Einleitung
1) 1. Tag (20. August 79) 3) 3. Tag (22. August 79)
2) 2. Tag (21. August 79) 4) 4. Tag (23. August 79)

Der Tag beginnt im Haus des Cithara-Spielers

 

Popidius bringt den Göttern am Hausaltar ein Opfer dar. Adrian versucht sich ihm zu nähern. Popidius gibt ihm jedoch zu verstehen, dass er nicht gestört werden möchte. Adrian dreht sich also um, geht den Säulengang entlang (2x geradeaus), wendet sich dann nach links, geht noch einen Schritt geradeaus und wendet sich dann links dem dreifarbigen Vorhang zu, durch den er das Atrium mit dem Wasserbecken verlässt. 

 

Er durchquert den Raum in Richtung Truhe (nach links wenden), in der er zu Beginn des Spiels einige Gegenstände gefunden hat und wendet sich dann nach rechts zur Tür des Hauses, durch die er das Gebäude verlässt.

 

Draußen angekommen, stolpert Fructus, der etwas geistig verwirrte Seher der Stadt auf ihn zu: Ah, du bist der Bote, der Abgesandte des Todes. Der Tag des Sterbens ist gekommen. Die große betrunkene Prostituierte wird zusammenbrechen. Ich weiß es, ich weiß alles. Hör mir zu, ich will dir helfen. Ich will euch allen helfen, aber niemand hört auf mich. Geh' zum Tempel der Isis, aber betrete ihn nicht. Sie wird kommen... Sie weiß nicht... nein, keine Zeit, keine Zeit.  

 

Fructus verschwindet, und Adrian macht sich auf den Weg zum Tempel der Isis, wohin Fructus ihn eingeladen hat. Er wendet sich nach links, geht einen Schritt geradeaus und dreht sich dann nach rechts, wo er in die Straße des Tempels der Isis gelangt. Dort wird er von einem Sklaven angesprochen, der auf der Suche nach Fructus ist. Dieser will wissen, ob Adrian den Verrückten gesehen hat: Sei gegrüßt Fremder! Hast du zufällig jemanden gesehen, der floh, als ob ihm die Pest auf den Fersen sei? Weißt du, in welcher Richtung er verschwunden ist? 

Unser Held jedoch verneint dies, um den armen Irren zu schützen: Nein, keine Ahnung!

 

Nach diesem Vorkommnis setzt Adrian den Weg bis zum Ende der Straße fort. Dort dreht er sich um und entdeckt ein Armband auf dem Boden, welches er einsteckt. ( Er gelangt vor den Eingang zum Dreieckigen Forum). 

 

Hier auf dem Boden  vor dem Eingang 

zum dreieckigen Forum liegt ein Armband!

 

In diesem Augenblick erscheint Locusta, die stadtbekannte Zauberin von Pompeji. Sie scheint offenbar genauestens darüber Bescheid zu wissen, was Adrian in Pompeji sucht: Na, der Verliebte! Hast du deine Freundin gefunden? Ich bin Locusta, ein wenig Kupplerin und ein wenig Zauberin. Ich weiß alles über die Liebeleien in dieser Stadt, erweise kleine Dienste, Liebesbriefe, heimliche Treffen, Liebestränke zu ausgesprochen sanften Preisen. 

Adrian sucht Weiteres von dieser weisen Frau zu erfahren. (Sophia - Fructus - Zaubertränke - Ingredienzien) 

Man sollte alle zur Verfügung stehenden Gesprächsthemen mit der Magierin besprechen): Du kennst Sophia und du weißt, dass...  

Locusta: Ich weiß, dass Sophia dir seit Urzeiten versprochen ist. Pythagoras, mein Meister hat uns gelehrt, dass die Seelen in immer wieder andere Körper schlüpfen. Deine Seele hat die Seele von Sophia in einem vergangenen Leben geliebt, und ihr werdet euch auch in zukünftigen Leben wiederfinden

Adrian: Was hältst du von dem gestrigen Erdstoß? 

Locusta: Das ist noch gar nichts, lediglich ein Vorzeichen. 

Adrian: In wieweit kannst du mir helfen? 

Locusta: Ich kenne die Zahl und die Worte, die bezaubern, verhexen und Geister beschwören. Auch mit den Pflanzen bin ich bestens vertraut. Ich bin die Zauberin Locusta, die furchterregende Thessalerin, aber ich habe auch das Herz einer liebenden Mutter. Ich bin bereit, zwei Zaubertränke für dich zuzubereiten, aber der arme Verrückte, dem du gerade begegnet bist, ist mein Sohn Fructus. Er ist nicht ganz normal, aber ich liebe ihn. 

Adrian: Warum verfolgt der Stadtrat deinen unglücklichen Sohn? Er schien mir nicht gerade gefährlich zu sein. 

Locusta: Er ist nicht böse, aber er hat Visionen! Er sieht das Ende der Welt nahen, das Universum unter einem Flammenmeer verschwinden und ähnliche Horrorvorstellungen. Er läuft durch die ganze Stadt, und da niemand auf ihn hört, spricht er mit den Bäumen und Hunden. Außerdem entfacht er hier und da ein kleines Strohfeuer, aber nichts wirklich Schlimmes! 

Adrian möchte nun noch etwas über die beiden Tränke erfahren, von denen Locusta sprach: Der erste hilft dir dabei, deine Verlobte von der über uns schwebenden Gefahr zu überzeugen. Mit dem anderen kannst du alle jene beseitigen, die sich zwischen dich und sie stellen. Aber Vorsicht, er wirkt nur in diesem Fall! Adrian ist begierig mehr zu erfahren: Was soll ich tun? 

Locusta gibt ihm den Auftrag, eine Reihe von Dingen zu beschaffen, die sie zur Herstellung der Tränke benötigt. Sie überreicht Adrian zu diesem Zweck eine Liste der neun Gegenstände, die er beschaffen muss, sowie einige Glasröhrchen: Bringe mir all' diese Dinge heute Mittag! Ich werde vor der Caupona von Dionysos auf dich warten.

 

1) drei Steine aus dem Garten des Octavius

2) reinen Wein

3) Lampenöl

4) eine Rose, die am Fuße der Venus wächst

5) das fein zermahlene Pulver eines Eselszahns

6) das Blut eines Opfertiers, das man Apollo geopfert hat

7) eine Träne des Gottes Apollo

8) eine Feder vom Ibis

9) etwas Weihrauch

 

Adrian sieht in der Alten eine Verbündete und glaubt, auch sie vor der Gefahr warnen zu müssen, welche auf die Stadt zukommt (Schlüsselwort: Beben): Das scheint hier möglicherweise absurd, aber ich habe Grund zu der Annahme, dass der Vesuv die Stadt zerstören wird. 

Locusta weiß bereits von dem drohenden Verderben, alle Zeichen deuten darauf hin: Du hast allen Grund, das zu glauben. Deswegen bist du gekommen, oder? Für Sophia. Die Hunde heulen in der Nacht, und es wurden riesige Phantome in den heiligen Wäldern gesichtet. Du musst dich sofort auf die Suche machen. 

Locusta zählt unserem Helden nochmals die Ingredienzien auf, die sie für die Zubereitung der Zaubertränke braucht und verabschiedet sich dann: Die Zeit vergeht und vergiss nicht: drei Steine aus einem Garten, reinen Wein, das Öl des Lichts, am Fuße der Venus wächst eine Rose, aus dem Backenzahn des Esels ein feines Pulver reiben, Apollo für die Wahrsagung,  ein Tropfen Blut des Opfers und eine seiner Tränen, eine Ibisfeder und etwas Weihrauch, mein Pfeffer, das Salzkorn in meiner Hand.

 

Adrian steht nun also vor dem Problem, die erforderlichen Zutaten zu finden. 

Er begibt sich zunächst zurück in das Haus des Cithara-Spielers (umdrehen, 2x geradeaus, dann nach links abbiegen, 1x geradeaus, sich nach rechts zur rotweißen Tür wenden). Adrian betritt das Haus durch die rotweiße Tür. Im Inneren geht er einmal geradeaus, wendet sich dann nach schräg links, dreht sich ein wenig nach rechts und verlässt den Raum mit der Truhe durch die Tür (, neben der sich rechts eine Öffnung befindet, in der der Säulengang zu sehen ist). Adrian gelangt in das Atrium mit dem Wasserbecken. 

 

Hier folgt er dem Weg die Kolonnade entlang, geht einmal geradeaus, dreht sich dann nach rechts, geht erneut zweimal geradeaus, dreht sich nach rechts, macht nochmals einen Schritt geradeaus und findet linkerhand einen Raum, in dem sich Licinius befindet. Diesen spricht er an und bittet ihn um drei Gegenstände, die er angeblich für ein Opfer benötigt: Licinius, mein Retter! Ich muss unbedingt ein Opfer in der öffentlichen Opferstätte bringen, ein Gelöbnis, das ich während meiner Reise gegeben habe. Wo kann ich Weihrauch und reinen Wein finden. Ich brauche darüber hinaus auch etwas Lampenöl. 

Licinius ist sehr hilfsbereit und fordert Adrian auf, die Gegenstände auf dem Tisch an sich zu nehmen: Nimm' , was auf dem Tisch steht. Was das Öl betrifft, so glaube ich, dass die Lampe ausreichend ist. Sie ist noch voll.

 

Adrian steckt das Lampenöl, den Wein und den Weihrauch ein, worauf drei der für die Zaubertränke erforderlichen Zutaten auf Locustas Liste durchgestrichen werden. (Diese drei Dinge kann sich Adrian übrigens auch für etwas Geld bei Dionysos, dem Wirt besorgen).

 

Unser junger Held verlässt das Atrium, indem er sich nach rechts dreht, dem Weg zweimal geradeaus folgt und dann durch den dreifarbenen Vorhang zurückkehrt in den Raum mit der Truhe. Dort begibt er sich direkt zum Ausgang (Richtung Truhe gehen, dann nach rechts zur Tür drehen) und verlässt das Haus. 

Draußen wendet Adrian sich nach rechts, geht einmal geradeaus, dreht sich dann nach rechts und geht auf der Straße des Überflusses erneut zweimal geradeaus, wo er linker Hand an der Wand ein Fresko, das Venus darstellt, zu deren Füßen ein Rosenstock wächst. 

 

Adrian greift nach einer der Rosen, woraufhin plötzliche eine Taube erscheint, die im Flug eine Feder zu Boden fallen lässt. Adrian hebt die Feder auf, die ihm im weiteren Verlauf des Spiels noch wertvolle Dienste leisten wird. 

In diesem Augenblick ist eine Stimme zu hören: Du bist der Favorit von Venus! 

(Wenn man ein wenig in der Enzyklopädie des Spiels blättert, erfährt man, dass die Taube und die Rose für die Römer die Zeichen der Venus darstellen).

 

Somit ist ein weiterer Punkte auf Locustas langer Liste abgehakt, (die Rose, die zu Füßen der Venus wächst)

Adrian begibt sich nun auf die Suche nach dem Eselszahn. 

In der Straße des Überflusses befindet sich ein Esel, der vor einem Parfümladen grast. Adrian sollte jedoch nicht dorthin gehen, denn dort kann unser Held nicht fündig werden, was den Eselszahn betrifft. Jener Esel wird uns jedoch noch etwas später beschäftigen.

 

Stattdessen wendet sich Adrian vor dem Fresko mit dem Rosenstock wieder nach rechts, geht zweimal geradeaus und findet hinter einem Brunnen die Bäckerei von Sotericus

 

 

Nachdem er den Bäcker kurz begrüßt hat, geht Adrian geradewegs durch die Türöffnung vor sich. Im nächsten Raum macht unser Held einen weiteren Schritt geradeaus, dreht sich dann einmal nach rechts und erneut nach rechts zu den Mehlsäcken, vor denen er den Zahn eines Esels findet. 

 

Der Zahn wird zu Pulver zermahlen!

 

Diesen nimmt er an sich, dreht sich nach links, geht zwei Schritte geradeaus nach hinten zu dem Esel, der dort an das Mahlwerk gebunden ist. Adrian nimmt den Zahn aus seinem Gepäck, legt ihn zwischen die Mühlsteine, woraufhin sich der Esel in Bewegung setzt und die Mühle antreibt. Der Zahn wird zu feinem Pulver zerrieben, welches Adrian anschließend auf einem Stückchen Stoff (am Fuße der Mühle) an sich nehmen kann.

Locustas Liste mit den Zutaten für die Zaubertränke erscheint, und der nächste Gegenstand, (das feine Pulver aus dem Zahn eines Esels), wird abgehakt.

 

Adrian beschließt, sich auf die Suche nach den drei Steinen aus Octavius' Garten zu machen. Auf der Karte sieht er sich an, wie er dorthin gelangen kann. Unser Held verlässt nun also die Bäckerei auf dem Weg, den er gekommen ist , wendet sich nach rechts, geht zweimal geradeaus, dreht sich dann nach rechts und gelangt zur Tür des Hauses von Octavius Quartio

 

Er klopft an die Tür und wird von Statius, dem Türsteher begrüßt, der ihm jedoch den Eintritt verwehrt. 

Adrian: Ist dein Herr zuhause oder deine Herrin? 

Statius: Weder der eine noch die andere. Mein Herr ist zu einem Opfer im Tempel von Vespasian gegangen, und meine Herrin begleitet ihn. Wenn du Lavinia sehen möchtest, empfehle ich dir vor der Cena erneut vorbei zu kommen. Lediglich Octavius empfängt am Vormittag. 

 

 

Unverrichteter Dinge muss Adrian umkehren. Er gibt jedoch nicht so schnell auf und sucht nach einer anderen Möglichkeit, ins Haus des Octavius zu gelangen. Er begibt sich nach rechts in Richtung Forum, geht dann in die erste Straße auf der linken Seite und wendet sich dort erneut nach links. Ein paar Schritte weiter geradeaus führen unseren Helden zu einer Tür, die zum Garten von Octavius' Haus führt. 

Adrian klopft an und wechselt ein paar Worte mit dem Gärtner, der erschreckt verschwindet, als Adrian erzählt, dass sich Fructus in der Nähe befindet:

 

Sei gegrüßt, dein Garten ist wirklich wunderschön. Darf ich näherkommen?

Gärtner: Ich würde dich wirklich beleidigen, wenn ich dich hier eintreten ließe. Du solltest deinem Rang gemäß eintreten, Fremder! Wende dich an Statius am Haupttor. 

Adrian: Sag', in diesem Haus lebt doch eine Freigelassene namens Sophia! 

Gärtner: Das stimmt! 

Adrian: Hat dich der Erdstoß heute Vormittag nicht beunruhigt?  

Gärtner: Oh, das ist nicht weiter schlimm, nur die Weinspaliere wurden etwas in Mitleidenschaft gezogen. Damit werden wir wieder zu tun haben. 

Adrian: Du als Gärtner solltest besser aufpassen, denn ich habe 

Fructus sich hinter einem Baum verstecken sehen, und wenn etwas passiert, wirst du dafür bestraft. 

Gärtner: Danke, bei Pollux, ich schaue schnell nach. Kannst du solange auf den Eingang zum Haus aufpassen? 

Adrian: Es ist mir eine Freude. 

 

Der Gärtner verschwindet und Adrian nutzt die Gelegenheit, in den Garten des Hauses zu gelangen.

 

Er geht einen Schritt hinein, dreht sich dann um und nimmt die drei Steine an sich, die sich dort rechterhand auf dem Boden befinden. Dann verlässt er auf dem schnellsten Weg den Garten und begibt sich auf die Suche nach weiteren Gegenständen.

 

Vielleicht sollte er dem Tempel der Isis einmal einen Besuch abstatten. Adrian wendet sich nach rechts, geht einmal geradeaus, dreht sich erneut nach rechts, macht einen Schritt geradeaus, dreht sich dort nach links und geht 5x geradeaus. An Ort und Stelle wendet er sich nach links, geht zweimal geradeaus, dreht sich dort nach rechts, macht noch einen Schritt geradeaus und wendet sich dann nach links zum Eingang des Tempels der Isis. Er betritt den Tempel, wo er von einem Priester begrüßt wird. 

Adrian stellt sich vor und überreicht dem Priester das heilige Wasser des Nils, das er von Harpocrates erhalten hat. Er weiß (aus der Enzyklopädie), dass Nilwasser in diesem Tempel für Reinigungsriten verwendet wird.

 

 

Adrian: Sei gegrüßt Priester der Isis. Mein Name ist Adrian. Ich bin der Gast von Popidius und der Freund von Secundus. 

Priester: Die Freunde von Popidius sind in diesem Tempel jederzeit willkommen. 

Adrian: Lavinia ist eine deiner Getreuen. Kennst du auch Sophia? 

Priester: Ja, sie begleitet Lavinia häufig. 

Adrian: Ich komme zu dir, weil ich Gründe zu der Annahme habe, dass eine große Katastrophe im Anzug ist. 

Priester: Ich würde dich gerne vom Gegenteil überzeugen wollen, aber es stimmt. Die Zeichen sind unheilvoll. 

Adrian: Ich bringe dir dies hier, als Zeichen der Ergebenheit der Pompejer Alexandrias. Ein ägyptischer Händler hat es mir für dich anvertraut. 

Priester: Geheiligtes Nilwasser! Auf das Isis immer über dich wache, Adrian! Wenn du mir weiter nichts zu sagen hast, werde ich diese Gabe in den Tempel bringen. 

Der Priester verschwindet, um den kostbaren Gegenstand in Sicherheit zu bringen. Adrian nutzt die Gelegenheit, um sich ein wenig um zu schauen und eventuell eine Feder des Ibis in seinen Besitz zu bringen. Da die Zeit äußerst knapp bemessen ist, ehe der Priester zurückkehrt und Adrian gefangen genommen wird, wenn dieser ihn bei seinem Herumspionieren erwischt,  sollte man das Spiel an dieser Stelle abspeichern. Adrian wendet sich nach rechts, geht zwei Schritte geradeaus und begibt sich schräg links in den Raum, der als Ekklesiasterion bezeichnet wird. Auf der linken Seite befindet sich ein Tisch, auf dem unser junger Held eine Feder entdeckt, die er sofort einsteckt. Er sollte sich sehr vorsichtig in diesem Raum bewegen, da er andernfalls Gefahr läuft, entdeckt zu werden. Auf dem schnellsten Wege begibt sich Adrian anschließend zurück zum Eingang und verlässt den Tempelder Isis. 

 

Nun sollte sich Adrian auf die Suche nach dem Blut des Opfertiers und einer Träne von Apollo begeben. Also führt in sein Weg zum Apollotempel. Vor dem Tempel der Isis  wendet sich unser Held nach rechts, geht einen Schritt geradeaus, dreht sich nach links, macht erneut zwei Schritte geradeaus und dreht sich dann nach links. Er folgt dem Weg zum Forum (3x geradeaus), überquert den Platz (schräg rechts klicken, 3x gerade aus), wendet sich dort nach rechts und geht zwei Schritte geradeaus die Kolonnade entlang. Dort wendet sich Adrian dann nach links zu dem Mann, der dort vor der Tür zum Tempel des Apollo herumlungert. Dieser warnt ihn: Du solltest etwas später wiederkommen. Irgendetwas geht seit heute morgen vor. Der König weist sämtliche Opfer, die ihm angeboten werden, zurück. Das ist kein gutes Zeichen, wirklich nicht. 

Nach dieser Warnung verschwindet die Gestalt, und der Weg in den Apollotempel ist frei. Adrian betritt das Heiligtum, wendet sich nach links und geht zwei Schritte auf den Priester des Gottes zu, der gerade seine Gebete verrichtet hat. Er spricht ihn an und erzählt ihm von seinem Anliegen:

 

Ich grüße dich, edler Priester des Apollo. Ich bin fremd hier und bei Popidius zu Gast. 

Mein Name ist Adrian. Ich habe gehört, dass der Gott die Opfergaben verweigert hat, 

die ihm dargebracht wurden. 

Priester: Ja, es ist schrecklich. Die Lebern der Opfer zeigen sämtliche schlimmen 

Anzeichen auf. Wir haben umsonst zehn junge, völlig weiße Stiere geopfert, die keinerlei 

Mängel aufwiesen, aber alle zurückgewiesen wurden.  Wir müssen die Haruspexe konsultieren. 

Adrian bittet den Priester um etwas Blut von einem der Opfertiere:  

Ich möchte einen Tropfen Blut von einem der Opfer. 

Der Priester ist etwas verwundert über Adrians Begehren: Das ist aber eine 

seltsame Bitte. Aber heute Vormittag ist alles seltsam. Leider kann ich sie nicht erfüllen, 

da wir bereits die Opferstätte gereinigt haben.

Adrian erzählt ihm dann, dass er außerdem noch eine Träne des Gottes Apollo benötigt: Ich brauche außerdem eine Träne von Apollo. 

Priester: Apollo ist der Gott der Dichter. Vielleicht steht er dir bei, aber für dich weinen? 

Die Götter weinen nicht! 

 

Der Priester teilt Adrian mit,  dass beide Gegenstände hier nicht finden wird. Unser Held jedoch gibt sich nicht geschlagen und beschließt, sich selbst an der Opferstätte umzusehen. Er wendet sich nach rechts und betritt die Wiese, auf der sich der Altar befindet. Obwohl der Priester behauptet hat, dass man die Opferstätte gereinigt hat, kann Adrian zu seiner Überraschung noch etwas Blut von den Opfertieren auf dem Boden links vom Opferstein entdecken.  

 

 

Unser Held holt eines der Glasröhrchen aus seinem Gepäck, welche er von Locusta erhalten hat,  und versucht, etwas Blut darin aufzufangen. Dann sieht sich Adrian den Altar etwas aus der Nähe an. Darauf bemerkt er eine bläuliche Wasserlache. Er nimmt das zweite Glasröhrchen aus seinem Rucksack und fängt etwas von dem Nass damit auf. Er dreht sich um und wendet sich der Statue des Gottes im Hintergrund zu. Adrian nimmt das Glasröhrchen mit dem Wassertropfen zur Hand und gießt dessen Inhalt in den rechten Augenwinkel der Statue des Apollo. Das Wasser läuft die Wange der Statue hinunter, Adrian greift erneut zum Glasröhrchen und fängt damit  den Wassertropfen, der nun wie eine Träne wirkt, wieder auf. Locustas Liste erscheint, und der letzte Bestandteil der Zutaten (das Blut eines Opfertieres und eine Träne von Apollo) werden abgehakt. Nachdem hier nun alles getan ist, wendet sich Adrian ein wenig nach rechts, geht einen Schritt geradeaus, dreht sich nach links, macht erneut zwei Schritte geradeaus und wendet sich nach rechts zur Tür, durch die er den Tempel des Apollo verlässt. 

 

Er kehrt zurück zum Forum und überquert den Platz, indem er zwei Schritte geradeaus macht.

 

Dort wendet er sich nach rechts, geht nochmals zwei Schritte geradeaus und wendet sich nach links zur Straße des Überflusses. Er folgt der Straße (2x geradeaus) und dreht sich dann um. Hier angekommen dreht er sich um und sieht einen Esel, der es sich dort vor einem Parfümladen wohl ergehen lässt (siehe oben). 

 

Adrian spricht Ascula, die Besitzerin des Geschäftes an, die offenbar schon von ihm gehört hat. 

Ascula: Sei gegrüßt, Gast von Popidius.  Du machst Geschäfte mit Locusta, stimmt's? Eine Herzensangelegenheit? Schon gut! Wenn du einer ihrer Freunde bist, dann sei willkommen! Blumen und Liebe passen gut zueinander! 

Adrian wendet sich nun dem Esel zu, der ihn vom Vortag wieder erkennt und freudig begrüßt. Ascula, die Besitzerin des Geschäftes jedoch scheint nicht gerade erbaut von dem Esel, der ihre Blumen frisst und ihr die Kunden vertreibt: Du scheinst dich ja sehr gut mit diesem Esel zu verstehen, der mir das Leben so schwer macht. 

Adrian versucht, Ascula, dazu zu bringen, die Angelegenheit einmal mit den Augen des Esels zu betrachten. Es gelingt ihm im nachfolgenden Gespräch, die Geschäftsfrau davon zu überzeugen, dass sie vielleicht auch Vorteile aus der Angelegenheit ziehen kann, die ihr soviel Unbehagen bereitet. 

Adrian: Soviel Ungerechtigkeit, wenn auch charmant vorgetragen. Dieser Esel ist doch ein ganz außergewöhnliches Wesen mit einem wirklich unabhängigen Geist! Was wirfst du ihm denn vor? 

Ascula: Genau, seinen unabhängigen Geist! Seitdem die Bauarbeiten in den Thermen wieder aufgenommen wurden, verbringt dieser Esel den ganzen Tag vor meinem Stand, frisst meine Blumen und vertreibt mit seinem Gestank all' meine Kunden. Unmöglich, ihn auch nur einen Zentimeter fortzubewegen! Ein tolles Aushängeschild für einen Parfümladen!. Wenn ihr euch so nahe steht, sag' ihm doch einfach, er soll sich fortmachen. 

Adrian: Warum nicht einen Nachteil in einen Vorteil und einen Esel in ein Aushängeschild umkehren? Da er deinen Laden offensichtlich zu schätzen weiß, solltest du ihn für deine Zwecke einspannen.  

Ascula: Immer langsam, dieser Esel gehört mir nicht. Ich kann doch nicht einfach über ihn verfügen! 

Ascula sieht jedoch einen Pferdefuß in der Angelegenheit, weil ihr der Esel nicht gehört. Adrian begreift das Problem und hält Ausschau nach dem Besitzer des Tieres. Diesen findet er auf der anderen Straßenseite. Bevor er sich dem Mann zuwendet, nimmt Adrian die beiden Blumenkörbe vor Asculas Geschäft an sich, die der Esel seit geraumer Zeit abgrast. Unser Held geht auf den Arbeiter zu (, den er vom Anfang des Spiels bereits kennt, wo dieser in einen Streit mit einem Gemüsehändler verwickelt war, ) und versucht, den Mann davon zu überzeugen, dass sein Esel ihm vielleicht noch weitere Vorteile einbringen kann: Sei gegrüßt! Ich sehe, dass dein Esel den richtigen Riecher zu haben scheint. 

Arbeiter: Ach, du bist esDas ist witzig, oder? Er wird satt, und es stört niemanden!

Nach diesem kurzen Gespräch kehrt Adrian zurück zu Ascula und berichtet ihr vom Fortschritt des Handels: Ich kenne seinen Besitzer sehr gut. Er ist ein wenig reizbar und manchmal sogar sturer als sein Esel, aber er wird sich sicherlich überzeugen lassen. Wir könnten deine Blumenkörbe an einem neuen Aushängeschild aufhängen. Der Vorteil ist, dass er sie dann nicht mehr abgrasen kann. 

Ascula: Ich frage mich, ob Cäsar Recht daran getan hat, euch Gallier zu erobern! Du hast bestimmt eine Idee im Hinterkopf! Ich frage mich nur welche! 

Adrian überzeugt die Händlerin davon, dass sie dem Arbeiter als Dank für die Bereitstellung des Esels etwas Parfüm für seine Frau schenken sollte. Ascula ist einverstanden.

Adrian: Der Esel grast, sein Besitzer rackert sich ab, und die Frau hat das Nachsehen. Was übrigens seine Frau betrifft, so bekommt sie sicher nicht oft Parfüm.  Du könntest dem Arbeiter welches schenken im Austausch gegen die Dienste seines treuen Lastentiers. 

Ascula: Ausgezeichnet!

Dann schlägt unser geschickter Held der Parfümhändlerin vor, dass man den Farbenhändler darum bitten sollte, ein Aushängeschild anzufertigen. 

Adrian: Um sämtliche Missverständnisse auszuschließen, könnten wir ein Schild mit dem Namen des Ladens anfertigen lassen. Der Farbenhändler wird es sicherlich mühelos anstreichen, und deinem neuen Partner wird es eine Freude sein, es zu tragen! 

Ascula: Ah, dir gehen die Ideen wohl nie aus! Eine Kleinigkeit jedoch: warum sollte der Händler das tun? 

Adrian ist davon überzeugt, dass der Farbenhändler mit Freuden zustimmen wird, da er auch sein Geschäft auf diesem Ladenschild mit anpreisen könnte: Das ist ein altes gallisches Prinzip: zwei Fliegen mit einem Stein schlagen. Er kann dadurch das Schild auch mit seinem Namen beschriften. 

Adrian eilt zurück zum Arbeiter und versucht diesen davon zu überzeugen, dass er ein lukratives Geschäft machen kann: Wärst du bereit, deinen Esel Ascula zu borgen, während du arbeitest?  Er wird sich von ihrem Laden nicht fortbewegen. 

Arbeiter: Ja und? Ascula ist ja sehr nett, aber was habe ich denn damit zu tun? 

Adrian: Ascula schlägt vor, deinen Esel wirklich aufzuwerten, indem er zum Aushängeschild ihres Ladens wird.  

Arbeiter: Was denn sonst noch? Ich habe noch nie so etwas Dummes gehört! 

Adrian: Sie möchte ihm gerne ihre Blumenkörbe umhängen, damit er diese nicht länger frisst! 

Arbeiter: Das kommt nicht in Frage, meinem Esel geht es dort ja bestens! Er bekommt was in den Bauch und ruht sich aus! 

Adrian: Ascula schenkt dir auch gern etwas Parfüm, wenn du ihr deinen Esel überlässt. 

Die Vorstellung, etwas Parfüm für seine Großzügigkeit zu erhalten, beeindruckt den Arbeiter schließlich so, dass er dem Handel zustimmt.:

Mmhm, ich und meine Frau haben noch nie Parfüm gehabt, zumindest nicht seit unserer Hochzeit! Das ist eine gute Idee. In Ordnung, das Geschäft gilt!

 

 

Nun ist es an Adrian, den Farbenhändler, davon zu überzeugen, dass er ein gutes Geschäft machen kann, wenn er ein Aushängeschild anfertigt. Unser Held wendet sich dem Mann zu, der sich etwas rechts vom Arbeiter in seinem Laden befindet, und erläutert ihm die Angelegenheit: Sei gegrüßt, verehrter Händler von Pompeji. Wir haben uns gemeinsam mit Ascula überlegt, wie wir das Image eurer Läden aufbessern könnten, das durch die traurige Anwesenheit dieses Esels in Mitleidenschaft gezogen wird. 

Farbenhändler: So hätte ich es vielleicht nicht ausgedrückt, aber es stimmt schon, was kann man da tun? 

Adrian: Der Esel ist friedlich, frisst jedoch die unschuldigen Blumen, und Ascula jammert. Wenn jedoch der Esel mit den Blumen geschmückt wird, werden alle das Tier sehr viel wohlwollender behandeln. Das ist die Idee! 

Farbenhändler: Ach ja! 

Adrian: Ascula wird in ihrer unendlichen Großzügigkeit dem Arbeiter im Tausch gegen die Dienste seines Esels etwas Parfüm schenken. 

Farbenhändler: Das ist ja wirklich sehr freundlich, aber was habe ich damit zu tun? 

Adrian: Der Trick besteht darin, eine Belästigung in einen Vorteil und den Esel in ein Aushängeschild umzuwandeln. Wärst du bereit, ein Schild anzufertigen, dass eure beiden Läden anpreist? 

Der Farbenhändler ist von Adrians Idee begeistert und willigt ein: Ja, natürlich bei Merkur! Das ist ja eine ausgezeichnete Idee! Lass' mir etwas Zeit! Der Farbenhändler fertigt ein Aushängeschild an, und Adrian kehrt mit dem Gegenstand zurück zum Esel. Er hängt dem Tier das Schild um und drapiert das Muli dann noch mit den beiden Blumenkörben, die sich in seinem Gepäck befinden.

 

In diesem Augenblick erscheint Fructus, wendet sich dem Esel zu und hält eine Ansprache: Sei gegrüßt, Esel, du bist ja bereits für das letzte Opfer geschmückt. Es stehen große Ereignisse bevor! Du beweist viel Verstand, und ich beglückwünsche dich dazu. Bleib' vor allem, wie du bist! Die Katastrophe naht, naht immer mehr, oh ja, sie kommt, sie kommt! 

 

 

Fructus verschwindet, und Ascula ist hellauf begeistert darüber, was Adrian mit dem Esel bewirkt hat. Sie würde ihm gerne ihre Dankbarkeit bezeugen. Adrian nimmt die Gelegenheit wahr, sie um Rat zu bitten. Er möchte gerne ein Geschenk für Sophia aussuchen. 

Ascula: Oh, ich bin sehr beeindruckt, Fremder. Ich habe noch nie etwas Ähnliches gesehen! Was kann ich tun, um dir zu danken? 

Adrian: Vielleicht kannst du mir helfen! Ich brauche einen Rat. Was würdest Du einer schönen und tugendhaften Frau schenken, die Schminke weder möchte noch benötigt?  Nichts geht über den Ratschlag einer Frau. Welches Parfüm würdest du vorschlagen? 

Ascula schlägt vor, Sophia etwas Duftöl für die Haare zu schenken.

Ascula: Ich sehe, dass du ebenso galant wie erfinderisch bist! An deiner Stelle würde ich ihr parfümiertes Öl für die Haare schenken! 

Adrian sieht sich im Laden von Ascula um und bemerkt einige Fläschchen: Diese Flakons sind wunderschön, kommen sie aus Tuer? 

Ascula: Ja, sie sind wirklich hübsch! Nimm' dir einfach einen, weil sie dir so gefallen! 

Adrian nimmt ein Flakon und begibt sich dann in den hinteren Teil des Ladens, wo er sich dem Regal zuwendet, auf dem sich einige Flaschen mit Parfüm befinden. Er nimmt das Flakon zur Hand und füllt etwas von dem Duftöl darin ab, das sich rechts auf dem Regal befindet. 

 

Dann verlässt er Asculas Parfümgeschäft und begibt sich auf die Suche nach Locusta, um der Zauberin, die Zutaten für die Zaubertränke zu bringen. Er wendet sich nach rechts und folgt der Straße des Überflusses bis hin zur Taverne von Dionysos (4x geradeaus). 

 

Vor der Kneipe wartet Locusta schon auf unseren Helden: Hier ist ja unser verliebter junger Mann. Adrian, hat du alles gefunden, worum ich dich gebeten habe? 

Adrian überreicht Locusta das Gewünschte (automatisch).

Locusta: Ich wußte, dass du das schaffst! Die Zaubertränke sind morgen fertig. Ich finde dich dann schon. Aber sprich' bis dahin mit niemandem darüber.

 

 

Locusta macht sich auf den Weg und Adrian betritt die Kneipe des Dionysos, wo er sich, nachdem er wenige Worte mit dem Wirt gewechselt hat, direkt in den hinteren Saal begibt.

Wirt: Was hältst du von einem kleinen Krug honigsüßen Weines, ein Rezept des Hauses, die Spezialmischung des Wirts?

 

Im hinteren Raum macht unser Held die Bekanntschaft von Marcus, einem Freund von Secundus:  

 

Sei gegrüßt, du bist sicher Adrian. Ich habe schon von deinem Eintreffen gehört. Mein Name ist Marcus Epidius. Unser lieber Freund Secundus hat dir sicher von mir erzählt. Wir sind in etwa gleich alt. 

Marcus fordert Adrian auf, eine Partie Würfel mit ihm zu spielen: Spielst du eine Partie Tali mit mir. 

Adrian erfährt, dass Marcus ein Amulett hat, mit dem er sein Glück beim Spiel zu beeinflussen hofft: Das hier ist mein Glücksamulett. Ich lege es immer auf, bevor ich anfange zu spielen, um mir das Glück gewogen zu machen. Und du hast du nicht einen Glücksbringer, der dir beisteht?

 

In diesem Augenblick erinnert sich Adrian an die Taubenfeder in seinem Gepäck und den Ausruf des Pompejers, der davon sprach, dass Adrian ein Favorit der Venus sei. Vielleicht kann ihm diese Feder jetzt von Nutzen sein. Zunächst jedoch übt sich unser Held ein wenig im Tali, einem seltsamen Spiel, dessen Würfel aus Knochen bestehen, kleineren länglichen und größeren rechteckigen mit einem Loch in der Mitte. (Die Würfelkonstellation mit je 2 Knochen von jeder Sorte bringt bei diesem Spiel die meisten Punkte. Man wählt die Würfel durch Anklicken des jeweiligen Knochens aus),  Dann beginnt das eigentliche Spiel, bei dem es um Geld geht. Adrian nimmt eine Münze aus seinem Gepäck und legt sie auf den Tisch.  Marcus macht den ersten Wurf. 

 

Ehe Adrian dann zum Wurf ansetzt, nimmt er die Taubenfeder aus seinem Gepäck und streicht damit über die auf dem Tisch liegenden Würfel (darauf klicken). Dann nimmt er die Würfel auf und wirft sie. Dieses Vorgehen wiederholt er insgesamt neunmal, bis alle Steine in seinem Feld gelandet sind,  und das Spiel zu seinen Gunsten entschieden wird. Marcus gesteht neidlos ein, dass Adrian der haushohe Gewinner ist und schenkt ihm als Zeichen seiner Anerkennung die Tali-Würfel:  

Nicht schlecht für einen Anfänger. Aber ich bin ein guter Verlierer. Du hast sicher ein geheimes Rezept. Nun gut, du schweigst dich aus. Nimm dieses Tali als Zeichen meiner Anerkennung. Genug gespielt. Lass' uns in die Thermen gehen.

 

In der nachfolgenden Szene ist Adrian plötzlich vor das Haus von Octavius Quartio gelangt, wo er erneut auf Statius, den Türsteher trifft, der in nicht gerade freundlich empfängt: Mmhm schon wieder du. Lavinia wird dich im Garten empfangen. Du kennst ja wohl den Weg, wenn ich nicht irre. 

 

 

Adrian betritt das Haus, geht zwei Schritte geradeaus, wendet sich dann nach schräg rechts zum Becken, umrundet dieses und geht dann nach links geradeaus weiter in den Garten, wo er zwei Schritte geradeaus macht, sich dann nach links dreht, noch einen Schritt geradeaus geht und sich schließlich nach rechts zu den Spalieren wendet, wo er Sophia erblickt. Er geht zwei Schritte auf die Dame seines Herzens zu und spricht sie an: Sophia, ich habe auf eine Gelegenheit gewartet, mit dir zu reden. Sophia ist sehr verlegen und schweigt nach wenigen Worten: Adrian, Lavinia ist noch nicht da, aber...  

 

Es muss unserem Helden gelingen, Sophia ein wenig gesprächiger zu machen. Also sucht er in seinem Gepäck nach den passenden Geschenken. Zunächst einmal überreicht er seiner Angebeteten die Datteln, da er ja von Dionysos weiß, dass Sophia diese Früchte besonders mag: Verzeih' mir meine Kühnheit. Ich habe dir ein Geschenk mitgebracht, einen kleinen Korb mit Datteln. Sie kommen aus Alexandria, und ich weiß, dass du sie mehr als jeder andere schätzen wirst. Die Gabe zeigt die erhoffte Wirkung. Sophia wird etwas aufgeschlossener, ihre Freude über Adrians Geschenk ist unverkennbar: Datteln aus Alexandria! Wie hast du das nur erraten? 

Da Sophia erneut schweigt, reicht Adrian ihr nun das Duftöl, welches er bei Ascula erworben hat.

Adrian: Der Liebe entgeht nichts.

 

Sophia hat ein schlechtes Gewissen bei dem Gedanken, durch die Annahme dieses Geschenkes, gegen die guten Sitten zu verstoßen: Ich kann nicht das Liebesgeschenk eines Fremden annehmen. 

Adrian gibt sich nun die größte Mühe, die Dame seines Herzens davon zu überzeugen, dass er kein Fremder ist und dass sie sich bereits in einem anderen Leben geliebt haben: Sophia, ich bin kein Fremder für dich. Wir lieben uns schon seit Ewigkeiten, seit dem Ursprung der Welt, seitdem aus dem Chaos, die Erde und der Himmel entstanden sind, die sich so geliebt haben, wie wir uns bereits liebten. 

Sophia: Du sprichst wie ein Verführer, der junge Mädchen in den Sitzreihen der Arena anspricht. 

Adrian: Aber nicht doch! Das sind keine galanten Anzüglichkeiten wie auf dem Wettkampfplatz. Ich... Erinnere dich! Wir haben uns bereits in einem anderen Leben gekannt, als unsere Seelen einen anderen Körper hatten. Erkennst du mich nicht wieder? 

Sophia: Locusta hat mir eines Tages von diesen Geschichten über Wiedergeburt erzählt. Ich hab' mich heimlich im Anschluß an einen Traum mit ihr getroffen. Aber... 

 

Adrian nimmt die Gelegenheit wahr und versucht seine Liebste zu überreden, mit ihm zu fliehen. Er erzählt ihr von der Gefahr, die der Stadt Pompeji und ihren Bewohnern droht: Sophia, die Zeit drängt. Ich kann dir nicht alles sagen, was ich gern möchte, denn wir müssen diese Stadt schnell verlassen. 

Sophia: Die Stadt verlassen? Aber wovon redest du denn? Vor langer Zeit war mir ein Mann erschienen. In meinem Traum sah dir dieser Mann sehr ähnlich. Am Morgen darauf war ich noch immer ganz verwirrt. Ich habe Locusta gefragt, was sie von meinem Traum hält, da sie ja ein bisschen Hexe, ein bisschen Wahrsagerin ist. Sie versucht, die Zukunft vorauszusagen, weißt du. Sie hat mir irgendwelche undurchsichtigen Erklärungen gegeben, hat von Pythagoras, von einem anderen Leben gesprochen. Aber vielleicht war das ganz einfach nur einer ihrer Tricks als Kupplerin. Ich habe euch in Verdacht, Komplizen zu sein. Adrian: Hör zu! Ich bin mit einer bestimmten Absicht hierher gekommen. Frag' mich nicht, warum ich es weiß, aber ich weiß, dass der Vesuv in drei Tagen ausbrechen wird.  Die Stadt wird völlig zerstört, verschüttet und unter der Asche begraben werden. Wenn du hier bleibst, ist es dein sicherer Tod. Ich flehe dich an, wir müssen hier weg. Du kannst später darüber nachdenken. 

Sophia ist ihrer Familie, vor allem Lavinia jedoch so herzlich zugetan, dass sie es nicht fertig bringt, Adrian ihre Zustimmung zu geben. Sie verspricht jedoch, darüber nachzudenken und vertröstet Adrian wegen ihrer Antwort auf den folgenden Tag: 

Aber Adrian, ich kann hier nicht einfach weg. Ich habe eine Familie. Lavinia ist wie meine eigene Mutter. Ich kann sie nicht verraten und fliehen, ohne ihr ein Wort zu sagen. Du trittst einfach in mein Leben, aber ich weiß nicht, gib' mir bis morgen Zeit.

 

Adrian weiß nicht, ob es ihm gelungen ist, seine Liebste zu überzeugen, als Lavinia plötzlich im Garten erscheint: Hier ist ja unser junger Dichter. Entschuldige, dass ich dich habe warten lassen. 

Die Dame schickt Sophia mit einer Bitte fort, um ungestört mit Adrian reden zu können, dem sie einige wichtige Dinge Sophia betreffend mitzuteilen hat: Sophia bereite mir bitte meinen Schmuck für heute Abend vor!

 

Dann wendet sie sich wieder unserem jungen Helden zu: Adrian, ich habe gehört, du wolltest mir etwas bringen. Ist es ein Vorwand, um hier vorbei zu kommen? 

Adrian muss schnell ein triftiger Grund einfallen, sonst riskiert er, hinausgeworfen zu werden. Er greift nach dem Armband in seinem Gepäck, das er am morgen auf der Straße in der Nähe des Tempels der Isis gefunden hat und überreicht es der Dame. Er trifft mit diesem Geschenk ins Schwarze: Er hat Lavinia ein Armband zurückgebracht, dass sie verloren hatte: Mein Armband! Ich habe es überall gesucht und meine Sklaven beschuldigt, es gestohlen zu haben. Octavius wollte sie auspeitschen lassen, damit sie gestehen. Oh, damit haben wir einen schwerwiegenden Irrtum vermieden, vielen Dank! 

 

Lavinia bittet unseren jungen Helden nun eindringlich, seine Avancen Sophia betreffend aufzugeben. Sie macht ihm deutlich, dass Sophia tabu für ihn ist, da diese seit Jahren bereits einem anderen Mann versprochen ist: Ich möchte dich jedoch warnen. Ich habe dich gestern während des Banketts beobachtet, wie du Sophia mit verliebten Augen angeschaut hast, doch, doch, doch... Um das jedoch sofort klarzustellen: Sophia ist nicht für dich! Sie wird in wenigen Monaten heiraten. Du hast dich getäuscht. Aber du musst wissen, dass Sophia nicht eine beliebige Freigelassene mit großzügigen Lebenswandel ist, die zu jedem Frühjahr einen neuen Liebhaber hat. Sie ist die Tochter von Octavius und einer Sklavin des Hauses. (Es fällt Lavinia nicht leicht, darüber zu reden)! Da ich selbst keine Kinder habe, wurde sie von uns wie unser eigenes Kind erzogen, wie ein freies und ehrbares junges Mädchen. Also mach' ihr keine Avancen! Ein junger freier Mann aus guter Familie. Sie könnte schwach werden. Als sie zehn Jahre alt war, haben wir sie freigelassen, und Octavius hat sie mit Habinnas verlobt, seinem Intendanten und einem seiner Lieblingssklaven. Octavius hat sie freigelassen, um sie zu seiner Erbin zu machen. Auch ich werde Sophia mein Vermögen vermachen, damit sie unabhängig von ihrem Mann ist. Bitte, zerstöre nicht eine Zukunft, die sich so gut ankündigt. Es handelt sich um einen jungen Mann, der eine gute Hand für Geschäfte hat. Sie werden anlässlich der Novemberkalenden heiraten, wenn Habinnas aus Ephesus zurückkommt, wo er eine Forderung von Octavius eintreibt. Octavius ist sehr an dieser Hochzeit gelegen. Lavinia ist zwar nicht davon überzeugt, dass Sophia diesen Mann liebt, sieht jedoch für ihre Ziehtochter darin die einzige Chance, ihre soziale Stellung zu verbessern. Ich bin weniger überzeugt, da Sophia Habinnas mit Abscheu anschaut. Aber sie hat keine Wahl. Diese Hochzeit ist die Chance ihres Lebens. Deshalb solltest du sie nicht zusätzlich verwirren. Ich verlange nicht von dir, sie nicht mehr zu treffen, aber du solltest ein Zusammensein unter vier Augen vermeiden. Abgesehen davon bist du in meinem Haus jedoch jederzeit willkommen. 

Nach diesem Gespräch ist es Adrian völlig klar, dass es einige erhebliche Hindernisse zu überwinden gilt, ehe er Sophia aus diesen äußerlichen und innerlichen Zwängen zurück in seine Arme holen kann. Der Tag geht zur Neige und der vorletzte der beiden verbleibenden Tage bricht an.

 

© Copyright Renate Pieper

 

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