Einleitung
1) 1. Tag (20. August 79) 3) 3. Tag (22. August 79)
2) 2. Tag (21. August 79) 4) 4. Tag (23. August 79)

 

 

Adrian steht auf und steigt aus dem Innenhof heraus (geradeaus schräg rechts in Richtung Säulengang klicken) und begibt sich zu der Kolonnade. Dort wendet er sich nach rechts, geht einen Schritt geradeaus und gelangt in das untere Atrium mit einem Wasserbecken. Dieses betritt er (1x geradeaus), wendet sich nach links und begibt sich durch einen dreifarbigen Vorhang (gelb-blau rot) in das Innere des Hauses des Cithara-Spielers. Er durchquert den Raum, indem er sich zunächst nach links dreht, einen Schritt geradeaus geht, sich dort nach rechts wendet, einen weiteren Schritt geradeaus macht und sich dann auf der linken Seite der Truhe zuwendet, die dort an der Wand steht. Etwas rechts von der Truhe entdeckt er auf dem Boden eine lederne Börse, in der sich ein Schlüssel befindet. Er hebt den Gegenstand auf und öffnet mit diesem Schlüssel die vor ihm stehende Truhe. Dieser entnimmt er ein Amulett, (welches den Zugang zur Enzyklopädie ermöglicht,) einen Vertrag, den er sich ein wenig näher ansieht, sowie ein Seil. Adrian schließt die Truhe wieder. 

 

Das Atrium mit dem Wasserbecken

 

In diesem Augenblick betreten zwei Männer den Raum. Adrian wendet sich zunächst der Gestalt auf der linken Seite zu, einem etwas dicklichen Mann, der sich ihm als Popidius Hermes vorstellt. Adrian versucht von ihm so viel wie möglich an Neuigkeiten in Erfahrung zu bringen. Wie unser Held im Gespräch erfährt, ist sein Freund Secundus nach Marseille gefahren, um Edelreis zu holen, den er zur Weinlese mitbringen wird.

Popidius Hermes: Ah, das ist ja unser von der Vorsehung geschickter Gallier. Du kommst gerade richtig. Secundus wird von der Weinlese nicht zurück sein, aber so können wir dich bereits zu euren gallischen Techniken der Weinkonservierung befragen. Ha, ha! Ich werde dir deine Geheimnisse schon abringen. Ich bin Popidius Hermes und führe ein Popidius gehörendes Thermopolium. Aphrodisius, mein freigelassener Bruder arbeitet in seinem Weinberg. 

Adrian fragt Popidius Hermes nun nach Sophia, eine Frage, die ihm am meisten auf der Seele brennt: Sag mal, wo könnte ich eine Freigelassene namens Sophia finden? 

Leider kann ihm Popidius Hermes nicht viel berichten, gibt ihm jedoch den guten Rat, sich bei den Duumviri im Stadtarchiv nach Sophia zu erkundigen: Weißt Du nichts anderes über sie, nur ihren Namen? Ha, ha, Venus macht sich über dich lustig, denn abgesehen von einer dürren Alten dieses Namens, einer verknöcherten Witwe meiner Tante väterlicherseits, wüsste ich nicht... Geh' ins Büro des Duumvir auf dem Forum und bitte um Einsicht in die Archive, ob sich darin Hinweise auf ihre Freilassung finden. 

Adrian spricht Popidius Hermes dann auf die Erdbeben an, von denen Pompeji immer wieder heimgesucht wird. Dieser sieht darin jedoch keine größere Bedrohung. Für die Pompejer sind diese Erderschütterungen offenbar zum Alltag geworden: Bei Bacchus, solange die Amphoren widerstehen, und den Kunden der Sinn nach Trinken steht, kann der Vulcanus sich gern auch weiterhin unter dem Vesus kratzen. 

Der Mann, so scheint es, ist offensichtlich nur an Weinen, insbesondere gallischen Weinsorten, und am Weinanbau interessiert: Das ist eine gute Periode zum Propfen. Ich würde so gern den berühmten Allobroger Wein hier anbauen, der den Ruhm von Vienne ausmacht. Diese nordischen Weine sind subtiler als unsere, aber was wird aus ihren Rebsorten unter unserem Klima? Wir sind natürlich sehr stolz auf unseren kampanischen Wein, aber die Vorlieben unserer Kunden ändern sich - eine Frage der Mode! Aber unsere Kunden werden anspruchsvoller, ihnen sind liebliche, duftende und transparente Weine lieber, die ja nicht zu rötlich ausfallen sollen. Ha, ha! Unsere zarten jungen Leute fürchten sich, beim ersten Glas umzufallen. Das sind mir richtige Städter, diese hellhäutigen Schwächlinge. 

Nachdem Adrian alle Gesprächsthemen erschöpfend behandelt hat, wendet er sich dem Mann auf der rechten Seite zu, der sich ihm als Mänianus vorstellt: Sei gegrüßt Fremder, der du Gast meines Freundes Popidius bist. Ich heiße Mänianus, der Walker.  

In diesem Gespräch erfahren wir auch etwas über Adrian und den Anlass seines Besuches hier im Haus des Popidius.

Adrian: Guten Tag, Mänianus. Ich bin Adrian, der Gast von Popidius und Freund seines Sohnes Secundus. Ich komme aus der Region um Narbonne und bin Bürger von Marseille

Mänianus erkundigt sich bei Adrian nach dem Befinden von Secundus: Secundus! Wie geht es ihm denn, soweit von unserer Stadt entfernt? Endlich bist Du da. Popidius war schon ganz besorgt. Er hatte Angst, dir sei unterwegs was zugestoßen. Er hatte nichts anderes im Kopf, wollte nicht einmal über die Geschäfte reden, selbst über die dringlichsten nicht.

Adrian nutzt die Gelegenheit und fragt auch Maenianus nach Sophia: Kennst Du eine gewisse Sophia? Sie ist eine Freigelassene

Maenianus gibt ihm den guten Rat, sich bei den Frauen auf dem Wollmarkt nach Sophia zu erkundigen: Eine Freigelassene? Jung? Kenne ich nicht. So einen Namen hört man nicht alle Tage. Vielleicht solltest du in den Bibliotheken suchen. Aber Spaß beiseite! Sprich' mit den Frauen in der Stadt. Sämtliche Gevatterinnen treffen sich bei Eumachia an der Wollbörse auf dem Forum. 

Nach den Erdbeben befragt, bagatellisiert Maenianus ebenfalls diese Naturereignisse: Ein ganz kleiner Erdstoß! Wir hier sind es gewohnt, dass sich die Erde bewegt. Die Priester tun ihr Möglichstes, um das Wunder zu sühnen. 

Maenianus erkundigt sich nach Secundus, und Adrian weiß zu berichten, dass es seinem Freund gut geht, er jedoch voller Ungeduld auf seine Heimkehr wartet. Adrian stellt fest, dass Maenianus ein Geschäft besonders zu bedrücken scheint. Er erfährt, dass ein Händler auf dem Markt seinen Kunden minderwertiges Tuch zu verkaufen versucht: Eine wahre Schande. Du kannst dir nicht vorstellen, welcher faulen Tricks manche Walker fähig sind, um ihren Profit zu steigern. Einer von uns, dessen Namen zu nennen, ich mich nicht erniedrigen werde, verkauft Stoff zu lächerlich niedrigen Preisen. Die Leute reißen sich darum. Aber ich habe mich kundig gemacht, eine Ware von mieser Qualität, schludrig garantiert und nachlässig geschwefelt. Ich versuche schon seit Tagen, Popidius zu überreden, in einem Prozess gegen diesen Dieb mein Beistand zu sein. Auf seine Frage hin wird Adrian darüber aufgeklärt, wie man derartig schlechtes Tuch erkennen kann: Das ist kinderleicht. Man braucht lediglich mit einer Klinge über den Stoff zu fahren, die Fasern lockern sich, und die schlecht fixierte Farbe löst sich ab.

 

Jetzt erscheint Popidius, der Herr des Hauses, auf der Bildfläche. Adrian stellt sich vor: Secundus Popidius Augustianus, sei gegrüßt. Ich bin Adrian, der Freund deines Sohnes Secundus. Er hat dir geschrieben, um dir meine Ankunft mitzuteilen..  

und wird von dem reichen und angesehenen Patrizier mit offenen Armen empfangen: Sei gegrüßt Adrian. Als Freund meines lieben Secundus bist du in meinem Hause herzlich willkommen. Er hat mir erzählt, wie du ihn bei dir in Marseille empfangen hast. Fühle dich hier wie zuhause, und das solange du willst. 

 

Popidius erkundigt sich nach dem Befinden seines Sohnes,  und wir erfahren etwas über die Kandidatur des Secundus bei den letzten Wahlen, die dieser jedoch aus zur Zeit unerklärlichen Gründen verloren hat: Wie geht es Secundus? Hat er seine Niederlage bei den Wahlen überwunden? 

Adrian ist sich nicht sicher, da Secundus dieses Gesprächsthema ständig meidet: Ich denke schon, aber er begegnet jeder Erwähnung dieses Ereignisses mit Schweigen. Weiß man, warum er verloren hat? 

Auch für Popidius ist es unbegreiflich, wieso sein Sohn die Wahlen verlieren konnte, zumal er von den wichtigsten Personen der Stadt, wie Eumachia und Julia Felix bei seiner Kandidatur unterstützt wurde: Das ist mir unerklärlich. Seine Wahlkampagne verlief ausgezeichnet, aber Eumachia noch Julia Felix wollten sich dazu äußern. All' das ist mir ein großes Rätsel. Ich verstehe das nicht. Unsere Familie hat der Stadt schon immer Richter gestellt. Unsere Mitbürger bringen uns seit langem Vertrauen entgegen. Secundus hatte keinen besonders glänzenden Widersacher. Unsere Kunden hatten seine Kampagne übernommen. Unsere zwei größten Stützen, zwei bedeutende Damen der Stadt, Eumachia und Julia Felix, sollten mich Dank ihres Netzwerkes von Matronen und Dienerinnen über jegliche Schwierigkeit informieren, haben jedoch nichts verlauten lassen. Sie behaupten, das Ganze ebenfalls nicht zu verstehen. Aber ich habe da meine Zweifel. 

Im folgenden hören wir von Popidius etwas mehr über Eumachia und Julia Felix: Eumachia leitet, wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter die Wollbörse und kommt ihrer Funktion als Priesterin von Ceres zur allgemeinen Zufriedenheit nach. Sie hat die Tugenden, aber auch den Reichtum und das Ansehen ihrer Großmutter geerbt, deren Namen sie sehr zu Recht trägt. Sie kennt persönlich sämtliche Matronen. Sie ist eng mit der adeligen Julia Felix befreundet, und wir sehen uns häufig bei den gleichen Festen. Julia Felix, musst du wissen, ist eine wichtige Dame in der Stadt. Sie hat eine beeindruckende Persönlichkeit und genießt großes Ansehen.  Sie ist in der Lage, das Votum der gesamten Isis-Gemeinde zu beeinflussen. Es scheint, dass sie im allerletzten Moment Secundus ihre Unterstützung verwehrt hat. Ich weiß noch immer nicht warum. 

Adrian erkundigt sich bei Popidius nach dem Isis - Collegium und erfährt, in welcher Beziehung Popidius und seine Familie zu dieser Händler-Vereinigung steht: Unsere Familie, die zwar seit Urzeiten mit Kampagnen verbunden ist,  bringt Isis ganz besondere Ehrerbietung entgegen. Wir gehören dem Isis-Collegium an. Einer unserer Freigelassenen war der Hohe Priester der Göttin, ein anderer hat das Heiligtum nach der Katastrophe im Namen seines Sohnes Celsinus wieder aufbauen lassen. Das Isis-Collegium ist ein Händlerverein, in dem wir auch Fremde wie Griechen, Ägypter und Phönizier aufnehmen. Selbst unsere Prinzen sind seit kurzem der Göttin ergeben und haben die Osiris-Feiern in den Kalender aufgenommen.  

Adrian wundert sich, warum ein Freigelassener ein Heiligtum im Namen seines Sohnes und nicht seines eigenen hat wieder aufbauen lassen. Popidius' Worte lehren unseren Helden einiges über die soziale Stellung der Freigelassenen in der römischen Gesellschaft dieser Zeit: Als Freigelassener konnte Abiatus keinerlei politische Karriere einschlagen. Für seinen in Freiheit geborenen Sohn traf dies jedoch nicht zu. Abiatus hat daher den Tempel in seinem Namen wieder aufbauen lassen. Als Zeichen der Anerkennung wurde Celsinus im Alter von sechs Jahren in den Decurio-Orden aufgenommen. Dabei handelt es sich zweifellos um das jüngste Mitglied in der Geschichte des Ordens. 

Des weiteren erfährt unser junger Held, dass es sich bei der Katastrophe, von der Popidius zuvor sprach um ein großes Erdbeben handelte, welches vor 17 Jahren die Stadt grauenvoll verwüstet hat. Mit den Reparaturen sind die Pompejer immer noch beschäftigt:  Ein schreckliches, gewaltiges Ereignis, ein Erdbeben, das unsere Stadt vor mittlerweile 17 Jahren unter der Herrschaft von Nero verwüstet hat. Wir sind noch immer nicht mit dem Wiederaufbau fertig. Du wirst es selbst feststellen können - überall Baustellen und Ausbesserungsarbeiten. Die letzten Erdstöße machen das Ganze nur noch schlimmer. Wie Penelope fangen wir immer wieder von vorne an. Wir müssen immer wieder neu aufbauen, was die Erde fortwährend zerstört. 

Nach diesem Gespräch, schlägt Popidius vor, dass Adrian ihn im Laufe des Vormittags vor dem Comitium auf dem Forum treffen soll: Wenn du mir nichts weiter zu sagen hast, schlage ich dir vor, uns vor dem Comitium auf dem Forum erneut zu treffen. Ich werde im Laufe des Vormittags dort sein.

 

 

Adrian verlässt das Haus, nachdem er einen Blick auf die Stadtkarte geworfen hat, (dazu die Leertaste betätigen und die Karte betrachten. Adrians gegenwärtiger Aufenthaltsort wird durch einen roten blinkenden Punkt angezeigt, ) um sich zum Forum zu begeben. Vor dem Haus wendet sich nach rechts und folgt der Straße, an deren Ende er auf einen Arbeiter und einen Händler trifft, die im Streit miteinander liegen, weil der Esel des einen, eines Arbeiters,  die Straße versperrt und den anderen, einen Gemüsehändler, der dringend auf den Markt will, am Fortkommen hindert. 

Händler: Dummkopf, Trottel, Idiot. Du wirst mir meine gesamte Wagenladung zahlen, wenn ich die nicht auf dem Markt verkaufen kann

Arbeiter: Du stinkiger Kuhbauer, warum sollte mein Esel dir Platz machen? Ich habe keine Lust, ihm mit der Peitsche zu kommen. Händler: Dich sollte man mit Peitschenhieben überziehen. Warte nur, bis sich der Stadtrat um dich kümmert. 

Adrian mischt sich in das Gespräch ein und erkundigt sich nach dem Problem, welches die zwei Männer so in Wut versetzt: Was geht hier vor? Händler: Dieser Idiot blockiert die ganze Straße mit seinem Wagen. Ich muss unbedingt auf den Markt, sonst verkaufe ich nichts, und mein Gemüse verfault bei der Hitze. Wegen dieses dummen Esels verliere ich meine Zeit, und wenn das so weiter geht, auch noch meine ganze Ware. 

Die beiden Männer hören nicht auf zu streiten: 

Arbeiter: So ein Großmaul, der stinkt ja nach Knoblauch, dass die Fliegen tot umfallen.  Händler: Und du stinkst nach Fusel, dass einem Walker zum Kotzen wäre. 

Adrian versucht die beiden Streithähne zu beschwichtigen und bietet sich an, ihr Problem aus der Welt zu schaffen. Die Beiden geben jedoch keine Ruhe: Gauner, Deserteur! 

Adrian bleibt nicht viel Zeit, die Angelegenheit zu bereinigen, da der Lärm, den die beiden Männer machen, sicher die Ordnungshüter bald auf den Plan rufen wird.

Adrian sieht sich den Schauplatz ein wenig genauer an, um sich einen Eindruck zu verschaffen und kommt auf eine Idee. Rechter Hand befindet sich der störrische Esel des Arbeiters, der sich kein Stückchen von der Stelle rührt. Linkerhand steht der Karren des Gemüsehändlers, auf dem sich einige Salatköpfe befinden. Adrian nimmt den Stock, den der Händler auf der linken Seite in der Hand hält und legt diesen auf den Kopf des Esels. An dem Stock befestigt er nun das Seil aus seinem Gepäck und nimmt anschließend noch einen Salatkopf von dem Gemüsekarren des Händlers. Diesen befestigt er am unteren Ende des Seils. Mit dem Salatkopf vor den Augen ist der Esel nun bereit, den Weg fortzusetzen. Das Grautier setzt sich in Bewegung, und die Straße ist frei.

 

 

Der dankbare Gemüsehändler überreicht Adrian ein Säckchen mit ein paar Datteln mit dem den Worten:  Meine Ware ist gerettet, danke, danke! Hier nimm, das sind Datteln, schmackhafte süße und weiche Datteln aus Alexandria, die übrigens wahnsinnig teuer sind. 

Dann setzt sich auch der Gemüsehändler, seinen Karren hinter sich her ziehend Richtung Markt in Bewegung. 

 

Nachdem dieses Problem aus der Welt geschafft worden ist, setzt auch Adrian seinen Weg zum Forum fort, wo er zunächst einmal das Stadtarchiv, das Amt der Duumviri, aufsucht (der Straße folgen bis zu deren Ende, nach rechts drehen, 1x geradeaus, dann nach rechts drehen zu einer großen Tür), denn dort sollen sich ja nach Aussage von Mänianus vielleicht einige Hinweise bezüglich der Freigelassenen namens Sophia finden lassen können. 

 

Vor der Tür trifft er auf Harpocrates, einen ägyptischen Händler.

 

Adrian spricht den Mann an und erfährt einige interessante Neuigkeiten: Sei gegrüßt, ich bin fremd hier und möchte den Duumvir treffen.

Harpocrates: Ich auch, aber sie kommen wohl nicht so schnell wieder. Ich warte, mein Schiff wartet, und der Profit, den ich aus dieser Reise zu ziehen hoffte, löst sich in Nichts auf. Ich bin Harpocrates, ein Händler aus Alexandria. Seit mittlerweile zwei Tagen warte ich auf die Landbrise, die es mir gestattet, diesen Hafen zu verlassen. Der Wind bläst jedoch immer vom Meer, als ob sich die Erde nachts nicht mehr abkühlen würde. Wenn das so weiter geht, werde ich wohl nicht mehr nach Narbonne kommen. 

Adrian erkundigt sich, was den Händler nach Narbonne treibt. 

Dieser teilt ihm mit: Ich wollte nach Narbonne, um Wein zu kaufen und meine Leinen zu verkaufen. Ich habe hier sehr gute Geschäfte gemacht. Das ägyptische Blau wird von den Malern in Pompeji nach wie vor sehr geschätzt, und meine Landsleute lieben das Öl aus Kampanien. Dafür finden sie jedoch den hiesigen Wein nicht besonders gut, und Eumachia bietet mir wirklich einen zu niedrigen Preis für meine Leinen. 

 

Adrian hört andächtig zu und kommt auf eine Idee. Er macht dem Händler einen Vorschlag, einen Handel für ihn zu organisieren: Gallischen Wein kann ich dir vielleicht auch hier beschaffen! Kannst du etwas warten? Ich werde mit meinem Gastgeber darüber sprechen.  

Harpocrates ist gerne bereit zu warten, da er nun vielleicht doch noch das ersehnte Geschäft abschließen kann: Ich warte gern, das ist überhaupt kein Problem. Die Duumviri kommen immer noch nicht zurück. Ich werde mich zu Eumachias Börse begeben, um noch einmal zu versuchen, mit ihr zu verhandeln.

 

Harpocrates begibt sich zu Eumachia,  und Adrian klopft an die große braune Tür, vor der der Händler gestanden hat, um mit den Duumviri zu reden, wird jedoch vom Diener sehr barsch abgefertigt:

 

Die Duumviri sind abwesend, Fremder, und kommen wahrscheinlich heute nicht mehr zurück. Einer von ihnen hat den Haruspex begleitet, um die Zeichen nach den Erdstößen der vergangenen Nacht zu deuten. Der andere besieht sich die Schäden an den Tempeln, um den Priestern darüber zu berichten. 

Adrian versucht vergeblich, dem Mann die Dringlichkeit seines Anliegens klar zu machen: Ich bin bei Popidius zu Gast und möchte die Archive der Stadt einsehen. 

Diener: Die Archive einsehen? Einfach so! Popidius hätte dir sagen sollen, dass die Archive wegen des Erdbebens ausgelagert wurden. Solange das Gebäude nebenan nicht restauriert ist, wird niemand sie einsehen können, außer vielleicht der Kaiser Du bist doch nicht der Kaiser, oder? Also, vale! 

Die Tür fällt ins Schloss. Adrian gibt nicht auf, und versucht sein Glück erneut. Jedoch der Diener schlägt im nochmals die Tür vor der Nase zu:  Wir haben uns nichts mehr zu sagen.

 

Nachdem er hier nichts ausrichten konnte, begibt sich Adrian auf die Suche nach Popidius, um diesem von dem Treffen mit Harpocrates zu berichten.  Er geht sich zum anderen Ende des Forums, zu dem Eingang der Straße, die er zuvor von der Straße des Überflusses her Richtung Forum gekommen ist. Dort vor dem Comitium trifft er auf Popidius und Popidius Hermes. Adrian berichtet seinem Gastgeber von Harpocrates, dem ägyptischen Händler und dessen Problem. 

Er schlägt Popidius ein schlaues Geschäft vor: Ich habe einen Händler aus Alexandria kennen gelernt, der uns nützlich sein könnte. 

Popidius: In wiefern? 

Adrian: Er möchte nach Narbonne, um dort Wein zu kaufen und Leinen zu verkaufen.  

Popidius weiß noch nicht, worauf Adrian hinaus will: Auf das es ihm gelinge! Aber inwiefern betrifft uns das? 

Adrian: Wir könnten ihm die Ladung Wein, die im Hafen auf mich wartet, im Tausch gegen sein Leinen verkaufen. Dir bleiben noch immer einige Amphoren sowie mein Edelreis. 

Popidius: Gut, aber wir brauchen doch keine Leinen! 

Adrian erläutert seinen Plan: Du hast mir doch gesagt, dass Julia Felix Eumachia sehr nahe steht, und die Gründe für die Niederlage bei den Wahlen deines Sohnes kennen müsste. Der Händler weigert sich, sein Leinen an Eumachia zu verkaufen, da sie ihm einen zu niedrigen Preis bietet. Tauschen wir doch einfach unseren Wein, den er benötigt, gegen sein Leinen, das wir anschließend Eumachia schenken. Sie wird dir sicherlich ihre Dankbarkeit erweisen wollen. 

Popidius begreift nun, was Adrian plant: Du bist von den Göttern gesegnet. Sag' deinem Händler, dass der Handel gilt. Hier hast du den Verkaufsvertrag sowie eine Geldbörse für jegliche zusätzlichen Ausgaben. Wenn du einverstanden bist, betraue ich dich damit, Eumachia zu befragen. Wer weiß, vielleicht gibt sie ihre Zurückhaltung angesichts deiner Talente als Mittler auf. Ich muss jetzt zum Maler, der mir meine Fresken restauriert. Wir treffen uns dann gegen eins in den Thermen.

 

Adrian steckt den Vertrag und die Geldbörse ein und begibt sich jetzt zu Eumachias Haus (nach links drehen, 1x geradeaus und dann nach rechts zur rotweißen Tür wenden), wo er den ägyptischen Händler vor der Tür stehen sieht, der erneut vergeblich versucht hat, Eumachia sein Leinen zu einem angemessenen Preis zu verkaufen. Adrian spricht den Händler an und schlägt ihm den zuvor mit Popidius besprochenen Handel vor. Harpocrates ist hoch erfreut, nun doch noch ein gutes Geschäft machen zu können.

Adrian: Ich habe vielleicht eine Möglichkeit, dich die verlorene Zeit wieder aufholen zu lassen, zumindest wenn der Wind morgen früh wieder auffrischt. Harpocrates: Wie das, durch welch' glücklichen Umstand?  Hast du etwa gallischen Wein zu verkaufen? 

Adrian überreicht Harpocrates den Vertrag von Popidius: Hier hast du den Vertrag, um eine Ladung Wein aus den Lagern von Narbonne in Empfang zu nehmen. Du brauchst nur zum Hafen zu gehen und dort nach Stefanus zu fragen. 

Harpocrates: Was möchtest du im Gegenzug? 

Adrian: Das Leinen, das du in Narbonne verkaufen wolltest. 

Harpocrates: Du bist mir von Isis über den Weg geschickt worden. Moment: 12 - 27 - 8 behalte ich zurück. Das macht abzüglich des Transports - perfekt! Ich schulde dir die Differenz von 300 Sesterzen, und nimm' als Dank dieses Geschenk an, einen wunderbar gearbeiteten ägyptischen Dolch.  

 

Der Handel ist perfekt. Der ägyptische Händler geht seines Weges, Adrian steckt das Geschenk, einen ägyptischen Dolch (ein Messer), ein und begibt sich durch die rotweiße Tür hinein in Eumachias Haus. Dort wendet er sich nach links, wo sich eine seltsame Szene abspielt. Ein Tuchhändler, offenbar der arglistige Walker, von dem Mäcinianus sprach, versucht gerade einigen Damen (, unter denen sich offenbar auch Lavinia befindet, ) seine minderwertige Ware aufzuschwatzen. 

 

Adrian belauscht das Gespräch (dazu zunächst den Händler und dann die Dame anklicken, die offenbar sehr interessiert an dem Stoff ist).

 

Händler: Dieser Stoff ist wirklich wie für dich gemacht. Keine andere Frau der Stadt würde ihn mit mehr Anmut und Eleganz tragen. Dieses Safrangelb paßt so wunderbar zu deinem Teint, dass alle anderen blass vor Neid sein werden, selbst Venus. (nochmals den Händler oder Lavinia anklicken) Sieh nur, wie sanft und weich sich dieser Stoff anfasst. Ich sage dir, etwas Ähnliches findest du in ganz Pompeji nicht. 

 

 

Adrian versucht, sich bei den Damen nach Sophia zu erkundigen und wendet sich der Dame im hellrosa Kleid zu: Sei gegrüßt Frau. Mein Name ist Adrian, und ich bin bei Popidius zu Gast. Dieser hat mir geraten, sich in seinem Namen in einer dringenden Angelegenheit an Eumachia zu wenden. Wo kann ich sie finden? 

Dienerin (Sophia): Meine Herrin ist beschäftigt und möchte nicht gestört werden. Ich kann jetzt auch nicht hier weg, da ich den Handel hier verfolgen muss. der Preis ist viel zu niedrig, das kommt mir suspekt vor. 

Adrian beschließt, einzugreifen, und den Händler des Betrugs zu überführen: Einen Moment. Ich bin in der Lage, das zu beweisen! Er nimmt das Messer aus dem Inventar und streicht damit über den Stoff, der sich tatsächlich in seine Bestandteile auflöst. Die Kundin, bei der es sich um Lavinia handelt, wie sich im weiteren Verlauf des Spiels herausstellt, gibt dem Händler mit einigen deutlichen Worten zu verstehen, dass sie seinen Betrug durchschaut hat: Du hast völlig Recht gehabt, Walker, einen ähnlichen Stoff findet man in ganz Pompei nicht. Wir haben hier nichts mehr verloren, Sophia, lass uns nach Hause gehen.  

Eine der Sklavinnen ist in der Zwischenzeit zu Eumachia geeilt und hat diese von den Vorkommnissen unterrichtet. 

Die edle Dame erscheint und stellt den Händler zur Rede: Was muss ich von meiner Sklavin erfahren.  

Sie weißt den Händler barsch in seine Schranken: Laß' mich allein Gajus, ich werde mich später um deinen Fall kümmern!

 

Eumachia bedankt sich dann bei unserem Helden: Adrian, ich danke dir. So hat dir also dein Gastgeber Popidius geraten, zu mir zu kommen. Was ist dein Anliegen? Einem Freund von Popidius kann ich nichts abschlagen.  

Adrian nutzt die Gunst der Stunde und erkundigt sich nach der Dame, die so interessiert an dem Tuch zu sein schien, sowie nach ihrer Begleiterin: Wer war die Kundin, die sich beinahe von dem Walker hätte über's Ohr hauen lassen, und wer ist das junge Mädchen, das sie begleitet, eine Sklavin? Eumachia: Das ist Lavinia, die Frau von Octavius Quartio. Das junge Mädchen ist keine Sklavin, sondern eine Freigelassene ihres Mannes. Lavinia mag sie sehr.  

Also hat er richtig gehört, bei der dritten Dame, die sich ein wenig im Hintergrund hielt, handelt es sich um Sophia. Er hat er seine Liebste endlich gefunden!

 

Adrian erläutert Eumachia nun sein Anliegen: Ich bin gekommen, um dir eine Ladung Leinen anzubieten, für die der Händler aus Alexandria einen so hohen Preis forderte. Ich habe sie ihm für einen recht günstigen Preis abgehandelt.  

Eumachia ist hocherfreut und will sich gerne dafür erkenntlich zeigen : Was für ein Zufall! Ich habe mich schon geärgert, sie nicht gekauft zu haben. Wie kann ich mich dafür erkenntlich zeigen?

Adrian erläutert die Situation und bittet um Aufklärung, was die verlorenen Wahlen seines Freundes Secundus betrifft: Ich habe keinerlei politische Ambitionen, und mein Vermögen in Gallien reicht mir völlig aus. Ich habe mein Leben der Freundschaft gewidmet. Secundus, der Sohn von Popidius, steht mir sehr nahe. Alles, was ihn bewegt, geht auch mir nah. Er ist sehr unglücklich über seine Wahlniederlage, und ich möchte gern verstehen, was passiert ist. Wenn ich diese Frage stelle, schauen alle immer sehr verlegen aus, und niemand will mir antworten.  

Eumachia gibt ihm, wenn auch etwas widerwillig, Auskunft: Du sprichst da ein sehr sensibles Thema an. Ich habe bisher vermieden, mit Popidius darüber zu sprechen, um ihn nicht gegen seinen Sohn aufzubringen. Das alles ist eine Frage des Rufes. Julia Felix ist eine Frau, aber es ist ihr gelungen, eine strategische Position bei diesen Wahlen zu erringen. Wir Frauen können weder an den Wahlen teilnehmen noch eine politische Karriere einschlagen. Wir können jedoch unseren Einfluss geltend machen, mehr als man glaubt. Dabei erweist sich unser Ruf als unsere stärkste Waffe oder aber als unsere Achillesferse.  Das Isis - Collegium versammelt sich häufig bei Julia Felix zu rituellen Festen. Ihre Ansichten zu Fragen der Wahlen sind sehr gefragt. Sie darf dabei jedoch keinerlei Fehler begehen. Sie muss das Ansehen von Isis wahren, die zu viele böse Zungen einst als Kupplerin beschimpft haben. Daher ist sie sehr darauf bedacht, nur Kandidaten von einwandfreiem Ruf zu unterstützen. Wie du weißt, sollte Secundus von den Isis-Priestern unterstützt werden, diese jedoch werden oft von der öffentlichen Meinung diffamiert, und man beschuldigt sie sämtlicher Ausschweifungen. 

Adrian hakt nach, er will etwas mehr darüber wissen, in wiefern man Zweifel am guten Ruf von Secundus hat.  

Eumachia erzählt ihm Genaueres über die Geschehnisse, die zur Niederlage von Secundus bei den Wahlen geführt haben: Genau das ist das Problem. Wie soll ich sagen: die Isis-Priester sind nicht alle von bester Abstammung, und es hat Inschriften an den Mauern einiger Cauponae gegeben von etwas zweifelhaften Personen, die seine Kandidatur vehement unterstützten. Wie auch immer, Secundus hat diese sehr schnell beseitigen lassen, aber es war schon zu spät. Er war dadurch zum Kandidaten der untersten Schichten geworden. Sämtliche Kampagnen hier werden mittels Inschriften an den Hauswänden geführt. Wenn man einen Kandidaten unterstützen möchte, schreibt man einfach seinen Namen an eine Mauer und versucht, zusätzliche Stimmen für ihn zu gewinnen. Diese Graffitis haben eine enorme Bedeutung. Die können einen zum Mitglied der Decurio oder aber zum Spott der gesamten Stadt werden lassen. Mit dir über diese Orte zu sprechen, ist etwas, das eine tugendhafte Frau  sich nicht erlauben kann. Allein schon ihren Namen zu erwähnen ist unter diesem Dach absolut undenkbar.  

Es waren also die Graffitis an den Wänden der cauponae, die Secundus haben stolpern lassen. Allerdings erfährt Adrian keine Einzelheiten über die Personen, die daran beteiligt waren, noch den Ort, wo man die Graffitis gefunden hat. 

Eumachia wendet sich wieder dem betrügerischen Händler zu, und etwas milder gestimmt nach dem guten Geschäft, das sie dank Adrian gemacht hat, verschont sie ihn von der Strafe: Cajus, du kannst diesen Mann als deinen Retter betrachten. Er hat mir zu einem unverhofften Geschäft verholfen und mir steht nun nicht mehr der Sinn danach, dich für den Stadtrat zu zitieren. Komme morgen wieder, wir haben einiges zu besprechen.

 

Eumachia geht und Adrian verlässt ihr Haus. Nach diesem Gespräch weiß er nun, dass sein Freund Secundus die Wahl verloren hat, weil das Isis-Collegium erhebliche Zweifel an seinem guten Ruf hegte, nachdem einige Graffiti an den Wänden der Cauponae, Orten von zweifelhaften Ruf, aufgetaucht waren. 

Vor der Tür wird Adrian bereits von Gajus, dem Tuchhändler erwartet, der unserem Helden seine Dankbarkeit beweisen möchte, indem er ihm mitteilt, wo dieser Ort und die beteiligten Personen zu finden sind: Psst, he du, ich weiß, wie ich dir meine Dankbarkeit bezeugen kann. Ich habe das Ende eures Gesprächs mitgehört und weiß, von wem sie spricht!  

Er rät Adrian, sich zur Dionysos-Taverne zu begeben, um dort eines dieser Mädchen von zweifelhaftem Ruf zu treffen, deren Namen Eumachia sich scheute, auszusprechen: Begib' dich zur Caupona von Dionysos, dem Freigelassenen von Lucius Vetutius Placidus in der Straße des Überflusses. Dort wirst du sie finden. Was sie dir nicht sagen konnte, ist, dass die Dirnen niederer Herkunft, Mädchen von der Straße, die sich für ein paar Groschen verkaufen, aufgerufen haben, für Secundus zu stimmen. Frage Palmyra oder Pherusa, sie werden es dir vielleicht erklären.

 

Adrian begibt sich also auf dem schnellsten Wege in die Straße des Überflusses zur Taverne von Dionysos, um Genaueres zu erfahren.  Er wendet sich nach rechts, geht 1x geradeaus, wendet sich dann nach links, wo er in die Straße einbiegt. Auf diesem Wege geht er 6x geradeaus und wendet sich dann nach rechts, wo er ein etwas verblichenes Aushängeschild mit der Bezeichnung Taverne Dionysos erkennen kann.

 

 

Er betritt die Spelunke und macht die Bekanntschaft von Dionysos, dem Wirt, der sehr aufgebracht über einige seiner Olivenkörbe ist: Auf dass die beiden Ruten dieser Körbe den Dummkopf von einem Korbmacher, der sie zu verantworten hat, zerfetzen. Auf dass er an den Kernen dieser Oliven ersticke. 

Es ist unverkennbar, dass der Wirt einige Probleme mit seinen Körben hat. Adrian versucht etwas mehr darüber in Erfahrung zu bringen

Was haben dir denn diese Körbe getan, um dich in solche Wut zu versetzen? 

Wirt: Sie stehen nicht richtig gerade, das haben sie mir getan. Hier, siehst du. Ich habe zwei Olivenkörbe, die ich hier oben abstelle. Ich kann sie nicht auf dem Ladentisch stehen lassen. Sobald hier jemand vorbeikommt, würde er sie mitgehen lassen, während ich einen Kunden im Saal bediene. Das Problem ist, dass ich nie weiß, welcher voll und welcher leer ist. Ich bringe meine Zeit damit zu, erst nach dem einen und dann nach dem anderen zu greifen. Da sie nicht sehr stabil sind, werfe ich sie so und sooft um. 

 

Adrian überlegt, wie er dem Mann helfen kann: Da muss sich doch eine Lösung finden! 

Mit diesem Hinweis landet unser Held automatisch in der Bildansicht mit den Körben. (Es ist wichtig, zunächst das Problem mit den Körben zu beseitigen, da das Spiel im Anschluss sonst nicht weiter geht. Die Frage nach den falschen Würfeln bleibt aus, und Adrian kann nicht den nächsten Raum gelangen, um sich mit Palmyra, der Prostituierten zu unterhalten).

 

Adrian nimmt das rechte Rad der Karre, die unten an der Wand lehnt und setzt dieses auf den kleinen Nagel des unteren Bretts im Regal darüber. Dann nimmt er die zwei Körbe von der Wand und steckt sie ein. Nun holt er das Seil aus seinem Rucksack und hängt dieses über das soeben befestigte Rad. Abschließend hängt er je einen der Körbe an die beiden Enden des Seils. Die beiden Körbe hängen nun in der Waage. 

Nachdem Adrian das Ärgernis des Wirtes aus der Welt geschafft hat, will sich dieser bei unserem jungen Freund bedanken: 

Du bist aber geschickt, Fremder. Um mich erkenntlich zu zeigen, gebe ich dir im hinteren Saal einen aus. Einen Rat jedoch: mische dich nicht in das Spiel ein. Ich habe den Maler Lucius, diesen Filou in Verdacht, mit falschen Würfeln zu spielen.

Adrian möchte gerne wissen, woran man falsche Würfel erkennen kann. Der Wirt teilt ihm mit, dass es nur eine Möglichkeit gibt, gezinkte Würfel zu erkennen, nämlich indem man ihr Gewicht feststellt: Wenn Du dich damit nicht auskennst, ist es ganz einfach: sie sind unmöglich zu erkennen. In diesem Fall kannst du nur noch deinem Geld hinterher weinen. Man braucht nämlich lediglich bestimmte Punkte des Würfels auszuhöhlen und ein wenig Blei hineinzugießen. Anschließend wird das Ganze mit etwas Stuck abgedeckt, noch graviert und fertig. Das ist kaum nachzuweisen, außer natürlich, man wiegt nach. 

 

 

Bevor sich Adrian in den hinteren Saal begibt, versucht er noch etwas über Sophia in Erfahrung zu bringen. 

Adrian: Kennst Du Sophia, die Freigelassene von Octavius Quartio? 

Dionysos: Sophia? Ich habe schon von ihr gehört. Sie kommt nicht hierher, wie du dir sicher denken kannst. Aber ich sehe sie manchmal vorbeigehen mit züchtig niedergeschlagenen Augen in der Begleitung von Lavinia, der Frau von Octavius. Lavinia mag sie sehr und behandelt sie wie ihre eigene Tochter. Lavinia ist eine wunderbare Frau. Die Kleine mag z. B. unheimlich gerne Datteln. Die sind jedoch selten und teuer. Normalerweise für keine Freigelassene je welche bekommen. Lavinia kauft jedoch sobald sie kann einen kleinen Korb, um ihn ihr zu schenken. Ich weiß das, da ein Freund von mir  Obst auf dem Markt verkauft. Er hat mir das erzählt. Datteln also mag Sophia besonders gerne. 

Adrian fällt dabei das Geschenk des Händlers mit dem Gemüsekarren ein, das sich in seinem Rucksack befindet. Vielleicht bietet sich ja eine Gelegenheit, die Datteln seiner Angebeteten zu schenken! Adrian erkundigt sich nun nach Palmyra: Weißt Du, wo ich ein Straßenmädchen finde, das sich Palmyra nennt oder eine bestimmte Pherusa? 

Der Wirt ist ein wenig überrascht von Adrian eine derartige Frage zu hören: Bravo, für einen Fremden verlierst du keine Zeit und bist außerdem bestens informiert. Gut. Palmyra ist nicht unbedingt erste Wahl, aber sie ist ein braves Mädchen. Sie arbeitet für ihren Geliebten, einen Gladiator namens Publius Ostorius. Ein freier Mann übrigens. Sie ist gerade hinten im Saal und schaut dem Ruin eines Händlers zu.

 

Nun ist es aber an der Zeit, ein paar Worte mit Palmyra zu wechseln, die sich ja nach Aussage des Wirtes im hinteren Saal befindet. Adrian begibt sich rechts neben dem Wirt in den nächsten Raum. 

 

Dort wird unser junger Held von Harpocrates freudig begrüßt, dem der betrügerische Maler gerade das Geld aus der Tasche zu zieht: Schau an, der Bote der Vorsehung. Ich freue mich sehr, dich zu sehen, junger Schützling von Popidius. 

Lucius, der Maler: Popidius? Unsere Stadt ist wirklich klein. Popidius hat mich gerade damit beauftragt, seine Fresken zu restaurieren. 

Harpocrates: Dafür hast du mir also meinen gesamten Vorrat an ägyptischem Blau abgekauft. Das Schicksal geht wirklich verschlungene Wege! Weil wir gerade von Schicksal reden: ich bin gerade dabei, mein ganzes Vermögen zu verspielen. Ich habe den Eindruck, mit einem wirklichen Hexenmeister zu spielen. Dieser Mann würfelt fast immer nur Sechsen. 

 

Adrian erkennt sehr schnell, dass Lucius offensichtlich falsch spielt. Er mischt sich ein, um dem armen Harpocrates zu helfen und beschließt, den Maler zu überführen, indem er die Würfel, wie ihm Dionysos geraten hat, auf die Waage legt: Bei uns in Gallien gibt es einen Trick, um verhexte Würfel zu erkennen. Ich brauche dazu jedoch "die blinde Dienerin der Justiz". Wartet einen kleinen Moment.

 

Immer die Sechsen anklicken!

 

Adrian eilt zurück in den Schankraum, wo er sich vom Regal des Wirtes die Waage holt, die er dort eingangs bemerkt hat. Adrian stellt die Waage auf den Würfeltisch und legt die zwei Würfelpaare in je eine Waagschale. Die rechte Hälfte der Waage senkt sich nach unten und zeigt an, dass es sich bei ihrem Inhalt um gezinkte Würfel handelt. Harpocrates ist entrüstet: Filou, Schurke, Dieb, Schuft! Holt den Stadtrat!  

Adrian versucht den aufgebrachten Mann zu beschwichtigen und macht einen Vorschlag: Immer mit der Ruhe! Ich habe einen Vorschlag, die euch beiden gefallen wird. Schau Meister: die Würfel sind dir geneigt. Es ist nur billig, sie für die nächste Partie auszutauschen. Wenn du gestattest, bin ich dabei dein Gegner. 

Adrian nimmt die falschen Würfel und spielt ein Spiel  gegen Lucius, den Betrüger. Natürlich gewinnt er jeden Satz. So kann er sämtliches Geld für Harpocrates zurück ergaunern, was diesen milder stimmt. Der Wirt erscheint und ist amüsiert darüber, was Adrian bewirkt hat:  Ha, ha! Das ist ja köstlich. Ich gebe für alle einen Krug gut gewürzten Glühwein aus.

Harpocrates ist zufrieden und des Dankes voll. Er lässt es sich nicht nehmen, Adrian eine kostbare ägyptische Kette zu überreichen: Adrian, dank deiner Hilfe werde ich über meinen Aufenthalt hier mit einem Lächeln auf den Lippen und mit voller Geldbörse berichten können. Ich werde jetzt diesen Ort des Verderbens verlassen. Du kannst mich dann später in den Thermen treffen. Ich möchte dir mein heiliges Wasser anvertrauen. Nimm jetzt schon diese Kette aus meinem Land an als bescheidene Geste für meine unendliche Dankbarkeit.

Adrian beschließt, den Maler noch ein bisschen mehr unter Druck zu setzen. Der Maler soll seine teuren Farbpigmente, für die Restauration von Popidius' Fresken kostenlos zur Verfügung stellen: Lucius, sag, du hast doch eingewilligt, die Freske von Popidius zu restaurieren, oder?

 

 

Der Maler bestreitet zunächst, Popidius, seine Hilfe fest zugesagt zu haben, um nicht mit diesem in Verbindung gebracht zu werden: Nein, bei all' der Arbeit nach den letzten Erdstößen konnte ich nichts zusagen, selbst Popidius nicht. 

Adrian: Was verbirgt sich hinter dem ägyptischen Blau, von dem der Händler sprach? 

Lucius: Dabei handelt es sich um ein besonders seltenes Farbpigment, und deshalb mögen wir Pompejer auch rote Mauern so gern. Das ist ein Zeichen von Reichtum,  eine gewisse Art von Protzerei, wenn du so willst. Wenn jemand uns den Auftrag für eine Freske erteilt... 

Adrian fällt ihm ins Wort: Und dieses teure Blau... Ich weiß, was du für mich tun kannst. Du hast nun einen proprietären Kunden, Popidius. Ich wüsste es sehr zu schätzen, wenn du es Popidius kostenlos zukommen lässt und zwar in der von ihm gewünschten Menge.

 

Lucius muss sich geschlagen geben und geht auf Adrians Forderung ein, da er befürchten muss, dass dieser Popidius andernfalls über seine Betrügereien informieren wird: Meinen Glückwunsch, Adrian. Popidius tut gut daran, dich zum Freund zu haben. Ich verwünsche diese Würfel. Aber gut.

 

( An dieser Stelle hat das Spiel einen Bug: Harpocrates überreicht Adrian in wohlgefeilten Worten eine Amphore mit heiligem Wasser. Im Inventar ist jedoch nichts zu finden. Die Szene wiederholt sich etwas später dann in den Thermen).

 

Nun kann Adrian sich endlich Palmyra, der Dirne zuwenden: Sei gegrüßt Mädchen. Guten Tag, Palmyra

Palmyra: Sei gegrüßt, mein Augapfel, mein Herzchen, herzlich willkommen. 

Das Mädchen scheint Adrians Worte offenbar falsch zu verstehen, und unser junger Held beeilt sich, die Angelegenheit richtig zu stellen: Um sämtlichen Missverständnissen vorzubeugen, ich komme nicht als Kunde, sondern möchte lediglich eine Auskunft. Ich stamme aus Gallien und bin ein Freund von Secundus, dem Sohn von Popidius. Aus reiner Neugier, und weil er mir sehr nahe steht, wollte ich wissen, warum er die Wahlen verloren hat. 

Palmyra sorgt nun endlich für Klarheit, was die verlorenen Wahlen von Secundus betrifft und gibt Adrian gleichzeitig einen guten Rat, wie Secundus durch eine großzügige Spende an den Tempel der Isis die Angelegenheit in soweit bereinigen kann, dass sein Ruf wieder hergestellt und er sich Chancen bei einer Kandidatur im nächsten Jahr einräumen kann: Ach, das ist eine dumme Geschichte. Pherusa und ich, wir wollten uns lediglich einen Spaß machen. Unter meinen Liebhabern gibt es einen distinguierten Typen, 'nen freien Mann, der als Wahlvertreter tätig ist. Er kommt häufig hierher, um mit uns zu schwatzen. Er hat uns davon überzeugt, Secundus zu unterstützen. Wir fanden die Idee ganz amüsant. Das war das erste Mal, dass man sich nach unserer Meinung in der Politik erkundigte. Wir haben sämtlichen Freundinnen davon erzählt, und so haben alle den Namen von Secundus an die Mauern der Caponae geschrieben. Glaub' mir, wir wollten ihn doch nicht belästigen und erst recht nicht, ihn die Wahl verlieren lassen. Einige von uns sind Isis-Anhängerinnen, und haben mir gesagt, dass Julia Felix es schätzen würde, wenn Secundus dem Tempel eine bedeutende Schenkung macht. Eine Geste seinerseits würde helfen, die Angelegenheit zu bereinigen, und ihm vielleicht zu einem Sieg bei den Wahlen nächstes Jahr zu verhelfen.

 

Nachdem die Angelegenheit um Secundus' verlorene Wahlen nun endlich aufgeklärt ist, macht sich Adrian auf den Weg zu den Thermen, wo er Popidius wie auch Harpocrates treffen soll. Er verlässt die Spelunke, wendet sich nach links und folgt der Straße des Überflusses bis hin zum Forum. Dort geht er einen Schritt in die Mitte des Platzes, wendet sich dann nach rechts und folgt dem Weg an den Säulengängen entlang bis hin zu einem Durchgang, der aus der Ferne etwas bläulich wirkt. 

 

 

Durch diesen geht er hindurch, wendet sich dann nach links zur Tür und betritt die Thermen, wo er bereits von Harpocrates erwartet wird, der ihm heiliges Wasser vom Nil überreicht:  

 

Harpocrates: "Hier nimm, das ist geweihtes Wasser des Nils. Normalerweise bringe ich den Priestern des Tempels immer eine volle Amphore mit, aber dies Mal war mein Schiff zu überladen. Behalte es, es wird dir Glück bringen, oder schenke es demjenigen, den du als nächstes mit deinen Wohltaten beglückst. Wenn du eines Tages nach Alexandria kommst, frage einfach nach Harpocrates. Die Zeit, die du bei mir zu Gast sein möchtest, wird wie Honig für mein Herz sein". 

 

 

Sobald sich Adrian von dem Händler verabschiedet hat, eilt er weiter geradeaus in den nächsten Raum, wo er sich nach links zur Tür wendet und sich durch diese in den Nachbarraum begibt,  um dort auf Popidius zu treffen, der begierig ist, zu erfahren, was Adrian bei Eumachia, die Probleme seines Sohnes betreffend, erreicht hat. Adrian erstattet umfassend Bericht, und Popidius ist sehr zufrieden.

 

Adrian: Ich habe einen ausgezeichneten Tag verbracht. Was Secundus betrifft, so wird alles bei den nächsten Wahlen ins Lot kommen, wenn er dem Isistempel eine Schenkung macht. Ich denke aber, ein Geschenk an Julia Felix ist ebenfalls eine gute Idee. Da er nicht da ist, könntest du ihm in seinem Namen diese prächtige ägyptische Kette schenken. Sie ist für eine solche Geste der Ergebenheit sicher sehr empfänglich. 

Adrian überreicht seinem Gastgeber (automatisch) die Kette, die ihm Harpocrates geschenkt hat. Dann fährt er mit seinem Bericht fort: 

Der Maler kommt morgen vorbei, um mit der Arbeit an der Freske zu beginnen. Er macht dir übrigens die dafür benötigten roten und blauen Farbpigmente zum Geschenk - als Dank für die Ehre, für dich arbeiten zu dürfen.

 

Popidius ist des Lobes voll und nimmt unseren jungen Helden in seiner Dankbarkeit mit zu einem Bankett, das bei Octavius Quartio stattfindet. (In der nachfolgenden Animation, die uns etwas abrupt durch die Thermen hetzt, gelangen wir schließlich in das Haus von Octavius).  

 

Dort trifft Adrian nun endlich Sophia, seine Angebetete. 

 

Octavius Quartio fordert Adrian hier zu einem lyrischen Wortstreit mit Sophia auf: Unser Gast soll uns doch sein Talent als Dichter beweisen. Die Poesie ist eine Kunst, die den Galliern ganz besonders liegt. Wir singen noch immer die Verse von Catull. Darf ich unsere schöne Lyra-Spielerin bitten, mir ein Musikmotiv zu unterbreiten.  

Sophia beginnt zu spielen. Adrian rezitiert dazu einige Verse: Die Glut des Vulkans und die Sonne der Hundstage und die Feuer meines verliebten Herzens können von nichts und niemandem gelöscht werden.  

Sophia erwidert: Die Fluten des Xante haben den heißblütigen Achille abgekühlt. Das klare Wasser der Nymphen, und die heilige Quelle der Diane besänftigen die Wunden eines verliebten Herzens.

  

Adrian stehen nun zwei mögliche Antworten zur Verfügung.  

(Die erste Antwort 1/Humor: Das im kalten Wasser des Schmieds aufzischende glühende Eisen verhärtet, aber mein heiß brennendes Herz  wird weich wie eine zu lang gekochte Rübe im Suppentopf zieht das Gelächter des hier versammelten Publikums nach sich. Auch Octavius zeigt sich wenig begeistert von dieser Antwort des Adrian: Oh, ah. Euch Gallier hab' ich schon viel taktvoller erlebt. Nun gut, gehen wir in den Garten. Popidius ist ebenfalls nicht gerade angetan von Adrians Reimkünsten: Ich habe dich schon besser inspiriert gesehen!

Besser paßt die zweite Antwort/romantisch: Venus ist aus der glänzenden Meeresgischt geboren. Helena auf dem Schiff des Paris funkelte im Schaum des Wassers. Ihr goldglänzendes Haar schmückten die vergänglichen Diamanten des Taus.  

Octavius Quartio bittet nun alle Gäste, sich mit ihm in den Garten zu begeben, wo der erste Tag dann endet.

 

© Copyright Renate Pieper

 

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