1) Einleitung
2) Teil 1: London 12) Letzte Reisevorkehrungen in der Irrenanstalt
3) Draculas Haus in Carfax 13) Kanalisation: Erneut auf dem Weg nach Highgate
4) Dr. Sewards Irrenanstalt 14) Der zweite Besuch auf dem Friedhof von Highgate
5) Kanalisation: Auf dem Weg nach Highgate 15) Teil 2: Auf dem Weg nach Transsylvanien
6) Der Friedhof von Highgate 16) Der Steinbruch
7) Wieder in der Irrenanstalt 17) Im unterirdischen Kerker
8) Kanalisation: Auf dem Weg ins Styx 18) Der Friedhof von Borgo
9) Im Kino Styx 19) Draculas Schloss
10) Kanalisation: Auf dem Weg nach Carfax 20) Im Schlossturm: Die Seilbahn
11) Der zweite Besuch in Carfax 21) "Die letzte Zufluchtsstätte"

Unmittelbar vor sich erblickt Jonathan den Eingang zu Dr. Sewards Irrenanstalt. Er begibt sich zur Tür und klopft an. Sewards Assistent Bill öffnet ihm und begrüßt ihn wie einen alten Bekannten:

"Mr. Jonathan kommen sie herein".

Jonathan: "Hier läuft es mir jedes Mal kalt über den Rücken."

Bill: "Sie haben ganz Recht und ich rate Ihnen, diesen Raum nicht zu betreten, wenn ich nicht da bin. Die da drinnen können sehr gefährlich sein, und ich weiß, wovon ich spreche. Aber gehen Sie nur. Dr. Seward erwartet sie in seinem Büro."

 

Jonathan geht geradeaus weiter (2 Schritte) und betritt Dr. Sewards Büro. Dort wird er schon von seinem Freund Dr. Seward und Mina, seiner Frau, erwartet:

 

Seward: "Jonathan, na endlich!"

Mina: "Wir waren so besorgt!"

Jonathan: "Ich bin da, alles ist in Ordnung."

Seward: "Und was hast du herausgefunden?"

Jonathan: "Carfax ist gar nicht so verlassen, wie man glauben möchte".

Seward: "Ich verstehe, was du meinst. Seit längerer Zeit gehen dort sonderbare Dinge vor sich. Ich glaube, das ganze ist eher besorgniserregend." 

Danach will Jonathan von seinen Freund wissen, ob dieser schon etwas über den Drachenring in Erfahrung gebracht hat, den er ihm überlassen hat.

Jonathan: "Hast du etwas über den Ring herausgefunden, den ich mitgebracht habe?"

Seward: "Na ja, ich konnte seine Geschichte zurückverfolgen, weil Mina die von einem befreundeten Historiker beschriebenen Wachsrollen aufs Papier brachte".

Mina: "Mein Gesundheitszustand lässt mir nicht viel Zeit zum Arbeiten. Seward wollte zwar, dass ich mich ausruhe, aber ich wollte euch helfen!"

Jonathan: "Und was habt ihr entdeckt?"  

Mina: "Die letzte Spur des Ringes führt ins Jahr 1442. Er soll Radu, einem rumänischen Prinzen und so scheint es Halbbruder Draculas gehört haben. Aber noch interessanter ist jedoch, dass dieser Ring scheinbar nicht ganz ist."

Seward: "Den Beschreibungen zufolge befindet sich in der Mitte des Ringes eine Art Diamant. Laut den Unterlagen meines Freundes besitzt dieser Stein die Kraft, die unheilvollen Seiten des Ringes aufzuheben. Mehr wissen wir nicht. Es ist jedoch klar, dass Dracula alles daran setzen wird, ihn zurück zu bekommen".

 

Es schließt sich ein Gespräch über die Streichholzschachtel an, die Jonathan in Draculas Arbeitszimmer gefunden hat.

 

Jonathan: "Sagt euch der Name Styx etwas?"

Mina: "So heißt der Fluss der Unterwelt in der griechischen Mythologie. Aber ist das nicht auch der Name eines Londoner Lichttheaters?"

Seward: "Ganz genau. Der Ort ist derzeit sehr 'en vogue'. Horrorfilme werden dort vorgeführt. Es wird viel darüber gerätselt, wer der mysteriöse Besitzer ist. Bei meinen Nachforschungen konnte ich jedoch nichts Verdächtiges finden."

Jonathan: "Täusche dich nicht. Ich habe in Carfax Beweise dafür gefunden, dass Dracula der Besitzer des Styx ist."

Mina: "Mein Gott, ich habe gehört, dass ganz London dort Schlange steht."

Seward: "Ein Faktum, das wir berücksichtigen müssen, auch wenn das Styx als Hauptzielscheibe eher unwahrscheinlich ist. Um Dracula endgültig zu bezwingen, müssen wir seinen Unterschlupf finden und ihn ins Herz treffen."

(Nach diesen beiden Gesprächen nach unten klicken). Eine kleine Animation schließt sich an.

Jonathan: "Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll."

Seward: "Mina, wenn sie nicht zu müde sind, könnten wir es vielleicht noch einmal mit Hypnose versuchen."

Mina ist bereit, sich einer erneuten Hypnose zu unterziehen: "Mir ist alles recht, um endlich Draculas Gewalt zu entkommen. Versuchen wir's."

 

Seward: "Deine Augen schließen sich, dein Geist wird frei. Was siehst du?"

Mina: "Ich sehe einen Steingarten, einen Schatten. Er holt mich. Ich höre Stimmen, die mich verrückt machen. Helft mir, helft mir. Helft mir." 

Seward versucht sie zu beruhigen: "Mina, du schläfst jetzt ein, schlaf, schlaf!"

Zu Jonathan gewandt erklärt er: "Bei jeder Sitzung beschreibt sie dieselbe Szene. Ich glaube der Steingarten ist nichts anderes als der Friedhof von Highgate."  

Jonathan: "Highgate, sagst du? Jetzt da Mina schläft, kann ich es ja sagen. Der Besuch in Carfax hätte mich beinahe das Leben gekostet. Ein gewisser Pibody, der in Highgate gearbeitet haben soll, hatte leider nicht so viel Glück. Ich habe seine Leiche gefunden!"

Seward: "Pibody ist tot? Er arbeitete für mich. In der Nähe eines mit einem Steinwolf geschmückten Grabes hatte er sonderbare Geschehnisse bemerkt. Ich gehe davon aus, dass Dracula auf diesem Friedhof seinen geheimen Zufluchtsort hat. Nimm' diesen Schlüssel, über das Kanalnetz gelangst du sicher dorthin! Ich bleibe bei Mina".

 

Jonathan macht sich also auf den Weg nach Highgate. Dorthin führt ein beschwerlicher Weg durch das unterirdische Abwasserkanalsystem.

 

© Copyright Renate Pieper

 

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