder zu Hilfe nimmt. (Sollte Ihnen nicht nach einem Spiel zumute sein, können Sie die Taverne des Dionysos auch direkt wieder verlassen!)

 

Da er hier nichts weiter bewirken kann, begibt sich Adrian erneut zum Haus von Octavius Quartio, um Sophia erneut einen Besuch abzustatten, die ja versprochen hat, Adrians Worte vom Vortage zu überdenken. Adrian verlässt die Taverne, wendet sich nach rechts und geht drei Schritte geradeaus bis zum Haus von Octavius, wo er an die Tür klopft. Dort wird er sehr feindselig von Statius, dem Türsteher empfangen: Wahnsinniger! Dich kriegen wir ja gar nicht mehr los! Was willst du? 

Unter einem Vorwand versucht Adrian, sich Zugang ins Haus zu verschaffen: Lavinia hat mir angeboten, ihr heute einen Besuch abzustatten. 

Statius glaubt seinen Worten zwar nicht, hindert ihn jedoch nicht am Betreten des Hauses: Lavinia, was? Ich verstehe! Gut! Wenn du wirklich Lavinia suchst, dann findest du sie in der Nähe der Euripe! 

Adrian geht am Wasserbecken vorbei geradewegs weiter in den Garten, wo er tatsächlich Sophia an der bekannten Stelle unter den Weinspalieren antrifft. Diese berichtet ihm von dem Rosengruß, den sie am Morgen im Garten erhalten hat: Adrian, stell' dir vor, dass es heute Morgen Rosen über dem Garten geregnet hat, die Blumen der Venus! Glaubst du, dass das ein Zeichen ist? Ich weiß nicht, was ich tun soll. Wenn ich dich sehe, möchte ich am liebsten alles aufgeben, um mit dir mitzukommen. 

Adrian versucht in Erfahrung zu bringen, welche Gefühle Sophia tatsächlich für Habinnas hegt: Aber Sophia, Lavinia hat mir erzählt, dein Verlobter... 

Sophia: Habinnas ist ein netter Junge, aber ich bin nicht verliebt! Frauen interessieren ihn nicht, Männer übrigens auch nicht. Er denkt nur daran Geld zu scheffeln. Er ist ständig mit seinen Konten und seinen Verträgen beschäftigt. Er und Musik, Blumen - Octavius hat für uns entschieden! Ich hatte keine Wahl. Octavius hat mich freigelassen. Er hat mich vor der Sklaverei bewahrt und mir die Erziehung eines freien Mädchens ermöglicht. Lavinia liebt mich wie ihre eigene Tochter. Wie könnte ich ihr Vertrauen enttäuschen? Ich könnte mit einer solchen Bürde auf meinem Gewissen nicht leben! Weil er uns beide mag, denkt er, dass Habinnas und ich uns lieben müssen. Er ist überzeugt davon, dass ich glücklich bin, Habinnas zu heiraten und ihn und Lavinia zu beerben. Sie zählen auf uns als ihre Nachfolger. 

Adrian wird klar, in welchem Gewissenskonflikt Sophia sich befindet. Auf der einen Seite will sie ihre Zieheltern, Octavius und Lavinia nicht kränken und enttäuschen, aber auf der anderen Seite wird sie von ihnen in eine Heirat mit einem Mann gedrängt, den sie nicht liebt. Adrian versucht seine Angebetete davon zu überzeugen, dass sie der Liebe nachgeben soll, die sie offensichtlich für Adrian empfindet: Venus ist immer stärker, Venus ist wortbrüchig und untreu! Ich biete dir die Morgendämmerung am See Mariotis, die Klarheit des Himmels über Marseille. Wenn die Götter es uns gestatten, endlich etwas Frieden zu finden, werden wir in meiner von Platanen umgebenen Villa leben, und unsere Kinder werden am Strand spielen. 

Sophia: Aber, wenn ich dir folge, wird dieses Haus mir für immer verschlossen sein. Wie soll ich den Gedanken ertragen, dass Lavinia nie meine Kinder sieht. Ich werde sie in ewige Trauer versetzen. Ich werde nur gehen, wenn sie mir die Erlaubnis dazu gibt. Aber wird Venus sie davon überzeugen können? Diese Worte aus Sophias Mund sind ein Wink für Adrian, dass er seiner Liebsten zeigen muss, dass Venus ihnen wohlgesonnen ist. Er nimmt die Taliwürfel aus seinem Gepäck und wirft diese auf den Boden zu Sophias Füßen. Die Knochenstücke bilden dort das Symbol der Venus. Adrian spricht Sophia nun auf die Gefahr an, die die Stadt Pompeji und ihre Bewohner bedroht. Sophia zweifelt zunächst an seinen Worten: Aber warum müssen wir so schnell weg. Ist denn die Gefahr so groß? Lavinia hat mir von dem schlimmen Erdbeben erzählt, und sie hat es überlebt! 

 

Es muss Adrian nun gelingen, seine Angebetete davon zu überzeugen, dass er die Wahrheit spricht. Er blickt sich um (nach rechts zum Wasserbecken drehen) und gibt den magischen Trank (1), den er von Locusta erhalten hat,  in das Wasser, wie ihm die Zauberin geraten hat. Dann fordert er Sophia auf, einen Blick in das Becken zu werfen: Sophia, die herannahende Katastrophe wird nicht lange auf sich warten lassen, und sie ist viel schlimmer als das Erdbeben. Schau', in diesem Wasser wird sich die Zukunft dieser Stadt spiegeln! In drei Tagen sind nur noch Ruinen davon übrig!  

 

Jetzt ist Sophia davon überzeugt, dass sie Adrians Worten glauben schenken kann und ist bereit, die Stadt mit ihm zu verlassen. Sie vereinbart mit Adrian einen Treffpunkt für den folgenden Abend nach Abschluss der Feierlichkeiten zu Ehren des Gottes Vulcanus: Was hat unsere Stadt getan, um ein so schlimmes Schicksal zu erleiden? Ich gehe morgen mit dir, wenn mir Lavinia ihren Segen gibt! Aber lass' sie uns zumindest vor dieser schrecklichen Bedrohung warnen! Morgen wird anlässlich der Vulcanalia ein großes Fest gegeben. Ich kann nicht vor der Cena verschwinden, da würde meine Abwesenheit zu sehr auffallen. Komm' mich jedoch nach dem Bankett an der Gartentür abholen. Dann haben alle schon ziemlich viel getrunken und passen weniger auf. Damit ich komme, sollst du zweimal das Schluchzen der Nachtigal imitieren. Ich warte auf dein Zeichen! Adrian erhält eine tönerne Nachtigall von Sophia, mit der er den Gesang des Vogels nachahmen kann. 

Plötzlich glaubt er ein Geräusch gehört zu haben. Er dreht sich zum Haus und sieht eine Gestalt davonlaufen: He , wer ist da? Sollte jemand ihr Gespräch belauscht haben? 

Damit geht auch der dritte Tag zur Neige.

© Copyright Renate Pieper

 

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